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Mittwoch, 29. Februar 2012



die Küste ist wie überall mit Holzwegen versehen

Um 14 Uhr öffnet der Leuchtturm für Besucher, so hatten wir es am Aushang gelesen. Das ist 15 Uhr unserer Zeit, denn wir haben unsere Uhren an Bord nicht umgestellt, damit wir nicht jeden Abend die Tagesschau verpassen. Jetzt wollen wir natürlich nicht bis nachmittags nur herumsitzen, sondern wandern ein wenig die Steilküste entlang. Sehen ein paar Angler, die unermüdlich sind und wohl nie die Hoffnung auf einen Fang verlieren.



die Angler sind hoffnungsfroh



der Leuchtturm, der Farol do Penedo da Saudade, in seiner ganzen Pracht

Dann laufen wir auch am Leuchtturm vorbei und sehen, dass die Türe offensteht. Der Leuchtturmwärter steht mit einem Mann im Empfangsraum. Are you open now?, fragen wir ihn. Sí, sagt er und winkt uns herein. Noch lange vor der Zeit. Der kleine Empfangsraum ist hübsch gestaltet mit Schautafeln und mehreren alten Leuchtfeuern aus Messing, die abwechselnd in rot, grün und weiß blinken. Mei, ist das gemütlich. So ein Leuchtfeuer würde Annette gern in der Wohnung haben, dann aber als weißes Standlicht, das sagt sie Herbert. Die beiden Männer unterhalten sich und wir fragen, ob wir hinaufsteigen können. Wir sollen kurz warten, heißt es, und würden dann gemeinsam gehen.



im Empfangsraum blinken alte Leuchtfeuer in rot, grün und weiß



wie in jedem Leuchtturm ist es auch hier heimelig und schön



Blick auf das Treppenhaus von unten

Das tun wir also. Gott, wie der Leuchtturmwärter hochmarschiert. Weiß er denn nicht, dass wir nicht jeden Tag auf einen Leuchtturm steigen? Wobei das Steigen gar nicht das schlimmste ist, sondern es ist die Wendeltreppe, die schwindelig macht. Wir drei kommen gar nicht so schnell nach.



wir steigen hinauf



Blick nach Norden (da unten steht unser Phoenix)

Desto schöner ist dann der Blick in alle Richtungen von oben. Die Plattform, auf der wir stehen, ist nicht besonders groß, da ist es gut, dass wir nur zu viert sind. Der Leuchtturmwärter ist nicht besonders leutselig, ganz, wie man sich einen Leuchtturmwärter vorstellt. Nach einer ziemlichen Weile fragen wir, ob wir wieder hinuntersteigen können? Moment, sagt er, schließt eine schmale Tür auf, die hinaufführt zur Kuppel mit den Kristallspiegeln. Eine steile Eisentreppe führt also noch höher. Herbert bleibt unten; Annette steigt hinauf.



Blick auf die Kuppel



Blick nach Süden gegen die Sonne



Blick auf die Kristallspiegel von unten gesehen

Aber wenn sie gewusst hätte, dass sie dort oben freihändig stehen würde zwischen dem Leuchtturmwärter und dem anderen Gast. Man steht auf einer ganz schmalen Plattform von vielleicht 35cm, die um die Spiegel herumführt. Zum Glück sind alle Fenster mit Gardinen zugehängt, sonst wäre es Annette richtig schwindelig geworden. (Sie wäre auch nicht in der Lage gewesen, ein Foto zu machen.) Nirgends kann man sich festhalten. Sie glaubt nicht, dass alle Gäste hier hinaufgeführt werden und ist dann froh, als die Männer sich wieder in Bewegung setzen.


 



das Treppenhaus von oben gesehen

Ein letztes Foto vom Treppenhaus von oben, bevor wir wieder hinabsteigen. Es ist schön, dass überall die alten Leuchtfeuer aufgestellt sind. Den Rest des Tages verbringen wir dann am Platz und so vergeht der Tag mit dem kuriosen Datum 29. Februar. (644 Fotos in 2 Monaten. Wer bietet mehr? Bzw. welches Land bietet mehr?)



das 644. Foto nach zwei Monaten

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