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Samstag, 04. Februar 2012



die Landschaft ist hügelig, nie platt und eben

Die nächtlichen Minusgrade kamen denn doch nicht, worüber wir ganz froh sind. Aber kalt ist es am Vormittag, als wir weiterfahren. Unser Ziel ist Serpa. Es ist eine hübsche Fahrt; die Straße windet sich in etlichen Kurven, die Landschaft ist ständig hügelig, nie flach und eben. Sofern wir nicht gerade von einem Hügel hinunterschauen, können wir gar nicht weit sehen. Als wir Serpa erreichen, parken wir am Ortsanfang auf einer extrem breiten Straße und laufen von dort in die Stadt.



Durchfahrt durch Santa Iria



Blick auf den Aquädukt in W

Was wir als erste sehen, ist die gewaltige Stadtmauer und der Aquädukt, der wie ein Theatervorhang vor der Altstadt hängt. Desto stärker ist der Kontrast zu der eleganten Silhouette der weißen Häuser, die sich an den Hang schmiegen. Die Stadtmauer ist aus dem 13. Jahrhundert und der innerhalb der Stadtmauern gelegene historische Stadtkern von Serpa steht unter Denkmalschutz.



durch dieses Tor in der Stadtmauer betreten wir das alte Serpa

Bei unserem Bummel durch die gewundenen Gassen begegnen wir immer wieder einem anderen Touristenpaar, das mit zwei dicken Fotokameras auf langbeinigen Stativen unterwegs sind. Serpa bietet jedenfalls ganz wunderbare Fotoj25ive und Eindrücke.



Blick auf den Torre de Relógio - den Uhrenturm - auf dem Largo dos Santos Próculo e Hilarião



wir steigen hinauf zur Igreja de Santa Maria

Wir steigen die prächtige Treppe hinauf zum Largo dos Santos Próculo e Hilarião, wo sich die Kirche Santa Maria und der Uhrenturm befinden. Von hier oben haben wir einen schönen Blick ins Umland. Bei der Touristinformation erfahren wir, dass das Castelo derzeit restauriert wird und wohl erst im April wieder für Besichtigungen geöffnet sein wird.



Blick auf den Hauptplatz von Serpa, den Praça da República



im Café Alentejano vertreiben wir uns die Zeit bis 14 Uhr, bis das Uhrenmuseum öffnet

Unbedingt wollen wir das über die Stadt hinaus bekannte Uhrenmuseum besuchen, aber es öffnet erst um 14 Uhr. Also vertreiben wir uns die Zeit auf dem Praça da República, im Café Alentejano. Wer im Alentejo wohnt, ist ein Alentejano (bzw, eine Alentejana). Wobei das j im portugiesischen immer wie im franz. Journal gesprochen wird. Puh, ist das kalt heute, nur zehn Grad im Schatten. In der Sonne ist es zu warm und im Schatten beißt uns die Kälte so richtig.



es ist sehr schick auf dem Platz der Republik



die beiden müssen aber noch wachsen..



auf der Rua do Assento befindet sich das Museu do Relógio - das Uhrenmuseum

Dann kehren wir ein ins Museu do Relógio, das Uhrenmuseum. Der Eintritt beträgt nur 2 Euros, und als wir fragen, ob sie die kleine Broschüre, die man uns in die Hand gibt, auch auf englisch haben, sagt man uns, dass wir durchs Museum geführt werden. Eine junge Frau begrüßt uns dann auf deutsch, was uns sehr freut. Sie freut sich, dass sie mal wieder deutsch hören und sprechen kann, denn Deutsche kommen nur ganz wenige hierher.



die Räumlichkeiten des Uhrenmuseums unter niedrigem Gewölbe

Der erste Eindruck ist ganz wunderbar: von überall hören wir das Ticken der Uhren, und immerzu schlagen die Uhren die Viertel- oder ganzen Stunden an. Dazu noch die uralten Gemäuer mit den niedrigen Gewölbedecken. Also der Besuch des Uhrenmuseums ist ein richtiges Ereignis, auch wenn wir fast gar keine Uhrenmarken kennen. Wir erfahren, dass der Besitzer, Senhor António Tavares d'Almeida im Laufe von 40 Jahren seine Uhrensammlung zusammengetragen hat. Uhren aus 4 Jahrhunderten, das früheste Exemplar datiert aus dem Jahre 1640. Wir erfahren aber auch, dass der Besitzer in der letzten Woche, am 24. Januar, im 64. Lebensjahr verstorben ist und dass sein Sohn das Museum weiterführen wird.



Uhren über Uhren gibt es hier zu bewundern



eine kleine Reparaturwerkstatt gibt es auch

Neben der Dauerausstellung und dem Museum gibt es auch eine kleine Reparaturwerkstatt. Hier werden sogar Uhren neu gefertigt, die man am Ende des Besuchs kaufen kann. Es gibt etwa 2.000 Uhren im ganzen, Wanduhren, Standuhren, Taschenuhren, Armbanduhren, nautische Uhren, Wecker aus verschiedenen Epochen. Es gibt auch eine portugiesische Marke namens Reguladora, deren Produktionsstätte in der Nähe von Porto war.



jahrhundertealte Olivenbäume stehen gegenüber dem Eingang zum Stadtpark

Als wir das Uhrenmuseum verlassen, ist es mittlerweile richtig kalt. Jetzt noch ein kurzer Besuch des Stadtparks, wo sich dem Eingang gegenüber jahrhundertealte Olivenbäume befinden. In den Park selbst gehen wir jetzt nicht mehr; alles ist schon im Schatten und klirrend kalt. Im Wohnmobil machen wir es uns dann gemütlich und heizen abends gut ein.



unsere Tagesroute ca. 39km

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