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Montag, 06. Februar 2012



durch die Ebene verlassen wir Beja

Von der BP-Tankstelle aus können wir auch schon den Lidl und Continente sehen, aber erstmal tanken wir Gas. 13 Liter passen schon wieder in die erste Gasflasche, aber die letzten Tage waren auch bitterkalt und entsprechend mussten wir heizen. Dann kaufen wir noch einiges ein bei beiden Supermärkten. Sollen wir Perú kaufen, fragt Annette. - , sagt Herbert. Und so kaufen wir statt Putenfleisch (Perú) ein Stück Rindfleisch und vieles mehr. Dann verlassen wir Beja und fahren weiter in nördlicher Richtung.



Hab' mei' Wage' vollgelade'.. (die zweite Strophe singen)



hier geht es nach Cuba

Kurios ist es, als wir kurze Zeit später nach Cuba abbiegen auf dem Weg nach Alvito, unserem heutigen Ziel. Es geht an Korkeichen vorbei, die nackt und kahl ausschauen. In Alvito angekommen, stellen wir uns auf den großen Platz namens Largo das Alcaçarias, von wo aus wir das Castelo sehen können.



in Alvito stellen wir uns auf den Largo das Alcaçarias



das Castelo von Alvito ist zur Pousada umgebaut



Männer sitzen beim Dominospiel

Dann machen wir uns auf in den Ort. Vorbei an den Männern, die in der Sonne sitzen (so kalt ist es heute nämlich nicht mehr) und Domino spielen, gehen wir zuallererst zum Castelo, das in den letzten Jahren zur Pousada umgestaltet wurde. Pousadas, das sind die zu Hotels umgebauten ehemaligen Burgen, Paläste, Schlösser, Klöster, meist an kunsthistorisch bedeutsamen Plätzen und in landschaftlich außergewöhnlich schönen Gegenden. Sie sind staatlich geführt und feudal ausgestattet.



unter den Arkaden sitzt man im Speisesaal der Pousada

Wir gehen also vorbei an der Rezeption der Pousada und in den Innenhof. Die Ansicht ist eigentlich bescheiden und sieht anders aus als die Castelos, die Burgen, die wir seither gesehen haben. Man hat eher den Eindruck, dass diese Burg zu Wohn- und nicht zu Verteidigungszwecken gebaut wurde. Und dann lesen wir, dass der erste Baron des portugiesischen Königreichs, Dom João Fernandes da Silveira und seine Gemahlin es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Alvito in eine künstlerische und architektonische Hochburg zu verwandeln. Der ehemalige Herrschaftssitz der Familie war also in den Mauern der Burg, die an der Schwelle vom 15. zum 16. Jh. erbaut wurde. Außerdem hat Dom João Fernandes auch die Igreja Matriz sowie eine Reihe anderer Sakralbauten in Alvito errichten lassen.



wir wandeln auf der Burgmauer



ein weiterer Blick auf den Innenhof der Burg



wir befinden uns auf dem Hauptplatz (wie der wohl heißen mag?) von Alvito

Weiter laufen wir zum Hauptplatz von Alvito, dem Praça da República. Uns gefällt Alvito, hier geht es still und beschaulich zu. Und wenn wir anfangs noch dachten, dass Alvito ein kleines Dorf ist, so merken wir jetzt, wie groß und großzügig alles angelegt ist. Nicht zufällig heißt Alvito "Vila nobre" - die noble Stadt.



Blick auf die Câmara Municipal - das Rathaus



auf der Rua da Parreira

Wir wandeln durch die schmalen Gassen, die man auch wirklich am besten zu Fuß erkundet. Vorbei am Rathaus geht es zur Igreja Matriz, der großen Pfarrkirche, in die uns aber der Eintritt verwehrt wird. Zwei Frauen stehen am Eingang und erklären uns, dass gerade eine Messe für Kinder stattfindet. So bummeln wir weiter und sehen an manchen Häusern manuelinische Fenster- und Türstöcke. Natürlich auch manch edle Kachelformen und -bemalungen.

Blick auf die Igreja Matriz de Nossa Senhora da Assunção (Mariä Himmelfahrt)



solch schöne Kachelkunst gibt es in Alvito zu bewundern



Blick auf die Igreja Matriz

Die Kirche, im 13. und 14. Jh. erbaut, wurde in der ersten Hälfte des 16. Jh. völlig umgebaut. Die Pfarrkirche von Alvito ist ein perfektes Beispiel spätgotischer Architektur und fast baugleich mit der Pfarrkirche von Viana do Alentejo, unserem nächsten Ziel. Bevor wir wieder heimgehen, kommen wir noch wie zufällig an der Touristinformation vorbei. Der junge Mann dort ist sehr auskunftsfreudig und gibt uns verschiedenes Kartenmaterial mit. Als wir ihn fragen, ob es sich lohnt, auch Viana do Alentejo zu besuchen, sagt er oh ja. Überhaupt sind die Menschen im Alentejo sehr stolz auf ihre Heimat, auf ihre Herkunft. Auf der Rua do Salvador steigen wir hinab und gehen heim



die Rua do Salvador führt vorbei am Praça da República



unsere Tagesroute ca. 37km

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