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Mittwoch, 08. Februar 2012



ein schickes Kino hat Viana do Alentejo

Ohne Wind wäre es heute schon wieder ein richtig warmer Tag, so aber müssen wir uns vor ihm schützen, als wir uns über Mittag aufmachen in die Stadt. Viana ist ja nicht übermäßig groß, und so sind wir recht bald auf dem Praça da República und ein paar Schritte weitergelaufen zum Castelo. Wir lesen, dass das Castelo erst um 14 Uhr öffnet; jetzt ist es 13:15 Uhr. Herbert mag eigentlich gar nicht warten, er findet, dass irgendwann eine Burg wie die andere ist. Aber Annette würde doch gern hineingehen.



das Castelo mit innenliegender Igreja Matriz



am Praça da República kehren wir ein ins Café Central

Und so suchen wir uns ein Café, wo wir dem Wind entkommen können. Jetzt, da auch in Portugal eine kleine Kälteperiode herrscht, haben die Cafébesitzer Tische und Stühle hereingenommen, weil eh niemand draußen sitzen mag. Und so müssen wir erstmal Ausschau halten nach einem Café. Auf dem Praça da República gibt es dann das Café Central, ein ganz altes einfaches, das auch als Lottoannahmestelle fungiert. In den Fenstern hängen Pappschilder - Euro Milhões mit den jeweiligen Jackpots - aber wir können trotzdem nach draußen auf den Platz schauen.



hier warten wir, dass es 14 Uhr wird



es gibt diese uralte Wasserstelle am  Praça da República



auf geht es zur Burg

Schließlich ist die Wartezeit vorbei und wir sind an der Burg. Der Eintritt beträgt wie immer 2 Euros und dann wird uns die Kirche extra aufgeschlossen. Zuerst laufen wir aber über das Burggelände, das einen fünfeckigen Grundriss hat mit fünf zylindrischen Türmen. Wir lesen, dass der Ursprung der Burg auf die Regierungszeit von König Dom Dinis zurückgeht (1279-1325) und dass sich der ursprüngliche Baukörper aus dem 13. Jh. sowie dekorative Elemente im Mudejar-Stil bzw. aus der Zeit der Manuelinik erhalten haben.



Blick auf die Burganlage

Am Ende lohnt es sich doch immer, die Burgen zu besichtigen, und sei es nur für den herrlichen Ausblick, den man von oben hat. wir laufen von einem Turm zum anderen, wobei nicht alle Wege so gut befestigt sind wie auf diesem Foto. Es gibt auch offene Seiten, wo die Laufflächen allerdings breiter sind. Jedenfalls ist die Burg von Viana do Alentejo eine der eigentümlichsten Befestigungsanlagen aus der Zeit der Spätgotik.



alles ist bucklig und schmal..



..die Gassen sind es auch



der fünfeckige Grundriss der Burg mit fünf zylindrischen Türmen



die Igreja Matriz ist fast baugleich mit der in Alvito



die Pfarrkirche - Igreja Matriz - ist überaus prächtig mit marmornem Portal und viel Gold

Dann schauen wir in die Pfarrkirche, die, im 16. Jh. errichtet, als eines der schönsten Zeugnisse der Manuelinik im Süden Portugals gilt. Sie ist seit 1910 Nationalmonument. Besondere Festlichkeiten finden zu Ehren von Nossa Senhora da Anunciação, der Schutzpatronin von Viana, statt. Uns persönlich ist die Kirche zu üppig ausgestattet, aber das Bauwerk selbst ist sehr sehenswert.



die Igreja Matriz gilt als eines der schönsten Zeugnisse der Manuelinik im Süden Portugals



Glocken hängen in den Türmen



so entsteht das Foto der Deckenmalereien im Ausstellungsraum

Wir gehen dann noch in den Ausstellungsraum, wo die Gesamtanlage als Model dargestellt ist und wo diverse Fotos die Restaurierungsarbeiten an der Burg zeigen. Bevor wir das Burggelände verlassen, gehen wir nochmal zum Einlass, denn es liegen dort mehrere Stadtpläne und Umgebungskarten aus. Dabei kommen wir mit dem jungen Mann an der Kasse ins Gespräch. "I have a small gift for you" sagt er und gibt uns zwei Anstecknadeln mit dem Wappen von Viana darauf. Und als er merkt, dass wir einiges Interesse an der Region haben, holt er aus seinem angrenzenden Raum noch weiteres Kartenmaterial. Besonders schwärmt er vom Stausee Alqueva, dem größten Stausee von ganz Europa, östlich von hier. Da wollen wir sowieso hin und er zeichnet uns ein, welche Orte dort besonders schön sind. Am Ende findet er in seinem Kabuff noch einen Wimpel mit Wappen von Viana darauf, den letzten, den er noch hat. Den gibt er uns. Irgendwann merkt er, dass wir Deutsche sind und sagt "In Deutsch I can only say Mercedes". Da müssen wir alle lachen. Er empfiehlt uns unbedingt einen Besuch der Wallfahrtskirche Nossa Senhora D'Aires und zeigt uns die Lage auf der Karte. Ist es weit dorthin zu Fuß? Oh ja, zu weit, zwei Kilometer. Na, das ist doch keine Entfernung, finden wir uns wollen aber erst morgen hinlaufen. Heute gehen wir nur noch den Hügel hinauf für ein Foto von Viana, von der Gesamtansicht. Dann gehen wir heim. 



diese wunderbare Deckenmalerei wirkt wie ein feingeknüpfter Teppich



wir steigen den Hang ganz hinauf für diesen Gesamteindruck von Viana do Alentejo

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