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Mittwoch, 22. Februar 2012



Blick auf die Igreja Real de São Francisco

Wir sind früh auf den Beinen und in der Stadt, denn wie schon für gestern sind auch für heute sommerliche Temperaturen vorhergesagt, und wir wollen der Hitze vorauseilen. Unser erster Weg führt uns zur Igreja Real de São Francisco, die unter den zahlreichen Klöstern und dazugehörigen Kirchen Évoras als die Kirche des ersten Franziskanerklosters auf portugiesischem Boden besonders hervorzuheben ist. Die Kirche wurde unter der Herrschaft Manuels I. fertiggestellt und gilt als herausragendes Beispiel der alentejanischen Spätgotik.



im Innern der Franziskanerkirche

Es ist nicht gestattet, im Innern der Kirchen Fotos zu machen, aber uns gelingt doch noch eines. Wir lesen, dass sich in einem Teil der Kirche, in den ehemaligen Schlafsälen der Mönche, die sogenannte Knochenkapelle befindet. Entstanden im 17. Jh. soll sie an die Flüchtigkeit des menschlichen Daseins erinnern; für Wände und Pfeiler hat man Knochen von den umliegenden Friedhöfen verwendet. Eine groteske Vorstellung, finden wir und verzichten auf einen Besuch dieses furchteinflößenden Ortes.



über den Praça de Giraldo laufen wir weiter


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Blick auf das Rathaus von Évora



der Römische Tempel als heutiges Wahrzeichen der Stadt

Über den Praça de Giraldo laufen wir durch mehrere Gassen zum Largo Conde Vila Flor, einem großen Platz, wo sich unter anderem der Römische Tempel befindet. Wir lesen, dass sich der Tempel mitten auf dem ehemaligen Forum Romanum befindet und als der am besten erhaltene römische Tempel der iberischen Halbinsel gilt. Heute gilt er als Wahrzeichen der Stadt, wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und war dem Kaiserkult und nicht wie seit dem 17. Jh. angenommen, der Göttin Diana gewidmet.



man kann sich auch durch Évora kutschieren lassen



der Römische Tempel befindet sich Largo Conde Vila Flor



Blick auf die Sé Catedral, die größte mittelalterliche Kathedrale Portugals

Der Platz, der Largo Conde Vila Flor, ist sehr weitflächig und am südöstlichen Ende laufen wir zur Kathedrale, der Sé Catedral. Größte mittelalterliche Kathedrale Portugals und der Heiligen Maria gewidmet. Aber auch hier sind Fotos nicht gestattet und gelingen uns auch nicht. Wir laufen dann weiter zur Igreja de Misericórdia und bummeln von dort durch eine kleine Einkaufsstraße, wo hauptsächlich Korkwaren (Korkhüte, Korkrucksäcke..) angeboten werden, zurück auf den Hauptplatz der Stadt.



wir werfen einen Blick in die Igreja de Misericórdia..



..und bummeln durch diese Geschäftstraße zurück zum Hauptplatz



auf dem Praça de Giraldo ist immer Leben

Auf dem Praça de Giraldo suchen wir uns das uralte Café Arcada aus, wo wir draußen auf dem Platz schön sitzen können. Gottlob sind Sonnenschirme aufgespannt. Wir schauen dem Trubel auf dem Platz eine Weile zu, auch der alten Drehtür des Cafés, die unablässig in Bewegung ist. Es ist immer alles so original alt, das gefällt uns.



noch ein Blick auf den Praça de Giraldo



durch den Aquädukt verlassen wir die Stadt

Es ist halb drei, als wir Évora verlassen. Noch eine Nacht wollen wir nicht auf dem großen Parkplatz verbringen, und die Uhrzeit ist günstig zum Weiterfahren. Wenig Verkehr auf den Straßen. Wir fahren direkt durch den Aquädukt in Richtung Évoramonte, unserem nächsten Ziel. Rota dos Sabores - Genießerroute - heißt es auf Schildern am Straßenrand. Mmh, genießen wir also jetzt. Die Straße geht schnurgerade an Getreidefeldern, Weideflächen, Kork- und Steineichen, Weinbergen und Olivenhainen, die die Landschaft hier bestimmen, vorbei. Schilder mahnen zu vernünftigem Fahren, denn Portugal hat noch immer die höchsten Unfallzahlen und Verkehrstoten von ganz Europa. Auch wenn die Zahlen, wie man auf dem Foto sieht, von Jahr zu Jahr zurückgehen.



Portugal hat die meisten Unfalltoten von ganz Europa



auf der Rota dos Sabores - der Genießerroute - fahren wir fast schnurgerade



wir erreichen den kleinen Ort Évoramonte

Nach etwa 30 Kilometern erreichen wir Évoramonte und fahren bergauf zum alten Ortskern, der noch von Mauern umschlossen ist. Es geht hoch hoch hoch, bis sich ein großer Parkplatz auftut, auf den wir fahren. Hach, ist der Blick ins Umland wieder schön, aber heute tun wir keinen Schritt mehr. Wir setzen uns nach draußen in die Sonne und genießen, ganz wie es uns empfohlen wurde.



wir stellen uns auf den Parkplatz am Fuße des von Mauern umschlossenen alten Ortskerns von Évoramonte



unsere Tagesroute ca. 30km

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