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Freitag, 24. Februar 2012



wir erreichen Estremoz

Weil wir nur noch zehn Liter Gas in den Flaschen haben, sollten wir doch unbedingt nachtanken. Wenn wir auch schon seit einigen Tagen gar nicht mehr heizen müssen (und wenn, dann nur morgens für eine Stunde). Herbert will im Internet nach einer GPL-Tankstelle suchen; Annette findet immer, dass die Listen im Internet veraltet sind. Und unhandlich. Das merken wir auch ganz bald, und dann gehen wir direkt zu BP, weil es bisher immer BP war, wo wir Gas tanken konnten. In Estremoz (Eschtremósch) soll es im Industriegebiet eine BP-Tankstelle geben. Und das liegt eh auf unserer Route. Also fahren wir los.



jetzt kommen wir in die Region der hundert Marmorsteinbrüche

Von der Umgehungsstraße biegen wir ab nach Estremoz und finden auch ins Industriegebiet - Zona industrial. Fahren und fahren, bis wir irgendwann eine alte Werkhalle finden mit BP darauf. Vielleicht haben die vor hundert Jahren hier mal Schmierstoffe verkauft oder so, aber eine Tankstelle ist das nicht. Wir kehren also um und dann sieht Annette eher zufällig an einer namenlosen Tankstelle neben der vom Intermarché eine kleine Preistafel am Boden stehen mit GPL darauf. Hat es doch noch geklappt. wir fragen, ob wir auch noch etwas Wasser tanken dürfen? Das dürfen wir. Und weiter geht die Fahrt, denn auch wenn Estremoz nett aussieht, so müssen wir ja nicht jeden Ort mitnehmen. 



Steinbrüche, soweit das Auge reicht

Es ist die Region der Steinbrüche, in denen Marmor abgebaut wird. Dementsprechend viele Steinbrüche sehen wir auf der Fahrt, von denen manche, wenn wir es nicht besser wüssten, aussehen wir aufgetürmte Müllhalden. Unser heutiges Ziel ist das Städtchen Vila Viçosa. Und wie hübsch der erste Eindruck ist mit der Burg. Hinter dem Hauptplatz biegen wir nach links ab und dann zum Parque de Autocarros, einem Parkplatz für Autobusse am Ende der Straße. Auf geht es in die Stadt.



Einfahrt in das Städtchen Vila Viçosa



nirgends haben wir mitten in der Stadt so viele Orangenbäume gesehen



wir bummeln über den Praça da República

Der Praça da República, auf den wir zurückkehren, ist eine einzige Pracht. Die Größe, die vielen Orangenbäume, der viele Marmor, der überall verbaut wurde. Alles scheint hier aus Marmor zu sein: Die Sitzbänke, Laternenmasten, Blumenbeeteinfassungen, Bordsteine, Bürgersteige (die sind aus Marmorbruch), Fensterbänke, Eingangsstufen, eine wahre Pracht. Vila Viçosa war einst Residenz der Herzöge von Bragança sowie mehrerer Könige aus diesem Hause. Uns gefällt der Hauptplatz ausnehmend gut, und über allem thront die Burg.



Blick auf die Igreja de São João Evangelista



wir sitzen mitten auf dem Bürgersteig des Cafés Azul



die Orangen wachsen hier wie Unkraut



hier haben wir uns eingerichtet auf dem Parque de Autocarros (Autobusse)

Zurück am Parkplatz setzen wir uns mit einer Flasche Wein (Porta da Ravessa, Alentejo) nach draußen. Ein Reisebus kommt auf den Platz mit älteren Leuten an Bord. Egal, wo wir sind. Die Portugiesen haben immer ein freundliches Wort für uns, und hier kommen wir mit einem älteren Mann ins Gespräch, der deutsch spricht, aber seit 1965 in London lebt. Er schmunzelt, wie wir so dasitzen mit dem Alentejo-Wein, fragt, ob wir Portugal mögen? - Mögen? Wir lieben Portugal, sagen wir ihm und dass wir schon bald vier Monate im Land sind. Aber er muss dann schnell wieder in den Bus zurück. Abends kommt noch ein holländisches Wohnmobil auf den Platz, mit denen wir ins Gespräch kommen. Auch sie lieben den Alentejo und sind nicht das erstemal hier. Ansonsten bleibt es ruhig auf dem Platz, zumal die Straße hier endet.



unsere Tagesroute ca. 39km

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