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Donnerstag, 09. Februar 2012



auf dem Weg zur Wallfahrtskirche

Bevor wir Viana do Alentejo verlassen, wollen noch die Wallfahrtskirche besuchen, die wir ja gestern schon von der Burg aus gesehen hatten. Und die zwei Kilometer gehen wir natürlich zu Fuß, zumal auf dieser Nebenstraße kaum je ein Auto vorbeikommt. Unterwegs sehen wir wie überall im Alentejo jede Menge Schafe und hier und da eine Quinta, einen Landsitz.



wir haben schon unzählige Schafherden gesehen im Alentejo



Blick auf die Wallfahrtskirche - Santuário de Nossa Senhora de Aires

Der erste Blick auf die Kirche ist beeindruckend, auch deren Alleinlage. Auf einem Schild lesen wir, dass das Dekor der Kirche den Stil des Barock verrät, dass der Narthex den Grundriss eines lateinischen Kreuzes aufweist und dass das ursprüngliche Gebäude bereits im 16. Jh. errichtet wurde, es aber später der Zerstörung anheimfiel und in seiner heutigen Form auf das 18. Jh. zurückgeht. Schade nur, dass niemand da ist, um uns einzulassen, denn im Sommer werden viele Leute hierher kommen, was wir an den vielen Parkflächen sehen können.

Die Verehrung der Senhora d'Aires, die jahrhundertelang Anlass blumenreicher Pilgerfahrten gen Süden war, trug in hohem Maße dazu bei, dass die Baudenkmäler dieser Gegend heute wahre Schatzkammern sakraler Kunst sind. Schon Könige hatten beschlossen, im Alentejo ihre Schlösser zu errichten wegen der natürlichen Schönheit der Region und deshalb gibt es ein so reichhaltiges Erbe an Baudenkmälern hier im Alentejo. Zumindest können wir einmal ganz um die Kirche herumgehen, in verschiedene Fenster schauen, sodass Herbert noch ein Foto durchs Fenster schießen kann. Wir laufen dann wieder zurück zum Wohnmobil. Eigentlich wollen wir jetzt weiterfahren nach Alcáçovas, den Königspalast anschauen, aber wir haben beide keinen Elan mehr auf Kultur. Also lassen wir das und fahren stattdessen in Richtung Osten nach Portel, das auf dem Weg zum Stausee liegt, unserem nächsten größeren Ziel.



ein Foto durch die Fensterscheibe hindurch



das ursprüngliche Gebäude geht auf das 16. Jh. zurück



Korkeichen am Straßenrand

Auf unserer Weiterfahrt gelingt dann endlich auch ein Foto einer Korkeiche, die erst kürzlich geschält wurde (man schält im Sommer, wenn der Stoffwechsel der Bäume am größten ist), das sieht man am nackten blutroten Baumstamm. Es ist schon richtig frühlingshaft unterwegs, die Bäume blühen. Aber die vielen Störche, die wir in ihren Nestern sehen, werden nachts wohl noch sehr frieren, denn der Temperaturunterschied tags und nachts ist enorm. In Portel angekommen, parken wir auf dem Parkplatz des Auditóriums, wollen aber erst morgen eine Runde durch den Ort drehen.



alles ist frühlingshaft



in Portel stellen wir uns neben das Auditório-Gebäude



unsere Tagesroute ca. 30km

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