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Donnerstag, 27. Dezember 2012

diesen Kleiderhaufen haben wir ausrangiert

Weil es hier in Santa Luzia einen Kleidersammelcontainer gibt, wollen wir vor dem Weiterfahren noch unsere Schränke ausmisten und dies und das an Kleidung ausrangieren. Das wollten wir schon lange mal tun. Am Ende kommen drei Beutel zustande, die wir in den Container werfen können. Und wenn wir schon mal dabei sind, sucht Annette auch noch all die Bücher heraus, die wir aus dem Haus geben könnten. Dabei kommen 18 Stück zusammen. Die packen wir in einen großen Stoffbeutel.

 jetzt geht alles in die Kleidertonne

Und dann steht unser Entschluss fest: wir wollen erst Ende Januar nach Marokko einreisen, weil im Frühling die beste Reisezeit für Marokko ist. Weil wir dort nicht im Mittleren und Hohen Atlas in den Schnee kommen wollen, denn wenn wir den wollten, könnten wir ebenso gut in Deutschland überwintern. Wir müssen jetzt also irgendwo den Januar verbringen, ja, ja, Überwinterungen sind eine langwierige Angelegenheit und nicht die beste Zeit des Lebens im Wohnmobil. Und weil es uns an der Westalgarve immer am besten gefällt, beschließen wir, noch einmal dorthin zu fahren. Über die Autobahn, die A22, ist man ja ruckzuck da.



die Gebühren sind gering, aber das Abrechnungssystem ist so kompliziert, besonders für uns Ausländer

Und so verlassen wir Santa Luzia am Mittag, tanken noch in Tavira für 1,38 EUR pro Liter Diesel, was gerade ein sensationell günstiger Preis ist. Dann sind wir auf der Autobahn und es ist uns egal um die Vignette. Das neue Mautsystem kann ausländische Kennzeichen eh immer noch nicht lesen. Es ist sagenhaft, wie wenig Autos auf der A22 unterwegs sind. Fast sind wir die einzigen, als wäre heute ein ganz wichtiger und heiliger Feiertag, an dem alle Menschen und besonders Autofahrer daheim bleiben. Und dabei liegt es einzig am neuen und komplizierten Mautsystem, das die Leute davon abhält, die Autobahn zu benutzen. Schlimm ist das, hier fährt kein Mensch und auf der Landstraße fahren sich die Leute zu Tode. Jedenfalls sind die Unfall- und Todeszahlen auf der N125 gestiegen seit Einführung des Mautsystems, das stand alles in der Portugalzeitung.



die A22 ist menschen- bzw. autoleer



kurz vor der Ausfahrt Silves kommen wir an dieser Festung vorbei

 Bücher über Bücher im Algarve Book Cellar

in diesem Raum sind hauptsächlich deutsche und holländische Bücher

Wir fahren dann bis zur Ausfahrt Lagoa, weil wir nochmal nach Carvoeiro zum A-B-C Bücherladen wollen. Kurz bevor wir ankommen, nimmt Annette ein Buch (The Help, von Kathryn Stockett) wieder aus dem Beutel heraus; denn es fällt gar nicht so leicht, sich von guten Büchern zu trennen. Bleiben also noch 17 Stück, für die wir 20 EUR bekommen. Für das Geld nehmen wir fünf andere wieder mit, unter anderem die Biographie von Liz Taylor. Von der Annette auch wiederum so gut wie nichts weiß, wie sie überhaupt in Sachen Film und Kino ziemlich unbewandert ist. Sie hat halt immer gelesen. Dazu kommt noch, dass sie sich Gesichter im Film (und im richtigen Leben auch) so unwahrscheinlich schlecht merken kann und kaum wiedererkennt, sobald sich die Frisur oder Kleidung ändert. Also wenn es dafür ein Syndrom gibt, dann hat sie das. So, genug geplaudert, wir fahren weiter, und zwar nach Praia da Rocha, weil wir nicht in einem Rutsch bis an die Westküste durchfahren wollen. Auf dem angestammten Platz ist ganz außen noch etwas frei für uns. Dann sitzen wir draußen und blättern mal durch die neugekauften Bücher. Abends wird es wieder richtig kalt, aber nicht genug, als dass die Kälte bis zu uns an Bord kriecht. Unser Phoenix hat halt ein dickes Fell bzw. Isolierung.



wir verlassen Carvoeiro



bei Portimão geht es über den Rio Arade



Ankunft in Praia da Rocha



wir können noch eine Weile in der Sonne sitzen (Annette hat immer die Jacke an, um nicht die Arme zu verbrennen)



unsere Tagesroute ca. 101km

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