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Freitag, 21. Dezember 2012



Blick in die Rua G. Velho

Heute lacht die Sonne schon gleich morgens, und wir wollen mal wieder auf einen Bummel nach Tavira. Unser erstes Ziel ist der Secondhand-Bücherladen auf der Rua Poeta Emiliano Costa, um vielleicht die sechs Bücher loszuwerden, die wir im A-B-C, dem Algarve Book Cellar nicht verkaufen konnten. Es ist recht voll im kleinen Laden mit dem hübschen alten Gemäuer. Dann heißt es, dass die Betreiberin folgendem System folgt: Für Bücher vor dem Jahre 2000 zahlt sie 25 Cents und welche nach 2000 sind es 50 Cents. Ganz schön wenig, und sind nicht die früheren Bücher viel besser geschrieben als die heutigen? Annette fragt dann noch nach einem Buch von Tom Wolfe, und es gibt auch eines. Für 11,50 EUR. Und es ist aus den 1970er Jahren. Eine komische Preispolitik. Wir nehmen jedenfalls unsere sechs Bücher wieder mit heim.



alle Häuser schauen auf den Rio Gilão



in der Feuerwehr ist die Krippe  - Presépio - aufgebaut

Unser nächstes Ziel ist nochmal die Feuerwehr, wo die Krippe aufgebaut ist und die wir diesmal fotografieren wollen. Letztesmal war ja die Batterie der Kamera leer. Wir lassen die Yamaha auf der anderen Seite des Flusses stehen und gehen zu Fuß. Obwohl dem Herbert seit mehreren Tagen der eine Fußballen so wehtut. Aber er hält sich wacker. An der Feuerwehr - oder Bombeiro - angekommen, treffen wir auf unsere unmittelbaren französischen Nachbarn aus Santa Luzia. Auch sie schauen mit großen Augen auf die vielen Details, die es hier zu entdecken gibt. C'est jolie, sagt die Französin mehrmals, also dass alles schön ist. Wir halten uns eine ganze Weile an der Krippe auf und lassen uns auch von der weihnachtlichen Musik inspirieren.  



wir schauen uns nochmal alles in Ruhe an



mit viel Liebe zum Detail wurde alles aufgebaut



die kleinen Lämpchen über der Krippe leuchten und es spielt weihnachtliche Musik



an der Pousada vorbei laufen wir durch die Oberstadt von Tavira

Dann laufen wir weiter und befinden uns in der Oberstadt von Tavira. Heute fällt uns das Herbstlaub an den Bäumen mal richtig auf, denn ansonsten sind es meist Palmen, die wir zu sehen bekommen. Der kleine Park, der sich neben der Kirche befindet, gefällt uns wie jedesmal gut; vor allem der Blick über die Dächer der Stadt. Ach, es ist ein herrlicher Tag, und die Westen tragen wir längst über dem Arm, so warm ist es mal wieder. 



alles sieht herbstlich aus, obwohl heute ja Winteranfang ist



und wieder eine der Kirchen von Tavira



wir laufen durch den kleinen Park neben der Kirche



jetzt geht es wieder hinab zur Unterstadt



alles sieht immer so beschaulich aus, obwohl es auch viele Ruinen zwischendrin gibt



uff, eine Pause, und die Westen sind heute viel zu warm

Wir finden uns dann am Flussufer wieder, wo wir erstmal etwas rasten. Der Blick von hier auf das andere Ufer ist auch sehr schön - hier waren wir noch nie. Herbert probiert sich heute auch mal an ein paar Schwarzweißaufnahmen, die auch sehr gut gelingen und ihren eigenen Charme haben. Vor allem der Pflasterstein sieht im Schwarzweißfoto richtig gut aus. So, und jetzt wollen wir wieder in unser Lieblingscafé gehen.



auch auf diesen Stufen auf dem Praça da República kann man sitzen

Diesmal ist das Tischchen unter dem Sonnenschirm besetzt, sodass wir heute in der vollen Sonne sitzen müssen. Mei, wie die brennt. Wenig später setzt sich ein Engländer an den Nebentisch und spricht uns an wegen der Kamera, die auf dem Tisch liegt. So kommen wir ins Gespräch (es hat uns schon so mancher angesprochen wegen der Kamera). Er ist sehr erzählfreudig und auf diese Weise erfahren wir, dass er seit Februar mit seinem Wohnmobil unterwegs ist und seit acht Wochen auf dem Camp in Cabanas ist. Und noch mag er von da aus nicht weiterziehen. Auch ihm gefällt Portugal sehr; er schwärmt und schwärmt. Magnifique - sagt er ganz oft und liebt wohl den Klang dieses Wortes sehr. Wir erzählen ihm, dass wir schon vier Jahre dauerhaft unterwegs sind, wozu er uns total begeistert gratuliert. Als wir ihm erzählen, dass wir im nächsten Sommer mal nach Schottland wollen, sagt er, dass er dreimal in Schottland war und jedesmal Dauerregen hatte. Einmal hatte er für zwei Wochen gebucht und ist nach drei Tagen abgereist, weil ihm der Regen unerträglich wurde. Aber landschaftlich wäre Schottland ein Traum. Er selbst ist aus Wales. Irgendwann verabschieden wir uns von ihm, fahren zum Pingo Doce und holen uns dort die neue Portugalzeitung. Daheim ist es dann so, dass das Autoradio seinen Geist aufgegeben hat. In den letzten paar Tagen konnten wir es noch immer irgendwie wieder zum Laufen bringen, aber jetzt geht gar nichts mehr. Und das so kurz vor Weihnachten. Herbert sucht im Internet nach Modellen, nach denen wir morgen im Gran Plaza bei Worten mal suchen wollen. Damit wir noch schnell ein neues Radio kaufen können.



zum Schluss sitzen wir wieder in unserem Lieblingscafé

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