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Freitag, 28. Dezember 2012

ein letztesmal auf der Promenade von Praia da Rocha

Bevor wir weiterfahren, will Annette noch schnell zwei Souvenirs (Pins) kaufen, die sie bisher nirgendwo anders gesehen hat. Sie fühlt sich zwar nicht besonders wohl, aber es geht schon. Es geht dann auf Mittag zu, als wir in Richtung Westen weiterziehen. Kurz vor Lagos kaufen wir am Straßenrand ein 3kg Netz Mandarinen für 1,80 EUR. Unser nächstes Ziel ist die BP-Tankstelle in Lagos, wo wir die Gasflaschen füllen müssen. Eine Flasche ist mittlerweile leer, und in die zweite passen schon wieder fünf Liter. Dann zum Stellplatz von Lagos, wo wir die Tanks leeren und füllen. Die Münze für Trinkwasser, die wir vor Weihnachten in Castro Marim gekauft hatten, passt hier ja auch; das ist das gleiche System.

Annette will sich zwei Pins kaufen, zwei typische Motive von Portugal

 hier wollen wir nicht mehr als eine Nacht verbringen

Dann noch zum Aldi für Mineralwasser mit Sprudel für Herbert. Und dann geht es auf nach Westen, die Ecke, die uns von der Algarve am besten gefällt. Schade nur, dass es Annette nicht so gut geht, und dass sie heute entsprechend wenige Fotos macht. Vielleicht sollte sie wieder eine Hühnersuppe essen? Und so halten wir In Vila do Bispo beim Lidl und kaufen ein dickes Huhn von 2,2kg. Eigentlich kaufen wir bei Aldi und Lidl seit langem kein Fleisch mehr, aber heute geht es nicht anders.



der Westen ist ganz anders, keine alten Industriebrachen, und alles viel dünner besiedelt



wir erreichen Sagres

Wir fahren dann weiter nach Sagres und stellen uns auf den Parkplatz vom Castelo. Donnerwetter, wieviel deutsche Wohnmobilisten hier zu sehen sind. Sonst sind wir so oft die einzigen Deutschen weit und breit. Und Donnerwetter auch, mit welch mürrischer Miene sie dasitzen. Kriegen kaum das Maul auf, um Hallo zu sagen. Was ist bloß mit den Landsleuten los? Alle anderen Nationalitäten sind immer so umgänglich und vor allem fröhlich, so auch der Schwede, der kurze Zeit später auf den Parkplatz rollt und unser unmittelbarer Nachbar wird. Herbert redet eine ganze Zeit mit ihm, während Annette sich um das Huhn kümmert. 



diesmal haben wir volle Sicht auf das Cabo de São Vicente und den Leuchtturm

Am Abend kommt der Schwede zu uns und hätte diese und jene Fragen an uns erfahrene Wohnmobilisten. Wir wollen aber gerade mit dem Essen anfangen und verabreden uns auf eine Stunde später. Er kommt dann also zu uns an Bord; draußen ist es schon wieder richtig kalt und bei uns so mollig warm von den Kerzen. Ach, das findet er alles sehr gemütlich. Er spricht perfekt deutsch, aber auch griechisch und auch ein wenig portugiesisch, weil er in beiden Ländern einige Zeit gelebt hat. Wir erfahren dann von ihm, dass er 30 Jahre lang mit dem Motorrad gereist ist und ziemlich viel von der Welt gesehen hat, dass er sein Wohnmobil, ein Hymercar, erst kurze Zeit hat. Es sei aber ein ausgesprochenes Sommerfahrzeug und stößt jetzt im Winter doch an seine Grenzen. Er schwärmt vom Alentejo, das für ihn das eigentliche Portugal ist. Aber jetzt ist es einfach zu kalt für den Alentejo, oder jedenfalls in seinem Wohnmobil. Wir sitzen dann noch eine ganze Weile und erzählen dies und das. Für deutsche Zeitungen, besonders die FAZ am Sonntag, also die FAS schwärmt er auch sehr, die lässt er sich nie entgehen. Er war mal Gymnasiallehrer, aber in Schweden - er stammt aus Göteborg - war er schon lange Zeit nicht mehr.



der Blick aus unserem Fenster



unsere Tagesroute ca. 57km

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