d06.jpgd19.jpgd13.jpgd02.jpgd07.jpgd18.jpgd11.jpgd14.jpgd04.jpgd01.jpgd08.jpgd21.jpgd10.jpg

Montag, 10. Dezember 2012



Eselwagen sind natürlich ein seltener Anblick auf der N125

Wie es dann immer so ist, erreichen wir den Anwalt natürlich nicht; er ist außer Haus. Aber solche Tage kennen wir ja zu genüge. Annette würde gern noch in Vilamoura stehenbleiben, bis wir wissen, was es mit dem Paragraphen auf sich hat. Aber Herbert will ja immer weiter weiter. Also fahren wir am späten Vormittag weiter. Unser Ziel ist der Campinghändler kurz hinter Almancil, damit wir endlich einen neuen Wassertankdeckel kaufen können. Dann merken wir, dass die auf dem Infoblatt angegebenen GPS-Daten sich mit unserem Navi beißen. Warum gibt es eigentlich so viele verschiedene Versionen davon?



in der Ostalgarve ist alles viel dichter bebaut

Jedenfalls hoffen wir, dass wir auch so hinfinden, denn immerhin ist auch ein Kilometerstein angegeben: Km 95,5. Und schließlich landen wir dann auch vor dem Geschäft, das sich ja direkt an der N125 befindet. Die junge Angestellte greift auch gleich blind nach den Tankdeckeln neben der Kasse. Wir scheinen wohl nicht die einzigen zu sein, die den Deckel irgendwo liegengelassen haben. Während Herbert den Deckel ausprobiert, fragt Annette, ob das Geschäft neu sei usw. Sie sind seit 9 Monaten aktiv und Arbeit hätten sie mehr als genug, vor allem jetzt im Winter, wenn so viele Wohnmobile an die Algarve kommen. 

 hier in Troto gibt es einen Campinghändler, bei dem wir endlich den Wassertankdeckel kaufen können

dieses Infoblatt hatte man uns mal in Praia da Rocha unter den Scheibenwischer geklemmt



wir nähern uns Faro, der Hauptstadt der Algarve



in Olhão fahren wir an den altehrwürdigen Markthallen vorbei

Wir fahren dann immer weiter östlich, durch Faro, wo wir das Verkehrsaufkommen gar nicht mehr gewöhnt sind, denn an der Westalgarve ging alles immer so beschaulich zu. Dann erreichen wir Olhão, wo wir uns auf den Parkplatz im Hafen stellen wollen. Wir sind überrascht, dass nur zwei Wohnmobile auf dem Parkplatz stehen, während es früher hier immer so voll war. Dafür stehen auf der anderen Straßenseite mehr Wohnmobile. Aber da ist es so hässlich, dass wir nicht bleiben wollen. Also fahren wir weiter. Unser nächstes Ziel ist das große Naturschutzgebiet kurz hinter Olhão. Da könne man auf etlichen Hektar wandern gehen und sich in einem Ausstellungsgebäude informieren über die Flora und Fauna der Ria Formosa. Klingt doch gut, hatten wir uns gedacht, biegen 1,5km hinter Olhão ab zum Parque Natural. Aber die Straßen werden immer enger, auch sieht alles schäbig aus, sodass wir zu einem Gewerbegebiet abbiegen und umkehren können. Ach, irgendwie geht uns die Ostalgarve heute auf die Nerven, aber das ist wohl auf unsere eigenen Sorgen zurückzuführen.



wir wundern uns, dass in Olhão fast kein Wohnmobil mehr im Hafengelände steht



stattdessen stehen die Wohnmobile auf der anderen Straßenseite auf einer hässlichen Brachfläche



Durchfahrt durch Luz de Tavira



immer noch Luz de Tavira



wir überqueren den Rio Gilão und werfen einen Blick auf Tavira



der Rio Gilão von einer anderen Brücke aus gesehen



wir wollen nach Santa Luzia und kommen durch diese hübsche Straße von Tavira

Die Fahrt duch Luz de Tavira und Tavira selbst ist dann wieder sehr hübsch, wir überqueren den Rio Gilão zweimal und haben jeweils einen sehr schönen Blick von den Brücken herunter. Unser heutiges Ziel ist das kleine Santa Luzia, wenige Kilometer hinter Tavira. Und gottlob ist die Straße neu geteert worden, denn die war früher eine ganz schlimme Panzerstraße. Wir stellen uns auf eine große Freifläche neben der Schule. Um 15 Uhr erreicht Herbert den Anwalt dann endlich. Dabei erfahren wir, dass das Gericht das Urteil bis Ende der Woche geschrieben haben will. Aber die Frist würde doch am Mittwoch ablaufen? Nein nein, der Paragraph, der uns so durcheinandergebracht hat, war aus der StPO, der Strafprozessordnung. Unser Fall jedoch gehört der Zivilprozessordnung an. Und da würde es andere Fristen geben. Und das OLG hat die Frist genau ausgerechnet. Na hoffentlich. Wir können dann noch einige Zeit draußen in der Sonne sitzen. Es ist ein schöner Platz mit nur drei anderen Wohnmobilen. In der Ferne hören wir die Kirchglocken von Santa Luzia, und um fünf kräht noch der Hahn. Muss der nicht längst ins Bett?



in Santa Luzia stellen wir uns auf eine große Wiese neben der Schule



unsere Tagesroute ca. 59km

back       |      next