d14.jpgd04.jpgd07.jpgd11.jpgd10.jpgd06.jpgd19.jpgd08.jpgd02.jpgd21.jpgd01.jpgd18.jpgd13.jpg

Dienstag, 18. Dezember 2012

jetzt haben wir die Yamaha draußen

Wir sitzen draußen und lesen in der Zeitung und den Magazinen, die wir gestern in Manta Rota mitgenommen hatten. Die Sonne brennt richtig, so warm ist es heute wieder. Gegen Mittag kommt Herbert auf die Idee, die Yamaha herauszuholen und mal nach Tavira zu fahren. Zum einen brauchen wir noch Wienerwürstchen, die es gestern nicht gab und zum anderen wollen wir schauen, wo es in Tavira eine Galp-Tankstelle gibt. Denn wir hatten gestern mal wieder einen Tankgutschein beim Continente bekommen. Und wir brauchen noch Sprit für den Generatorkanister, damit wir immer genug Bordstrom haben über die Feiertage. Ruckzuck ist die Yamaha also draußen, aber Wienerwürstchen gibt es wieder keine, als hätte man sie aus dem Sortiment genommen. Dafür kauft sich Annette beim Lidl eine Doppel-CD White Christmas (als hätten wir nicht schon genug Weihnachtsmusik, aber weil zwei oder drei Stücke von Brook Benton darauf sind, will sie sie unbedingt haben). Die Galp-Tankstelle haben wir auch gefunden und nehmen dann nächstesmal den Kanister mit.



Eindrücke von Tavira



auf dem Hauptplatz steht dieser Christbaum

Wir fahren dann nach Tavira hinein und wandeln etwas durch die Straßen und über die Plätze. Ach, Tavira ist eine einzige Freude, auch wenn gar nichts los ist im Park neben der alten Markthalle, wo laut Veranstaltungsplan jeden Tag etwas weihnachtliches angekündigt war. Laut Portugalzeitung gehört Tavira zu den Städten, die heuer kein Geld für Weihnachtsbeleuchtung ausgibt, aber einen großen, wenn auch metallischen Christbaum hat man dann doch aufgestellt. Es sind auch Lichter daran und die Lage auf dem Hauptplatz ist wirklich schön gewählt.



hier ist alles Fußgängerzone - zona pedonal



uns gefallen die schmiedeeisernen Einzäunungen immer so gut



über diese Brücke können auch Autos fahren



in diesem Park neben der alten Markthalle sollte laut Veranstaltungsplan täglich etwas weihnachtliches los sein

Wir gehen dann auch mal wieder in die alte Markthalle, die uns mit den vielen Schmiedeeisen an Frankreich erinnert. alles ist so fein gearbeitet und hat solche Leichtigkeit. Dann fahren wir weiter und wollen nochmal zum Gran Plaza de Tavira, dem großen Einkaufskomplex. Wir fahren in einem Bogen durch die Stadt und kommen dabei an der Feuerwehr (oder ist es die Freiwillige Feuerwehr?) vorbei, wo eine große Krippe aufgebaut ist. Und ausgerechnet da macht die Batterie der Kamera schlapp; komischer Zufall, denn gestern auf der Fahrt nach Castro Marim hatten die Batterien der beiden anderen Kameras auch den Geist aufgegeben. Obwohl wir alle drei Kameras ganz unterschiedlich oft benutzen. Na, jedenfalls können wir jetzt kein Foto machen von der Krippe, bei der sich die Figuren bewegen können, wir sehen zum Beispiel, wie gerade ein Pferd neu besohlt wird, oder wie ein Angler gerade einen Fisch aus dem Wasser zieht. Dazu spielt weihnachtliche Musik, und die roten Feuerwehrautos stehen natürlich auch in der Halle. Und da soll noch einer sagen, Tavira macht nichts weihnachtliches. Wir wollen auf jeden Fall noch einmal herkommen und ein Foto machen.



die Eingangstore der alten Markthalle



alles so schick und elegant



Blick auf die Fußgängerbrücke

Dann sind wir also im Gran Plaza und bummeln durch die Geschäfte. Herbert hat dann Lust auf einen Kebab, den es im Obergeschoss, in der Fressmeile gibt. Al Sultão heißt der orientalisch wirkende Stand, Especialidade Egiptcia, ägyptische Spezialitäten. Na, wer's glaubt? Aber es schmeckt ganz gut, obwohl die Knoblauchsauce irre viel Knoblauch hat. Den Schock des Monats bekommen wir dann, als die Yamaha nicht anspringt. Herbert drückt auf den Anlasserknopf, aber die blöde Yamaha macht überhaupt keinen Piep, ist völlig stumm; nicht mal die Zündung geht an oder so. Wir lauschen an der Benzinpumpe und hören sie schnurren, die läuft also. Dann merkt Herbert, dass der Seitenständer oder -fuß, wie man den auch nennen mag, ausgeklappt ist. Und als er diesen wieder einklappt, springt die Yamaha tadellos an. Ist wohl so ein Sicherheitsmodus. Wir sind jedenfalls total erleichtert und können frohgemut heimfahren. Abends hören wir dann die neue Weihnachts-CD (zwei CDs). Ach, es ist eine schöne Zusammenstellung, es sind viele der klassischen Carols, aber in anderen Versionen, improvisiert sagt man wohl. Und alles bekannte Künstler wie die Drifters und die Platters, Glen Campbell usw. Und alles für nur drei Euros.

back       |      next