d21.jpgd13.jpgd04.jpgd19.jpgd07.jpgd08.jpgd02.jpgd11.jpgd06.jpgd14.jpgd10.jpgd01.jpgd18.jpg

Samstag, 03. Dezember  2011



die Möwen warten am Fährhafen von Portimão

Heute wollen wir mal zum Continente in Portimão laufen und einiges einkaufen. Wir gehen am Ufer des Arade entlang; der Supermarkt liegt zwar nicht direkt vor unserer Haustüre, aber machbar ist die Entfernung allemal. Mei, was für ein Andrang heute am Samstag, zumal der Komplex, worin sich auch diverse andere Geschäfte befinden, nicht allzu groß ist. Wir nehmen auch wieder eine Portugalzeitung mit, die immer samstags herauskommt.



das alles schleppt sie nur fürs Foto



in diesem Innenhof befindet sich das Duke of Holland Restaurant

Nachdem alles heimgeschleppt ist, sind wir wieder auf der Promenade von Praia da Rocha unterwegs. Wir schauen mal, ob es das holländische Restaurant noch gibt, das damals, und besonders in der Weihnachtszeit, so gemütlich eingerichtet war. Der Betreiber (auf dem Foto) ist gerade mitten in Umbaumaßnahmen oder vielmehr ist er dabei, einen angrenzenden Raum herzurichten und das Restaurant zu vergrößern. Das sieht schon richtig gut aus; in ein paar Tagen will er neueröffnen. Na, seine Landsleute werden hier sicherlich zahlreich einkehren. Er erzählt uns, dass er schon seit 31 Jahren mit seiner Familie in der Algarve lebt.



Blick ins holländisch geführte Restaurant



wir sind wieder auf der Promenade


 



einige wenige alte Häuser gibt es noch

Wieder daheim lesen wir in der Zeitung. Die Zukunftsaussichten sehen düster aus für Portugal. Unter der Überschrift Merry Crisis ist aufgelistet, welche Kürzungen und Kosten auf das Land zukommen. Zum Beispiel wird auf die bisher kostenfreie Autobahn A22, die in etwa parallel zur N125 (die man vor Fertigstellung der A22 als Road of Death - Todesstraße bezeichnete) führt, ab 8. Dezember eine Autobahngebühr erhoben, obgleich man diese Autobahn mit EU-Geldern gebaut hat. Weiterhin wird die Mehrwertsteuer fürs Hotel- und Restaurantwesen kräftig angehoben, von 13% auf 23%, das Weihnachtsgeld halbiert usw. Derweil steigt die Arbeitslosenquote weiter an. Brasilianer und Angolaner kehren scharenweise in ihre Heimtatländer zurück, weil dort die Prognosen weit besser aussehen. Denjenigen, die die Rückwanderung nicht selbst finanzieren können, gibt der Staat 900 EUR, das heißt 75% davon kommen aus einem EU-Fonds, die restlichen 25% von Portugal. Die Auswanderer müssen dann mindestens 3 Jahre wegbleiben, und diejenigen, die nach diesem Zeitraum zurückkehren, müssen die Kosten zurückzahlen. Diese negativen Aussichten ziehen sich durch die ganze Zeitung, wobei es zumindest den erfreulichen Artikel gibt, dass das Leben in Lissabon besser ist als das in Mailand, Tokio, Rom und Madrid. In Sachen Lebensqualität und -standard (von Platz 45 auf 41 geklettert). So sitzen wir also und studieren die Zeitung, während die Temperaturen zum Abend hin wieder kräftig fallen. 



die Wege sind wie überall in Portugal gut angelegt

back       |      next