d01.jpgd19.jpgd02.jpgd21.jpgd08.jpgd07.jpgd04.jpgd06.jpgd18.jpgd14.jpgd13.jpgd11.jpgd10.jpg

Montag, 20. Dezember 2010



der Palazzo Manenti auf dem Corso Umberto I

Wir haben mal wieder Lust auf etwas Kultur und fahren nach Módica. Dort angekommen, ist es gar nicht so leicht, den Weg in die Altstadt zu finden. Auf dem Moped sagt Herbert noch, ach, das ist alles nix hier. - Muss es aber, ruft Annette zurück, im Reiseführer sind zwei oder drei Kirchen erwähnt. Wir parken dann zufällig direkt bei der Touristinformation, und als wir uns einen Stadtplan geben lassen, hört die Angestellte gar nicht mehr auf, Kirchen aufzuzählen und im Plan zu markieren. Später lesen wir sogar, dass es über hundert Kirchen in Módica gibt.



Blick auf die Chiesa di San Pietro

Módica.. Amore a prima visita - Liebe auf den ersten Besuch, so heißt es auf dem Stadtplan. Und auch bei uns dauert es dann nicht lange und wir sind begeistert von Módica Bassa, der Unterstadt. Auf dem Corso Umberto I spazieren wir von einem prächtigen Bauwerk zum nächsten. In die Kirche San Pietro werfen wir einen Blick; sie wird derzeit innen restauriert, aber wie es ausschaut, sind nur noch Bodenarbeiten im Gange. Vielleicht wird man damit noch vor Weihnachten fertig?

im Innern der Kirche wird gerade restauriert

auf dem Corso Umberto I mit Blick auf die Oberstadt - Módica Alta

Warten auf Gäste

Wir biegen dann ab in die Via Luigi Barone auf dem Weg zur Kirche San Giorgio. Uff, die vielen Stufen in die Oberstadt - Módica Alta - und das bei 22°C. Aber der Blick auf die Kirche entschädigt uns.

wir hieven uns die vielen Stufen die Via Luigi Barone hinauf

die letzten Stufen führen zur Chiesa di San Giorgio in der Oberstadt

Blick auf die prachtvolle Kirche San Giorgio

Die Chiesa di San Giorgio in der Oberstadt ist ein Meisterwerk des Hybläischen Barocks. Beeindruckend sind allein schon die vielen Stufen zur Kirche hinauf. Gebaut am Ende des 11. Jh. auf den Ruinen einer früheren Kirche, wurde sie beim Erdbeben von 1613 zerstört. Wiederaufgebaut in 1643, wurde sie schwer beschädigt beim Erdbeben von 1693 und später wieder aufgebaut im jetzigen barocken Stil, im 18. Jh. Wir halten uns eine ganze Weile im Innern auf und können uns vorstellen, wie es hier wohl Weihnachten sein wird. 

im Innern der Kirche San Giorgio

wir wandeln auf dem Corso San Giorgio in der Oberstadt

die Via Castello mit Blick auf das Geburtshaus von Salvatore Quasimodo am Ende der Stufen

Unser Weg führt nun weiter über den Corso San Giorgio in die Via Castello, die in Stufen wieder zur Unterstadt geht. Dabei kommen wir noch am Geburtshaus von Salvatore Quasimodo vorbei, der in 1959 den Nobelpreis für Literatur bekam. Casa Natale - Geburtshaus - hört sich komisch an, wenn doch jetzt allerorten von Buon Natale - Frohe Weihnachten - die Rede ist.

wir sind wieder in der Unterstadt - Módica Bassa

Blick auf den Palazzo Grimaldi

Wieder in der Unterstadt müssen wir staunen über eine Temperaturanzeige von 26°C. Das ist wohl allzu gut gemeint. Also uns gefällt Módica sehr. Viel besser als Noto, das jetzt im Nachhinein mit seinen unzähligen barocken Bauten irgendwie überladen wirkte. Oder wie Annette sagt, wie eine Cremetorte. Bevor wir heimfahren, kaufen wir noch die letzten Dinge für Weihnachten und freuen uns, eine so hübsche Stadt wie Módica vor der Haustüre zu haben. Wir wollen an den Feiertagen noch einmal hierher zurückkommen.

Annette muss ihre Jacke wieder herauskramen

back      |       next