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Mittwoch, 17. August 2016



so stehen wir diesmal in Georgiópoli

Die Nacht war erstaunlich frisch. Heute früh sind die Batterien vom digitalen Thermometer leer, aber es können nicht mehr als 22°C an Bord sein. Gestern Abend kam noch ein Wohnmobil (Deutsche) hier an, aber das fährt am Morgen weiter. Wir gehen dann einkaufen und anschließend in den Corissia Park zum Swimmingpool. Eigentlich hatten wir mit einem großen Andrang dort gerechnet, aber es bleibt den ganzen Tag angenehm leer. Richtig edel, wenn es am Pool ruhig und gesittet zugeht. Um punkt 10:30 Uhr geht Annette ins Wasser. Um 11:07 Uhr kommt Herbert zu ihr an den Beckenrand und sagt ihr, dass es elf Uhr sieben ist. Also schwimmt sie noch ein Weilchen weiter. Die Bedienung erkennt uns auch wieder, als wir zwei Frappés bestellen. Wir bleiben am Pool bis gegen 16 Uhr. Im Schatten sind es die ganze Zeit 30°C, aber es kommt uns gar nicht so heiß vor. Na, wir werden noch schön frieren, wenn es mal abwärts geht mit den Temperaturen.



Schwimmstunde begonnen



Schwimmstunde beendet

Dann sitzen wir bei uns am Platz draußen auf einer Bank mit Blick auf die kleine Kapelle. Es kommt mal wieder eine Hochzeitsgesellschaft. Die Kapelle hat aber auch eine tolle Lage, wenn der Weg zu ihr auch sehr mühselig ist. Aber na ja, die Ehe ist ja auch nicht immer nur ein Spaziergang, gell? Heute Abend wollen wir mal wieder essen gehen, in unserer Sunlight Taverna, wo wir schon so oft waren. Auch dort erkennt man uns auf Anhieb wieder. Das Essen ist wieder erstklassig, Herberts Stifado (geschmortes Rindfleisch) und Annettes geschmortes Lamm. Wir tauschen hier auch noch ein Buch. Dann bummeln wir zum Dorfplatz von Georgiópoli, der Platía. Schon gestern hatten wir dort eine aufgebaute Bühne gesehen, aber jetzt sind große Lautsprecherboxen aufgestellt und es spielt auch schon die Musik. Auf der Platía sind überall Stühle aufgestellt. Muss also heute Abend was los sein. Wir schauen mal, ob wir ein Plakat finden, das an einem der uralten Eukalyptusbäume hängt. Und tatsächlich, heute Abend ab 21 Uhr gibt es eine Nacht der Musik und des Tanzes. Das Plakat gibt es auf griechisch und englisch. Es ist kurz nach 20 Uhr. Wir setzen uns in zwei dickgepolsterte Sessel und nehmen nochmal zwei Frappés.



in Georgiópoli mündet der Almirós ins Meer



heute Abend gibt es diese Veranstaltung

Etwas Geduld müssen wir schon aufbringen, denn so richtig pünktlich ist man im Süden ja nie. Laut Anzeige der Apotheke sind es 27°C, aber die Temperaturen gehen bis Mitternacht runter bis auf 24°C. Gegen 21:30 Uhr hören wir aus ganz weiter Entfernung Gesang. Die Musiker ziehen auf den Dorfplatz und kommen aus östlicher Richtung. Es ist ein langer Tross. Dann beginnt die Veranstaltung. Man verliest viel Text, zuerst auf griechisch, dann auf englisch. Viel zu viel. Dann beginnt ein Männerchor. Der Gesang ist schwermütig und eindringlich und schleppend. Wir fragen uns, ob es das richtige für uns ist? Anschließend treten fünf Männer mit Instrumenten auf die kleine Bühne. Deren Musik ist heiter und beschwingt; es wird auch getanzt. Die Musik wird immer flotter und rhythmischer, und das kleine Streichinstrument fiedelt und fiedelt und bringt Tempo in die Musik. Das gefällt uns jetzt richtig gut. Überhaupt mögen wir die traditionelle griechische Musik. Traditionell heißt paradosíako, und dieses Wort fällt heute Abend ganz oft beim Verlesen von noch mehr Text. Irgendwann geht es so flott weiter, dass wir nicht mehr aufhören können, mit den Füßen zu wippen. Als letzten Auftritt bildet man eine lange Menschenkette, zuerst nur aus allen Musikern und Tänzern, dann kommen aber auch immer mehr Zuschauer hinzu, die dann ganz um den Dorfplatz ziehen und diese typischen griechischen Tanzschritte tun. Es ist ein wahrlich schöner Abend. Und das alles unterm Vollmond. Eine Minute vor Mitternacht sind wir wieder daheim.



der Männerchor zieht auf dem Platz ein



diese 5 Musiker spielen herrliche griechische Musik



zuerst gibt es diese Tanzgruppe



dann noch diese zweite Tanzgruppe



zum Schluss tanzt man über den ganzen Platz, um die beiden Springbrunnen herum

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