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Dienstag, 09. August 2016



heute gehen die Wellen immer noch wie wild

Jetzt haben wir schon zwei Sechserpacks Mineralwasser verbraucht. Dazu noch fünf Flaschen stilles Wasser, die wir an den Strandtagen mit an den Strand genommen hatten, und dann nochmal fünf Flaschen stilles Wasser, das Annette getrunken hat. Es läppert sich ganz schön bei der Hitze, und wir saufen wie die Bergziegen. Der Sturm hat sich wieder beruhigt, aber die Wellen gehen immer noch wie wild. Sie haben den ganzen Sand weggespült, sodass jetzt fast überall die flachen Felsen freigelegt sind. Nicht so einfach, wenn man ins Wasser geht, und vor allem, wenn man wieder an Land geht. Die Wellen versperren einem die Sicht auf die Felsen bzw. die wenigen Stellen, wo noch ein Korridor aus Sand ist. Trotzdem gehen wir natürlich mutig ins Wasser. Ist ja nur das Mittelmeer.

Später macht Herbert auch ein paar Fotos. Solche Wellen machen schon Spaß, aber irgendwann wird Annette von einer Welle völlig umgehauen. Als sie sich wieder aufrappelt, sieht alles so anders aus. Hell und verschwommen. Sie greift sich an die Schläfen: Ihre Brille ist weg. Blitzschnell greift sie ins Wasser, das ja nur knietief ist. Nach wenigen Tastern findet sie ihre Brille und hält sie mit beiden Händen fest. Die lass' ich jetzt nicht mehr los, denkt sie sich noch, und wird von einer nächsten Welle wieder umgeworfen. Als sie sich auch davon wieder berappelt, kommt noch eine dritte. Sie kämpft sich an Land und hat jetzt erstmal genug von den Wellen. Was für ein Glück, dass die Brille nicht schon weggeschwemmt wurde unter Wasser. Ist zwar nur ihre alte, aber wie hilflos Annette wäre ohne die. Später gehen wir noch einmal ins Wasser, aber als wir beim Rausgehen zweimal mit den Zehen gegen einen großen flachen Felsen stoßen, haben wir genug von den Wellen. Wir bleiben an Land, und wie gestern sind auch heute ein paar Schäfchenwolken am Himmel, die die Sonne manchmal verschwinden lassen. So lässt es sich ertragen.


 



und da ist die Brille weg

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