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Freitag, 10. August 2012


ein Blumenmeer im Kreisverkehr

Um der gigantischen Hitze wenigstens halbwegs zu entkommen, sind wir schon recht früh wieder auf der Piste. Die Berge sind unser Ziel, in der Hoffnung, dass es da oben nicht ganz so heiß sein wird. Und so biegen wir hinter Orthez ab in Richtung Salies-de-Béarn, wo es sogar einen Stellplatz gibt. Na, den schauen wir uns doch mal an, denken wir uns und folgen der Beschilderung, die uns endlos durch den Ort führt und neben ein Fabrikgelände führt. Der Stellplatz hat eine Schranke, man muss ein Ticket ziehen. Aber hübsch ist es hier überhaupt nicht, und wir wollen nicht bleiben. Also geht es weiter.



wir durchfahren den Ort Salies-de-Béarn in den Pyrenäen



es geht in die Berge

Es ist eine schöne Fahrt durchs Baskenland mit vielen der typischen baskischen Häuser mit den weinroten Holzverkleidungen und -balkonen. Auch ist die Beschriftung in der nur im Baskenland zu sehenden typischen trutzigen Schrift, und nur in Großbuchstaben. Es folgen die Ortschaften Sauveterre-de-Béarn und St-Palais, wo wir aber nicht halten können.



ein paar Bergdörfer liegen auf unserer Strecke

Kurz vor St-Jean-Pied-de-Port findet Herbert, dass wir ruhig mal zu den Skigebieten abbiegen sollten, weil die normalerweise herrlich gelegen sind und jetzt im Sommer kaum etwas los. Also biegen wir von der Hauptstraße ab in Richtung Iraty. Es sieht wie Langlauf aus, was auf den kleinen Schildern abgebildet ist. Das wäre ja dann nicht so hoch, denken wir uns. Aber dann kommen nach einer Ewigkeit Schilder für den Col d'Iraty auf einer Höhe von 1.327m. Uff, und schon geht es in Serpentinen den Berg hinauf. Und die Pyrenäen haben es in sich. Als wären sie viel mächtiger als die Alpen. Es geht immer höher, höher, höher. Und Annette wird es immer schlechter, schlechter, schlechter. Ihr wird schwindlig beim Anblick des Abgrunds neben sich. Und so kann sie keine Fotos machen, was total schade ist. Gottlob ist die Straße ziemlich breit uns sehr gut.

noch 14km bis auf den Pass

nur die Kühe sind unsere Nachbarn hier oben

Vor der nächsten Haarnadelkurve, auf 1.060m, sehen wir eine Wiese, Wasser und ein paar Kühe stehen. Ach, lass uns doch für heute hierbleiben, sagt Annette, und das machen wir dann. Hier oben haben wir kein Telefon, kein Internet und keinen Radioempfang. Die Kuhglocken bimmeln, die Fliegen summen. Es ist die heile Welt. Schön ist auch, dass ein leichter Wind geht, denn auch hier oben ist es ansonsten richtig heiß. Wir holen die Stühle heraus und setzen uns wieder in den Schatten. Auch stellen wir uns immer so, dass der Kühlschrank auf der Schattenseite ist. Im Laufe des Nachmittags kommen immer mal Wohnmobile, die sich kurz auf die Wiese stellen und dann weiterfahren. Es hat halt niemand Zeit wie wir. Später kommen auch ein paar Pferde auf die Wiese, die jeweils eine Glocke um den Hals haben. Die armen Tiere. Wir hören sie noch bis weit nach Mitternacht; deren Gebimmel will einfach nicht aufhören. Nur das Fohlen ist von einer Glocke verschont, weil es eh immer seiner Mutter nachläuft.

diese Haarnadel zum Col d'Iraty auf 1.327m

auf 1.060m bleiben wir auf dieser Wiese stehen

Pferdi stören die Autos nicht

es ist herrlich hier oben, es geht ein leichter Wind

Mutter und Kind grasen direkt neben uns


 



unsere Tagesroute ca. 82km

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