d01.jpgd13.jpgd10.jpgd08.jpgd02.jpgd18.jpgd04.jpgd14.jpgd07.jpgd06.jpgd21.jpgd19.jpgd11.jpg

Donnerstag,  22. April 2010



hätten wir vielleicht besser einen solchen Flitzer genommen

So um 9:30 Uhr sind wir wieder bei Mercedes in Bad Endorf. Wir kommen extra früh, damit wir in Ruhe die Stoßstange übersprühen und eventuell noch den Teppich staubsaugen können und gewisse Kleinigkeiten fürs Auge. Dann die Horrornachricht: Die Scheibe ist noch immer nicht drin. Die Fensteröffnung ist für die richtige Gummidichtung zu klein. Der Fensterrahmen ist etwa 5cm breit, die Dichtung aber nur etwa 2,5cm. Und guter Rat ist teuer. Nach diversen Telefonaten der Werkstatt mit Hymer stellt sich folgendes heraus: Unser Hymer ist eines von 5 Fahrzeugen, an denen in 1998 das Klebeverfahren getestet wurde. Es dann aber festgestellt wurde, dass das Klebeverfahren nicht funktioniert. Man weist mehrmals darauf hin, dass die Scheibe auf keinen Fall geklebt werden darf. Nach einer Lösung gefragt, sagt Hymer, sie würden den Rahmen der Fensteröffnung in solchen Fällen um ca. 3cm ausfräsen. Also gibt die Werkstatt nun ihr bestes und fräst den Fensterrahmen aus. Die Zeit tickt und uns läuft sie davon. In ein paar Stunden wird unser Kaufinteressent eintrudeln und wir denken mit Grauen daran, wenn bis dahin die Scheibe nicht herinnen ist. Um 16:30 Uhr meldet sich der Käufer, dass er 50km vor München ist und er also alsbald unseren vereinbarten Treffpunkt erreichen wird. In letzter Minute ist die Scheibe eingesetzt; auch schaffen wir es in großer Eile, die Stoßstange noch einmal zu lackieren. Wir erreichen 5 Minuten nach dem Käufer den Treffpunkt. Und nach einer ausgedehnten Probefahrt von fast 50 Minuten wechselt der Hymer den Besitzer. Uns fällt ein Stein vom Herzen in der Größe des Felsens von Gibraltar. Nun können wir uns endlich daranmachen, Deutschland wieder zu verlassen. Nun fragt sich nur, wer durch die verfehlte Informationspolitik seitens Hymer für den uns entstandenen Schaden aufkommen soll? Denn die Rechnung von Mercedes wird sicher nicht niedrig sein. Wir wollen auf jeden Fall versuchen, Hymer bei den Kosten zu beteiligen. Denn es wäre die Pflicht von Hymer gewesen, die Werkstatt damals in Frankreich darauf hinzuweisen, dass die Scheibe auf keinen Fall wieder geklebt werden darf.


 

(Als wir so Stunde um Stunde bei Mercedes gewartet hatten, kam dieser rote Flitzer vorbei. Und dann dachten wir, ob nicht so ein kleines flitziges Auto besser gewesen wäre als dieser Hymer Plastikbomber. Wenn man bedenkt, dass Hymer früher der Vorreiter in Sachen Wohnmobil war, ist Hymer heute einzig Massenware.)

back      |       next