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Montag, 24. Februar 2014



auf dieser Landstraße denken wir noch, dass wir nach Spanien fahren werden

Die Regen- und Sturmnacht steckt uns morgens noch ganz schön in den Knochen. Heute wollen wir ja weiterziehen und wir überlegen ernsthaft, ob wir jetzt nicht einfach schon in Richtung Spanien aufbrechen sollen? Dort ist das Wetter beständiger und irgendwann müssen wir eh nach Spanien. Wir haben die Landkarten von Spanien auf dem Tisch liegen und sehen uns schon auf diesem und jenem Stellplatz in Spanien. Unser Entschluss steht fest: Wir machen uns jetzt auf nach Spanien, obwohl wir beide unschlüssig sind, ob es die richtige Entscheidung ist. Als wir von der Landstraße auf die N120 abbiegen wollen, entscheidet Herbert ganz spontan: Ach, lass uns doch nach Norden weiterfahren, lassen wir Spanien doch sausen. Und so machen wir es; wir bleiben in Portugal und fahren weiter die Westküste hinauf.



unsere Fahrt geht weiter in Richtung Norden



Durchfahrt durch Aljezur

Zum Glück hält sich das Wetter gut. Wir kurven so dahin auf der N120, und wenn es nicht gerade Pinien sind, sind es Eukalyptusbäume, die die Straße säumen. Ein herrlich alter Baumbestand. Nach vielen Kurven erreichen wir Aljezur und sehen, dass das alte Geschäftshaus neben dem Fluss mittlerweile tatsächlich abgerissen wurde, von dem uns ein Kölner Cafébesitzer aus Aljezur erzählt hatte. (Siehe den 29. November 2012) Man hat die freigewordene Fläche schön gepflastert und hübsch angelegt. Auch existiert das kleine Café nicht mehr in seiner alten Form, sondern in einem Neubau.



die Fläche, wo das alte baufällige Geschäftshaus stand, ist schön angelegt und gepflastert worden

Wir halten dann beim Intermarché in Aljezur, wo wir Fleisch kaufen wollen. Heute ist das Fleischsortiment mal ganz gut, ansonsten gefällt uns der Intermarché in Portugal nicht so gut (in Frankreich auch nicht). Dann setzen wir die Fahrt fort; die Straße ist jetzt weniger kurvenreich. Ein Blick auf Odeceixe durch die Bäume und dann geht es auch schon über die Brücke, die über den Ribeira de Odeceixe führt und die Grenze zum Alentejo bildet. Wir bleiben auf der N120 und halten in Boavista dos Pinheiros beim Aldi an. Der erste Großeinkauf des Tages. Dann gleich noch zum Lidl kurz vor Odemira. Beladen wie die Esel geht unsere Fahrt weiter, und zwar zum Cabo Sardão. Zum schönen Leuchtturm, auf den wir morgen steigen wollen. Montags ist ja alles immer geschlossen. 



ein Blick auf Odeceixe durch die Bäume



diese Brücke geht über den Ribeira de Odeceixe



wir erreichen den Alentejo



der Alentejo hat so eine liebliche Landschaft



wir durchfahren das Dorf Cavaleiro



auf der schmalen Stichstraße sehen wir den Leuchtturm schon

Als wir auf der schmalen Stichstraße sind, die zum Leuchtturm am Cabo Sardão führt, können wir ihn schon sehen. Ach, wir lieben ja Leuchttürme. Zwei Wohnmobile stehen auf dem Parkplatz, und der Parkplatz ist ziemlich aufgeweicht von der letzten Nacht. Aber eine Engländerin ist gerade am Abfahren, sodass wir uns auf eine trockene Fläche stellen können. Schnell macht Herbert ein paar Fotos von uns mit dem Leuchtturm, denn das Wetter kann immer ganz schnell umschlagen. Oder es können plötzlich tausend Wohnmobile hier auftauchen und das schöne Bild kaputtmachen. Im Laufe des Nachmittags kommen dann noch mehrere Wohnmobile, welche kommen sogar zu dritt, aber keines bleibt da. Gut für uns.



so stehen wir am Leuchtturm von Cabo Sardão



wir stehen direkt neben einem Fußballfeld, dahinter ist schon das Meer



abends fängt der Leuchtturm an zu leuchten, immer drei Lichtkegel hintereinander

Abends kocht Herbert Spaghetti (Fusilli) mit Bolognese. Die Gardine vom Fenster, das auf den Leuchtturm schaut, ist natürlich aufgezogen, und um 18 Uhr Ortszeit fängt der Leuchtturm an zu leuchten. Schnell ist Herbert wieder mit der Kamera dabei. Der Kristallspiegel in der Kuppel sieht richtig brillant aus. Während er sich einmal dreht, wirft er drei Lichtkegel und dann sieht man die abgedunkelte Seite des Spiegels. Wie eine Christbaumkugel, was uns an das Buch der Glasbläserin erinnert. Abends kommt im ZDF der Spielfilm "Die Flut kommt pünktlich"; die Handlung spielt an der Nordsee. Eine schöne Situation: Im Fernseher der Nordseefilm, im Fenster der Leuchtturm. Schön, dass man uns hier übernachten lässt.



der Kristallspiegel ist ganz brillant und erinnert uns an eine Christbaumkugel



unsere Tagesroute ca. 66km

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