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Samstag, 23. Februar 2013



so überladen wie hier sind die Strohtransporte immer

Ganz spät und in Dunkelheit bekamen wir gestern Abend noch Nachbarn, die in der Früh, als wir um 9 Uhr draußen beim Frühstück sitzen, schon wieder weiterfahren wollen. Es sind Deutsche mit einem Pickup-Truck, und sie sagen uns, dass wahrscheinlich heute eine Karawane von etwa 1.500 alten R4s durch Zagora kommen wird. Sie hatten die vielen kleinen Autos schon gesehen auf dem Weg von der Wüste Erg Chebbi zur Erg Chegaga, südlich von hier, unterwegs auf einer Wüstenrallye. Na, da sind wir doch mal gespannt, auch wenn wir heute eigentlich über den Drâa-Fluss und auf die andere Seite von Zagora gehen wollten. Aber dann zerschlagen sich erstmal alle Pläne, denn Herbert geht es im Magen wieder ziemlich schlecht, und er dümpelt mit Magenschmerzen immerzu so dahin seit Mittwoch, als wir in Ouarzazate essen gehen waren. Am frühen Nachmittag, vielleicht 13 Uhr Ortszeit, können wir aber doch mal in die Stadt gehen und sehen prompt mehrere der kleinen Flitzer, die bunt beklebt sind und uns ja so an Frankreich erinnern. Was haben die Franzosen in den 1960er Jahren doch schöne Autos gebaut.



heute kommt eine Karawane von R4s, die aus der Wüste kommt, durch Zagora



es ist manch skurriles Fahrzeug dabei

Das Wetter ist heute auch wieder eine einzige Freude, so eine wohlige Wärme. Und im Gegensatz zu Europa, wo es im Winter in südlichen Gefilden, in Portugal, Spanien, Sizilien ja auch warm und sonnig ist, ist die Wärme hier dennoch eine andere. Denn hier ist auch die Luft bzw. der Wind warm. Hier sind die Temperaturen beständiger und legen sich immer wie eine Wärmedecke auf uns. Die Sonne brennt auch nicht auf der Haut, was im südlichen winterlichen Europa aber der Fall ist. In einem Wort: Hier galoppieren die Temperaturen nicht so von einem Tag auf den anderen. Es lässt sich hier sehr schön aufhalten und aushalten bei derzeit 23°C. Auch ist die Luftfeuchtigkeit hier ganz niedrig, tags unter 20% und kann nicht mal mehr auf unserer Temperaturanzeige angezeigt werden.



wir sitzen im Café Oscar

Wir wollen heute nicht großartig durch die Stadt rennen, sondern uns in ein Café setzen und den R4s hinterherschauen. Sie kommen in kleinen Grüppchen von jeweils nur zwei oder drei Fahrzeugen den Boulevard Mohamed V entlanggedüst. In hellgrün, gelb, orange, hellblau, allen Farben, wie man sie in den 60er Jahren hatte. Wir geben dem Café Oscar heute noch eine Chance, wo gestern ja keine Bedienung kam. Heute kommt  sie (es ist natürlich ein Mann; im öffentlichen Leben kommen Frauen ja fast gar nicht vor) prompt, und der frische Jus d'orange und der Café noir werden rasch gebracht. Das Café ist ja so hübsch gelegen neben der großen Moschee und mit Blick auf den Boulevard, wo es immer etwas zu sehen gibt für uns. wir haben dann 14 DH (1,26 EUR) zu zahlen, und Herberts Orangensaft war ja wirklich groß, siehe Foto.



in dieser Patisserie kaufen wir uns wieder ein paar Törtchen



die Auslagen sind doch wirklich üppig

Dann gehen wir die paar Schritte zur kleinen Patisserie, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, kaufen vier kleine Obsttörtchen und drei Fladenbrote und haben heute nur 14,50 DH (1,27 EUR) zu zahlen. Man kann in Marokko ja wirklich günstig leben. Und die Waren sind dabei immer so gut. Auf dem Heimweg kaufen wir noch 2kg Kartoffeln und eine Staude kleiner Bananen, 1.5kg und zahlen 24 DH (2.16 EUR). Dann sind wir wieder daheim, wo wir neue Nachbarn, Franzosen, bekommen haben. Eine ganze Ladung von ihnen, nämlich in vier Wohnmobilen.



der Junge ist der Verkäufer; er betreibt den Stand ganz allein



nachmittags genießen wir wieder das herrlich goldene afrikanische Licht und die Farben

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