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Montag, 11. Februar 2013



vom Camp sind es nur wenige Minuten in die Stadt Midelt

Wenn wir nun schon in Midelt sind, wollen wir die Stadt auch nicht auslassen auf unserer Tour. Denn sobald werden wir hier ja nicht mehr hinkommen. Wir hatten gelesen, dass Midelt mit seinem 45.000 Einwohnern eine Bergwerkstadt für Kupfer, Zinn und Bei und Handelszentrum für Mineralien ist, die hier in großer Zahl gefunden werden. Dementsprechend sehen wir dann auch mehrere Geschäfte, die Kristalle und Mineralien verkaufen. Na, für sowas haben wir keinen Sinn und glauben nicht an Kraft und Wirkung irgendwelcher Steine.



viel sehenswertes hat Midelt nicht, interessant ist es trotzdem immer für uns



die arabischen Bögen gefallen uns immer sehr

Es hatte geheißen, dass Midelt keine besonderen touristischen Attraktionen zu bieten hat, aber sehenswert sind die marokkanischen Ortschaften für uns allemal. Allein schon das Gewusel von Menschen in den Straßen ist für uns Abenteuer genug. Hier in Midelt ist nun jedes Petit Taxi in gelb, während die kleinen Taxis in Meknès alle rot waren. Auf ihren Dachgepäckträgern haben sie vier flache Holzschilder, die zusammen ein Karree bilden, und diese Schilder sind oft freihändig beschriftet und bemalt mit PETIT TAXI. Und natürlich auch in arabischer Schrift. Übrigens dürfen diese kleinen Taxis das jeweilige Stadtgebiet nicht verlassen. Überlandfahrten übernehmen dann die herrlichen Mercedesse. Und wie vollgestopft diese immer sind. Das hatten wir in Meknès gesehen. Normalerweise kann man ja bei einem Auto immer von vorn bis hinten durch die Fensterscheiben schauen. Hier nicht. Hier sind die vielen Köpfe im Weg. Die Leute sitzen zu siebt in den Mercedes-Taxis. Vier hinten, zwei auf dem Beifahrersitz und der Fahrer, der noch den besten Fahrkomfort von allen hat. Wahrscheinlich fahren die großen Taxis nicht eher los, als bis es nicht rappelvoll ist.



auf der Straße gibt es viel gebrauchtes Werkzeug zu kaufen



die Moschee ist natürlich wieder vom feinsten



auf diesem Innenhof geht es lebhaft zu

Aber jetzt sind wir ja in Midelt, und kommen gerade in diesen Innenhof, der recht gefällig aussieht. Was hier nicht alles verkauft wird. Viel altes Werkzeug, aber auch orange Wasserbehälter, die schon recht schäbig aussehen und wohl 20 Liter fassen. Aber es scheint, dass wohl doch jeder irgendwie überleben kann mit seinem kleinen Geschäft bzw. Stand.



und überall werden Dinge verkauft

Immer, wenn die Leute uns auf der Straße deutsch reden hören, kommen sie auf uns zu. Sind Sie deutsch? -- Ja. -- Willkommen in Marokko, sagen sie dann und legen ihre Hand auf ihr Herz.. / Man macht sich ja keinen Begriff, wie gastfreundlich die Marokkaner sind. Und wie viele von ihnen deutsch sprechen. Vor allem die jüngeren Leute. (Auch englisch.) Sie müssen das im Unterricht gelernt haben, denn sie können doch unmöglich alle in Deutschland gelebt haben. Wir reden dann auch immer ein paar Worte mit ihnen, damit sie auch mal hören, wie wir Muttersprachler deutsch sprechen. Wir empfinden es jedenfalls immer als eine sehr freundliche Geste, wenn sie so auf uns zukommen. Denn es ist nicht so, dass uns jeder immer gleich was verkaufen will. Sie sind einfach nur neugierig auf Fremde und gehen immer ganz unbeschwert auf sie zu.



von weitem sieht Midelt doch richtig gut aus



Cafés gibt es mehrere



in diesem Geschäftsviertel sieht alles richtig gefällig aus

Aber trotz allem werden wir hier natürlich auch angesprochen. Ob wir mal einen Berbershop anschauen wollen, wo es Teppiche, Decken, Lederwaren gibt. Nur gucken, nicht kaufen. Nur mit den Augen kaufen, so sagen sie immer. Oder Mineralien und Steine. Es ist dann manchmal schwierig, sie wieder abzuschütteln. Später vielleicht, jetzt wollen wir uns erstmal die Stadt anschauen. Aber sobald wir wieder irgendwo zu sehen sind, kommen die gleichen Leute wieder auf uns zu. Jetzt sind wir müde, sagen wir ihnen. Und dass wir ja doch nichts kaufen werden. (Denn wir wollen wirklich nichts haben. Wo sollen wir damit hin im Wohnmobil. Wir haben ja jetzt schon viel zu viel an Bord.) Irgendwann lassen sie dann von uns ab und halten Ausschau nach neuen potenziellen Kunden

die Matratzen und Betten stehen bis auf die Straße

überall kann man sich eine Tajine bestellen

das sieht doch einladend aus

die Zitronen stecken auf dem Loch im Deckel, durch das der Dunst während des Kochens abziehen kann

Wir machen uns auf den Heimweg, der ja nicht lang ist, so gut, wie der Camping Municipal gelegen ist. An diesen hübschen Tajines auf der Hauptstraße kommen wir vorbei, aber nicht an einem Foto von ihnen. Sofort werden wir umringt von den Leuten des Restaurants L'Espoir, das übersetzt Gute Hoffnung heißt. Ob sie mal eine Tajine aufmachen sollen, den Deckel hochheben. Denn wie wir schon anderswo gemerkt haben, sind die aufgestellten bzw. ausgestellten Tajines nie Dekoration, sondern ist immer das fertige Gericht darin. (Das ja direkt in diesen Gefäßen, den Tajines, gekocht wird.) Schade, dass wir jetzt überhaupt keinen Hunger haben, denn wir würden schon gern da essen, wo die Einheimischen essen. Na, vielleicht in der nächsten Stadt. Heute fahren wir nicht mehr weiter, sondern bleiben noch eine weitere Nacht auf dem Camp.

jetzt sind wir im Schneiderviertel


 


egal wie klein der Ort, Moscheen gibt es immer mehrere

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