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Samstag, 12. Dezember 2015



der Tag beginnt

Die Sonne kommt, und dann geht sie wieder. Als wir losfahren wollen, kommt sie wieder und begleitet uns. Unser heutiges Ziel ist Mértola, und damit verlassen wir die Algarve und besuchen mal wieder den Alentejo. Es geht an unzähligen Eukalyptusbäumen vorbei, und als wir die große Brücke, die über den Ribeira do Vascão geht, überqueren, verlassen wir dabei die Algarve. Es ist schon wieder so ein herrliches Licht, das die kleinen einfachen Häuser der Dörfer anstrahlt. Dann erreichen wir Mértola und wollen uns unten am Guadiana hinstellen, was wir uns mit dem dicken Phoenix nie getraut hatten. Im Ort sind heute ein paar weihnachtlicher Veranstaltungen. Der Platz unten am Guadiana ist schön und heute, am Samstag, sind einige Laute mit dem Kanu auf dem Wasser. Alles sieht so beschaulich aus, und der Fluss ist ganz ruhig.



diese Brücke bzw. der Ribeira do Vascão trennt die Algarve vom Alentejo



es geht an dutzenden Eukalyptusbäumen vorbei



Mértola kommt in Sicht



wir stellen uns direkt unten am Río Guadiana hin



Großvater und Enkel füttern die Enten



in Mértola sind alle Wege steil

Jetzt heißt es, hinaufzukraxeln in die Altstadt von Mértola. Man muss hier gut zu Fuß sein. Wir laufen dann eine große Runde um den Altstadtkern, am Uhrenturm vorbei und hin zur Festung, auf der wir vor Jahren mal waren. Vorbei an der ehemaligen Moschee - Mesquita - und durch schmale Gassen. Irgendwann kommt eine Stelle, wo uns ein kleiner Hund nicht durchlassen will. Er kläfft und kläfft und ist drauf und dran, uns in die Wade zu beißen. Annette geht zuerst los. Das giftige kleine Ding, das nicht größer ist als ein Rehpinscher, rennt immer wieder zu Annettes Bein hin. Pass auf, der beißt bestimmt, sagt Herbert, und Annette kann dem kleinen Giftpilz auch wirklich nicht den Rücken zuwenden. Es sind so zwanzig Meter zurückzulegen. Dann ist Herbert dran. Du kannst ja mit der Kamera wedeln und ihn so von dir fernhalten, ruft Annette. Aber das ist leichter gesagt als getan. So ein kleines Mistvieh. Er sieht ganz bös' aus und zeigt immerzu seine Zähne. Er ist aber kein freilaufender Hund; er gehört zu einem der Häuser. Na ja, irgendwann sind wir durch. Unbeschadet.



wir wandeln auf der Rua do Relógio - der Uhrenturmstraße


 


 



über diese Brücke kamen wir vorhin



wir wandeln an der früheren Moschee vorbei


 



schön ist es in Mértola und im Alentejo



jetzt wieder zwei Bicas

Wir suchen uns jetzt noch ein schönes Café und laufen und laufen durch die Stadt. Mal ist es uns zu schattig, mal zu einfach, aber dann findet sich das Café Esplanada, in der Nähe vom großen Kreisverkehr, wo sich die großen Tierskulpturen befinden. Der Hirsch, das Wildschwein, der Fasan, mehrere Hasen und Vögel und dies uns das. Mértola ist nämlich die Hauptstadt der Jagd - bzw. Capital Nacional da Caça. Ach ja, Mértola ist immer einen Besuch wert, und der Alentejo gefällt uns ja sowieso.  Dann sind wir zurück bei uns am Platz und sind doch immer noch die einzigen Wohnmobilisten hier. Heute Abend essen wir eine Tütensuppe mit der letzten Bockwurst, die wir noch im Kühlschrank haben. Zur Vorsicht nehmen wir die Wolldecken mit ins Bett, aber so kalt wird es dann doch nicht.



wir sitzen im Café Esplanada


 



Mértola ist Hauptstadt der Jagd



wir steigen wieder hinunter zu unserem Platz am Fluss



da unten wohnen wir heute



selbst abends kommen noch Leute und gehen mit Kanus aufs Wasser



unsere Tagesroute ca. 38km

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