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Dienstag, 08. Dezember 2015



der Blick auf Castro Marim ist von hier aus immer so schön

Um 8 Uhr macht es klick und dann hängen wir nicht mehr am Stromnetz. Als wir aus dem Fenster schauen, sehen wir, dass überall die Stromkabel abgezogen werden. Also haben wir für unsere 5 Euros nicht 24h Strom, sondern nur 21h. Nur gut, dass wir gestern schon um 11:21 Uhr hier ankamen und nicht erst am späteren Nachmittag, dann wären es noch weniger Stunden am Stromnetz gewesen. Na ja. Jedenfalls brauchen wir jetzt gar nicht mehr bis 11 Uhr hier auszuharren, weil wir eh keinen Strom mehr haben. Herbert fährt dann schon mal bis vor die Schranke, Annette läuft zum Parkautomaten, der sich außerhalb des Geländes befindet und zahlt die 4,50 EUR Parkgebühren. Wir fahren dann hinaus und wollen uns neben die Ver- und Entsorgung stellen, weil wir von da leichter an die Säule kommen. Und weil der Boden so uneben ist und wir uns in den letzten Tagen lange genug gequält hatten auf der schlechten Nationalstraße.



auf dem Stellplatz von Castro Marim sind sogar noch ein paar Plätze frei

Sofort kommt die junge Frau von gestern auf uns zu und schaut, was da vor sich geht. Wir erklären ihr, dass wir jetzt nur noch Wasser tanken wollen. Sie sagt, dass das nicht ginge, wir müssten aufs Gelände fahren und dann Wasser tanken. Wir erklären ihr, dass das hier leichter ginge und wir das Gelände ja gerade erst verlassen hätten. Wir hätten doch hier übernachtet, und wir zeigen ihr auch die Quittung vom Strom. Nein, nein, wir müssen zurück aufs Gelände und dann Wasser tanken. Annette bleibt freundlich und sagt ihr, dass wir dann ja noch mal ein Ticket ziehen und 4,50 EUR zahlen müssten. Woraufhin die junge Frau genervt die Schultern zuckt und weggeht. Wir schließen unseren Wasserschlauch an und lassen das Wasser laufen. Dann kommt ein Mann aus dem Wärterhäuschen und brüllt Herbert an, dreht den Hahn ab  und reißt gleichzeitig unseren Wasserschlauch ab. Wir sagen noch einmal, dass wir doch hier übernachtet hätten usw. Der Mann wird extrem wütend, man mag es gar nicht hier wiederholen. Er glaubt nun, dass wir endlich verschwinden würden, aber wir schließen unseren Wasserschlauch wieder an und lassen das Wasser laufen. Der Mann kommt zurück und ist drauf und dran, den Herbert zu schlagen. Jetzt werden wir auch laut. Scheiß Zigeunerpack usw. Alles andere sagen wir auf englisch, denn die junge Frau spricht etwas englisch und sieht aus wie eine Zigeunerin. Es kommt noch ein dicker Alter, der auch rumbrüllt. Eine ganze Zigeunerfamilie. Am Ende werden wir hier so sehr bedroht, dass wir alles zusammenpacken und losfahren. Wir halten dann noch vor deren Wärterhäuschen an und tun so, als würden wir die ganze Bagage fotografieren. 



es geht nordwärts auf sehr guten Straßen

Solche Streits ist man ja eigentlich gar nicht gewöhnt, und wir sind entsprechend aufgelöst. Jetzt fahren wir erstmal nach Castro Marim, wo wir im Corvo-Supermarkt einkaufen wollen. Alles für einen Eintopf. Kartoffeln, Karotten, Porree usw. Auch Äpfel und den legendären Kuchen, den wir hier jedes Jahr kaufen. Dann fahren wir weiter, und zwar zum Stellplatz Club Almada d'Ouro etwas nördlich von hier. Schließlich sind unsere Bordbatterien noch nicht voll. Hier in Castro Marim sind auf dem Stellplatz sogar noch ein paar Plätze frei, wer hätte das erwartet? Die Fahrt nach Almada de Ouro ist hübsch, und sobald man im Hinterland ist, wird die Landschaft immer gleich so schön. Die Straßen sind hier auch viel besser. Die Nacht kostet hier 4,50 EUR, Strom 2,50 EUR, ohne extra Geschiss. Die Sonne sehen wir heute zwar nicht, aber draußen sitzen können wir trotzdem. Annette macht Hausputz und reinigt auch die Felgen ein wenig. Bis zum späteren Nachmittag können wir draußen sein. Dann kochen wir die Suppe und verbringen noch viel Zeit im Internet. Es ist ein schöner Platz mitten in der Natur, und es sind nur vier weitere Wohnmobile hier. Aus Deutschland, England, Holland und Schweden.



da oben auf dem Plateau stehen die Wohnmobile vom Club Almada d'Ouro



so haben wir uns hingestellt



auch ohne Sonne können wir draußen sitzen



soll doch keiner sagen, wir hätten keinen Stil



der Stellplatz ist sehr schön und privat und vor allem sehr ruhig gelegen



alles ist tiptop angelegt hier (die Entsorgungsstation)



diesen Blick auf das Dorf Alcaria haben wir



die Kartoffeln werden geschält



unsere Tagesroute ca. 22km

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