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Freitag, 19. Dezember 2014



der Himmel wird morgens ganz rot

Eigentlich hatten wir geplant, ruhig zwei Nächte auf dem Stellplatz zu verbringen, aber so richtig schön ist es hier ja nicht. Der Autolärm war über Nacht zwar weg, aber am frühen Morgen setzt er wieder ein. Und es geht wieder so ein klirrend kalter Wind, fast schon ein Sturm. Den hatten wir in Portimão nicht. Also entschließen wir uns, schon heute nach Ferragudo zu fahren. Als wir am Vormittag losfahren, sind unsere französischen Nachbarn auch schon weg. Annette hat gestern noch alle Bücher zusammengesucht, die wir noch im Algarve Book Cellar in Carvoeiro abgeben wollen. Dahin begeben wir uns jetzt. Es ist schön sonnig, aber ziemlich kalt.



wir durchfahren Alcantarilha



es geht wieder westwärts



am Ortsanfang von Carvoeiro steht dieses hübsche Boot

Als wir Carvoeiro erreichen, sind alle Parkplätze vor dem ABC belegt. Überall sind Autos. Überall im Ort. An diesem Wochenende ist ja Weihnachtsmarkt in Carvoeiro, und der beginnt schon heute. In der Strandbucht sind ein paar Buden aufgebaut und laufen ein paar Nikoläuse umher. Wir finden dann kurz vor der Ortsausfahrt einen Parkplatz und laufen zum ABC. Diesmal geht die Suche schnell und wir gehen mit zehn Büchern wieder fort. Jetzt wollen wir die Küstenstraße nach Ferragudo nehmen, die wir sonst auch immer mit der Yamaha fahren. Alles klappt bestens, und als wir Ferragudo erreichen, wartet auch ein nettes Plätzchen auf uns. Als wir aussteigen, geht kein einziges Lüftchen. Herrlich. Der Nachbar, mit dem wir ins Gespräch kommen, erzählt uns, dass er schon seit zwei Wochen hier steht und nicht weggejagt wurde. Denn dieses Gerücht hält sich hartnäckig unter den Wohnmobilisten, aber zum Glück, denn sonst würden sie all hier stehen.



überall stehen Autos, weil in Carvoeiro der Weihnachtsmarkt beginnt



Durchfahrt durch Carvoeiro



an der Strandbucht von Carvoeiro sind die Buden aufgestellt


 



über die Küstenstraße geht es nach Ferragudo



wir durchfahren Ferragudo auf dem Weg zu der großen Wiese



hier wollen wir die Weihnachtstage verbringen

Direkt am Flussufer sehen wir das Wohnmobil der beiden Schweden - Yvonne und Ingemar - mit denen wir in Santa Luzia viele Tage verbracht hatten. Später kommen sie mit den Fahrrädern zurück von ihrem Ausflug und direkt zu uns geradelt. Eine schöne Wiedersehensfreude ist das. In der Algarve sieht man sich ja immer mehrmals. Sie erzählen uns, dass sie gestern am Stellplatz KM64 vorbeigefahren seien, und dass da nur ein einziges Wohnmobil gestanden hätte. Das waren wir, sagen wir ihnen und müssen lachen. Vor Weihnachten wollen sie auch noch dort hinfahren und ein paar Kleidungsstücke bügeln für die Weihnachtstage, die sie in einem Hotel in Lagoa verbringen werden. Es ist schön, dass wir die beiden hier so unverhofft wiedersehen.



die Wiese grenzt direkt an den Rio Arade

Heute können wir es wieder längere Zeit draußen aushalten in der Sonne und ohne Wind. Ein paar Boote tuckern auf dem Rio Arade. Es ist ja so beschaulich hier. Wir sitzen dann schon drinnen an Bord, als ein Auto der Fallschirmspringschule Alvor neben uns parkt und das Gelände neben uns mit Flatterband absteckt. Herbert geht nach draußen und fragt, welche Bewandtnis das ganze hat. Der Mann sagt ihm, dass sie morgen ein paar Sprünge machen werden und dass diese Fläche so schön eben sei. Er bittet Herbert, unseren Platz freizumachen von 9 bis 14 Uhr. Danach könnten wir hier wieder ganz normal stehen. Na gut, das machen wir; wir müssen nur ein paar Meter rückwärts fahren. Und vielleicht können wir uns das Spektakel vor unserer Haustür ja mal anschauen. Abends schalten wir den Fernseher ein, aber es kommt nix gescheites. Wir landen bei RTL (RTL ist bei uns auf Programmplatz 24, auf 23 anderen Programmen gibt's also auch nix. RTL gucken wir nur, wenn die Formel 1 dran ist. Oder Boxen.) "Wer wird Millionär - Das Zocker-Special". Bah, das nervt, dass man alle 10 Minuten sein Hirn ausschalten muss, weil die Werbung kommt. Kein Wunder, dass heute alle Alzheimer haben, wenn einem ständig der Denkfluss unterbrochen wird. Die Nacht wird wieder richtig kalt.



unsere Tagesroute ca. 29km

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