d06.jpgd04.jpgd07.jpgd01.jpgd21.jpgd08.jpgd11.jpgd18.jpgd14.jpgd02.jpgd13.jpgd10.jpgd19.jpg

Samstag, 20. Dezember 2014



jetzt gehen die Aktivitäten der Flugschule los

Was für kalte Nächte es jetzt doch immer sind. Morgens haben wir wieder nur 11°C an Bord, draußen sind es 5°C. Und bei der Kälte will man mit dem Fallschirm springen? Wir warten dann erstmal ab, ob überhaupt jemand kommt, denn um 9 Uhr ist hier noch niemand. Eine halbe Stunde später kommen sie in mehreren Autos und bauen die Motoren, die sie später auf den Rücken mit sich nehmen, aus. Wir fahren unser Wohnmobil ein Stück zurück und haben die Leute nun direkt vor unserem Fenster. Ein Gefummel ist das alles, aber irgendwann nimmt die Sache Form an. Die Leute ziehen sich dann Nikolausanzüge an, kleben sich weiße Bärte an und fliegen peu à peu in die Luft. Es gibt zwei Varianten, die sich hier betreiben: Paramotor und Paratrike. Das sind diese dreirädrigen Gefährte, in denen man zu zweit sitzen kann. Die Motoren sind natürlich recht laut, aber die bunten Fallschirme sind sehr hübsch in der Luft. Und die Kulisse von Ferragudo kommt ja noch dazu.



alles wird aufgebaut



alle stecken in Nikolausanzügen


 



man hebt auch im Paratrike ab



ein einziges Mädel ist dabei und sitzt vorne

Mittlerweile ist es draußen nicht mehr ganz so kalt. Wir tun auch ein paar Schritte. Herbert würde gern direkt am Ufer des Rio Arade stehen, aber Annette glaubt, dass es da unnötig kalt und feucht sein wird. Aber wir laufen jetzt mal dort entlang und sehen einen Platz, der richtig idyllisch ist. Mit Blick auf Ferragudo. Mit einem Berliner kommen wir ins Gespräch, der morgen von seinem Platz am Ufer abreisen will. Das wäre der ideale Platz für uns und für Rosi und Manfred. Da könnten wir unsere Wohnmobile direkt hintereinander stellen. Und es scheint hier auch windgeschützt zu sein. Wir gehen schnell zurück und fahren den Phoenix hierher.



dieses Plätzchen sollten wir für uns nehmen

Es sind bloß zehn Minuten, die wir auf dem neuen Platz stehen, als Herbert sagt: Da sind welche, die wir kennen. Annette registriert das gar nicht so richtig, geht aber wenig später auch nach draußen. Und siehe da, da steht der RMB von Rosi und Manfred. Die beiden und Herbert stehen am Ufer und schauen hinüber nach Ferragudo. Hach, was für eine Wiedersehensfreude. Dass wir einander im Juli in Deutschland gesehen haben, ist ja schon wieder eine Ewigkeit her. Dann wird beratschlagt, wie Manfred den RMB am besten hinstellen soll. Bis morgen der andere Platz frei wird. Allzu schwierig ist das alles nicht, und dann können wir zusammensitzen bei einer Flasche Rotwein. Schön in der Sonne. Wir erzählen einander alles, was wir so erlebt haben, obwohl wir per email immer in Kontakt geblieben sind und eigentlich schon fast alles voneinander wissen. Die beiden sind nun fast zwei Jahre unterwegs und mittlerweile richtig alte Hasen, was das Leben im Wohnmobil angeht. "Mir habe unterwegs viele Leute kenneg'lernt, aber ihr seid die beschde", sagt Manfred im dicksten Pfälzer Dialekt. "Freuschd du dich, dass mir wieder z'samme sin?", fragt er den Herbert, der neben ihm sitzt. Ja, wir freuen uns. Am späteren Nachmittag und bei der zweiten Flasche Rotwein haben wir schon Jacken an, denn sobald die Sonne weggeht, wird es richtig kalt. Es ist so ein hübsches Plätzchen hier, die Möwen schreien, das Wasser plätschert in ganz seichten Wellen, die Kirchglocken läuten alle halbe Stunde, die Sonne leuchtet auf Ferragudo - es ist fast schon kitschig, so schön ist es hier. Gegen 18 Uhr Ortszeit brechen wir alle auf, denn es ist einfach zu kalt jetzt. Morgen wollen wir gemeinsam nach Carvoeiro zum Weihnachtsmarkt, und wir beide gehen schon um halb neun zu Bett.



zwei Flaschen Wein und ein Rest Portwein, während es nun immer kälter wird



was für ein Idyll



der Blick auf Ferragudo ist zu jeder Stunde schön

back       |      next