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Dienstag, 31. Dezember 2013



der letzte Tag des Jahres beginnt

Die Nacht war dann doch nicht so kalt wie erwartet. Morgens ist alles in Nebel getaucht. Die Landschaft ist ja doch sehr schön hier. Um 9 Uhr ist Pedro, der Betreiber des Stellplatzes, an der Rezeption, sodass Annette ihm sagen kann, dass wir uns vom Silvestermenu abmelden möchten. Kein Problem, sagt er. Dann sagen wir es auch Rosi und Manfred, die dann eben allein gehen werden. Als Frühstück gibt es heute wieder nur einen Tee, den wir draußen einnehmen. Dann wollen wir alle mal losgehen nach Odeleite, das ja nur 2,4km entfernt ist.




wir sind unterwegs nach Odeleite, das nur 2,5km entfernt ist

Anfangs ist es ja noch richtig sonnig und schön, aber der Himmel zieht immer mehr zu. Zuerst geht es auf Asphalt, aber dann biegen wir ab auf eine Schotterpiste und haben schon mal einen ersten Blick auf Odeleite und den Stausee. An Orangen- und Granatapfelbäumen geht es vorbei. Erstere sind üppig mit Früchten behängt, letztere sind ganz kahl ohne jedes Blatt und jede Frucht. Über eine kleine Brücke geht es und dann finden wir uns an der Kirche von Odeleite wieder. Der Ort hat dörflichen Charakter, das hätten wir nicht gedacht. Richtig still ist es überall, als wäre die Zeit stehengeblieben. Manche Häuser sehen heimelig aus, andere stehen leer.



Blick auf Odeleite



wir kommen an Orangen- und Granatapfelbäumen vorbei



und schon sind wir im Ort



auf der Rua da Igreja mit Blick auf die Kirche von Odeleite



die Frau freut sich, als Herbert sie um ein Foto bittet


 



manche Ecken sind ja doch ansehnlich

Dann kommen wir an das Casa de Odeleite, das Haus von Odeleite, vorbei. Die Tür steht offen und es sieht eigentlich aus wie ein kleines Geschäft, das regionale Produkte verkauft. Eine junge Frau fragt uns, ob wir uns das Haus mal anschauen wollen? Es wäre restauriert worden und zeige, wie man früher gewohnt hätte. Es wäre mal ein Geschäftshaus gewesen. Während sie redet, sehen wir eine kleine Sonnenterrasse im Innenhof, die als Café betrieben wird. Kehren wir also erstmal auf einen Kaffee ein und schauen uns das Casa de Odeleite anschließend an. Die Frau sagt, dass alle Türen offenstünden und wir uns einfach alles anschauen sollen.



ein Blick auf den Innenhof vom Casa de Odeleite - da oben links sitzen wir



um café com leite, faz favor - einen Milchkaffee, bitte

Das machen wir dann also und sind erstaunt, wie originalgetreu alle Räume eingerichtet sind. Mit alten Möbeln, Waschschüsseln und Wasserkrügen, mit alten Waagen, einem alten Brotbackofen, mit allem. Die Räume sind klein und quadratisch, aber so heimelig. Das Haus ist befindet sich auf mehreren Ebenen; auch gibt es mehrere Außenbereiche. Richtig hübsch ist alles. Draußen lesen wir auf einer Tafel, dass das Casa de Odeleite mit EU-Geldern hergerichtet wurde. Allemal besser, als wäre das Geld in irgendwelche dunklen Kanäle geflossen. Auf unserem weiteren Spaziergang kommen wir an einer weihnachtlichen Krippe vorbei. Immer höher steigen wir dem Dorf aufs Dach und laufen dann in einem großen Bogen um Odeleite herum und stoßen irgendwann wieder auf die Asphaltstraße. Der Blick auf den Stausee ist wirklich schön.



wir schauen uns die Räume vom Casa de Odeleite an



alles ist so schön original hergerichtet



so sieht das Casa de Odeleite von der Frontseite aus



es gibt sogar diese kleine Weihnachtskrippe im Ort



selbst die Laterne wurde geschmückt



man ist immer fleißig am Werkeln



Pferdi bzw. Muli schaut uns an



der Stausee von Odeleite ist sehr hübsch

Gegen 15 Uhr sind wir wieder daheim und machen es uns gemütlich. Jetzt sind wir ganz froh, abends nicht nochmal loszumüssen. Immer wieder fängt es zu nieseln und auch zu regnen an, aber wenigstens ist es nicht kalt. Um halb neun Ortszeit klopfen Rosi und Manfred an unsere Tür, wollen uns alles Gute fürs neue Jahr wünschen und jetzt zum Menu gehen. Sie haben sich schick gemacht. Nach Nudelsalat mit Bockwurst schalten wir auch mal den Fernseher ein und lassen das Jahr ausklingen. Rückblickend können wir sagen, dass 2013 das beste Jahr für uns war seit dem Ausstieg. Wir haben den Gerichtsprozess gewonnen, mussten nicht mehr nach Deutschland zurück für irgendwelche Gerichtstermine wie in den drei Jahren davor, dann das Abenteuer Marokko, dann die Geburt unseres zweiten Enkelkindes, unsere kleine Deutschlandtour, dann die schönen Aufenthalte auf L'Eglantière und Almanat, und dann die gemeinsame Zeit mit Rosi und Manfred. Und Portugal selbst tut uns auch immer wieder sehr gut. So unbeschwert kann das neue Jahr weitergehen für uns. Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr. Wir selbst gehen um 22:20 Uhr zu Bett und nehmen das Telefon mit, damit wir um Mitternacht mit den Lieben daheim telefonieren können.



auf dem Heimweg (wir beschließen das Jahr 2013 mit dem 4274. Foto)

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