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Freitag, 20. Dezember 2013



der Tag beginnt am Praia da Amado

Heute wollen wir uns ja mal wieder auf den großen Rundweg machen. Immer die Küste entlang, nur dass wir diesmal Rosi und Manfred mitnehmen. Wir hatten ihnen schon immerzu erzählt, dass dies unser liebster Weg an der Costa Vicentina ist. Um 11 Uhr treffen wir uns. Habt ihr alles dabei? Rosi, hast du deine Kamera?, fragt Annette, weil Rosi gar nicht ihre Kamera um den Hals hängen hat. Nein, Rosi hat Fotografierverbot, denn Manfred weiß nicht mehr wohin mit den vielen Fotos. Aber um Gottes willen; dies ist doch der schönste Wanderweg überhaupt, sagen wir ihnen, und so holt Rosi schnell ihre Kamera und los geht es.



wir sind auf dem Weg entlang der Costa Vicentina



heute zeigt sich der Atlantik von seiner wilden Seite



immerzu krachen die Wellen gegen die Felsen

Das Wetter ist wieder richtig gut, keine Wolke am Himmel. Aber bei knapp 15°C ist es nicht so richtig warm. Egal, wir sind guter Dinge. Das Meer ist sehr lebhaft; die Wellen krachen mit unbändiger Wucht gegen die Felsen. Die Holzterrasse bzw -plattform von gestern lassen wir jetzt aus, aber auf alle kommenden Terrassen will Manfred gehen. Sie sind aber auch zu schön angelegt, vor allem immer an so spektakulären Stellen. Es ist sagenhaft, wie das Wasser an den Felsen hochschlägt. Als würden die Felsen gesprengt. Silvesterfeuerwerke sind nicht so umwerfend wie das, was wir heute zu sehen bekommen. Und bei den besten Momenten hat man ja nie die Kamera zur Hand.


 



was für ein Schauspiel



wir gehen auf jede einzelne Holzterrasse


 



diese Treppe führt hinunter zum Wasser



hier haben sich Leute fünf Hütten gebaut



wo die Hütten sind, ist es windgeschützt


 


 

Wir gehen also auf jede einzelne Plattform, und es gibt so zehn oder zwölf von ihnen. Manchmal schießt die Gischt so hoch, dass wir alle eingesprüht werden. Wir haben jede Menge Salz auf den Lippen. Manchmal schimmern auch alle Regenbogenfarben in der aufsprühenden Gischt. Wir haben ja schon einiges erlebt am Atlantik, aber heute zeigt er mal wieder so richtig sein Temperament. Wir haben auch den Eindruck, dass Rosi und Manfred solche Wellen und so eine Wildheit noch nie vorher gesehen haben. Wir fragen Rosi, wie schlimm es für sie gewesen wäre ohne Kamera. Sie glaubt, dass sie Manfred wohl gevierteilt hätte. Mindestens. Sie nimmt auch ein paar kleine Filmsequenzen auf, aber der Wind zerrt so an ihrem Arm, dass die Aufnahmen wohl alle verwackelt sein werden. Es ist ein großes Spektakel, was der Atlantik uns heute bietet, das man wohl nicht alle Tage sieht.



wir werden oft angesprüht von der Gischt



überall sind tolle Holzwege angelegt



die Kamera bekommt Herbert heute nicht aus seinem Gesicht



es ist ein irres Getöse, wenn das Wasser hochschießt


 



wir erreichen Praia da Bordeira, den Nachbarstrand

Irgendwann sind wir am Praia da Bordeira, dem benachbarten Strand, angelangt, und gehen auf die allerletzte Plattform unseres Wanderwegs. Im Wasser sind zwei Kitesurfer, die über die Wellen fegen. Ganz oft reißt der Wind sie in die Höhe, und wir hören die beiden Surfer schreien vor Begeisterung. Auf dieser letzten Plattform werden wir alle besonders nass von der Gischt. Auch wird der Wind immer kälter an den Ohren. Aber jetzt geht es ja ins Dorf, nach Carrapateira, und der Weg liegt geschützter. Alle können aufatmen. Unser Ziel ist das kleine Café Bravo auf dem Dorfplatz, das noch niemals geschlossen war. Es ist auch jetzt geöffnet und es findet sich ein Tisch in der Sonne für uns. An der Theke geben wir unsere Bestellungen auf. Drinnen im Café sind kleine Weihnachtsdekorationen zu sehen; das freut uns immer. Draußen ist an allen anderen Tischen nur deutsch zu hören, was Rosi und Manfred überrascht. Mit den älteren Leuten am Nebentisch kommen wir kurz ins Gespräch und erfahren, dass sie seit 4 Jahren hier an der Westalgarve wohnen, vorher viele Jahre an der Ostalgarve bei Tavira. So, jetzt liegt noch das letzte Stück Weg vor uns; um 16 Uhr sind wir daheim und können wir noch eine Weile draußen in der Sonne sitzen. Während unserer Abwesenheit sind alle anderen Wohnmobile bis auf eines abgereist. Gut so. Der Abend wir dann sehr kalt, weil ja keine Wolke am Himmel ist. Als Herbert um 21 Uhr noch etwas von draußen holt., bringt er eine ungewohnte Kälte mit an Bord.



jetzt machen wir uns auf ins Dorf Carrapateira



auf dem schönen Dorfplatz von Carrapateira



im Café Bravo gibt es ein paar weihnachtliche Dekorationen



es ist herrlich draußen in der Sonne, ohne jeden Wind



ein schöner Sonnenuntergang wartet auch noch auf uns

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