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Montag, 30. Dezember 2013



es geht zur Autobahn, der A22 nach Osten

So, heute wollen wir aufbrechen zu neuen Ufern und dem Krach auf dem Stellplatz entgehen. Den vielen Generatoren, die vor allem abends laufen, teils bis 22 Uhr Ortszeit. Unser Ziel ist ziemlich weit entfernt, an der Ostalgarve, bei Alcoutim. Gegen 10 Uhr sind wir alle fertig. Auf der Fahrt zum Lidl tanken wir noch Gas bei Galp auf der großen Rua de Angola. Wir haben schon wieder 25 Liter verbraucht seit dem 10. Dezember. Dann einkaufen beim Lidl und Aldi und es kann losgehen. Wir haben uns auch entschieden, die A22, die Autobahn zu nehmen, egal, wie es jetzt ist mit dem neuen Mautsystem, durch das eh niemand steigt. Über die Autobahn sind die 108km ja viel schneller bewältigt als über die Nationalstraße. Die vielen Kreisverkehre, Ampeln und Erhöhungen in der Straße, die wir uns ersparen wollen.



von der Autobahn aus sieht die Brücke, die über den Río Arade geht, auch richtig schön aus

Der Blick auf die Brücke, die in Portimão über den Río Arade geht und über die wir in den letzten Tagen und Wochen so oft gefahren sind, ist von weitem auch richtig schön. Wir kommen dann auch sehr gut voran, was kein Wunder ist auf der fast autoleeren Autobahn. Es fährt ja kaum noch jemand auf der seit zwei Jahren mautpflichtigen Autobahn. Die Verkehrszahlen sind seit Dezember 2011 um zwei Drittel zurückgegangen. Der Name "Via Infante de Sagres", so heißt die A22, bezieht sich auf Dom Henrique O Navegador bzw. Heinrich den Seefahrer. Irgendwo unterwegs sehen wir sogar eine Büste von ihm. Und zwei Rastplätze, die aber völlig menschen- und autoleer sind.



es sind jeweils kleine Beträge, aber die Fahrt von Portimão bis zur Grenze läppert sich auf 15,40 EUR für Wohnmobile



die Autobahn nennt sich Via Infante de Sagres

Vorbei geht es an Albufeira, Faro, Olhão, Tavira, bis es heißt, nur noch 3km bis Espanha. Wir wollen schnell noch über die Grenze nach Spanien, um bei der Saras Tankstelle an der Autobahn zu tanken, wo der Sprit immer besonders günstig ist. Heute liegt der Diesel bei 1,29 EUR. Am 18. November, als wir nach Portugal eingereist waren, lag er bei nur 1,23 EUR. In Portugal liegt er jetzt bei 1,39 EUR. So, jetzt wieder zurück nach Portugal und auf die IC27, die nach Norden geht. Unser Ziel ist ein Stellplatz am Stausee von Odeleite, wo man sogar Strom hat. Die Fahrt ist sehr hübsch, das Land so hügelig und überall ist Wasser von verschiedenen kleinen Stauseen zu sehen.



in Spanien sind die Spritpreise günstiger, besonders direkt hinter der Grenze bei der Saras Tankstelle



ein kleines romantisches Häuschen direkt am Grenzfluss, dem Río Guadiana



jetzt geht es auf der IC27 nach Norden



durch das kleine Dörfchen Fonte da Penedo geht es . . .



. . . und dann sehen wir schon den Stellplatz mit kleinem Restaurant dort oben

Die Überraschung ist dann groß, als wir merken, dass es sich gar nicht um den Stellplatz aus Manfreds Stellplatzführer handelt. Wir hatten uns aus dem Internet die Koordinaten aufgeschrieben und sind nun nicht in Odeleite gelandet, sondern bei einem kleinen Dörflein namens Fonte da Penedo. Aber egal, hübsch ist es hier auf den zweiten Blick auch, und Strom gibt es hier ebenso. Der Betreiber sagt uns, dass es morgen ein Silvestermenu geben wird. Herbert sagt Manfred, dass wir nicht daran teilnehmen wollen: wir bleiben ja nicht mal bis Mitternacht auf. Silvester bedeutet uns herzlich wenig und wir sind meistens um 23 Uhr im Bett. Aber dann, bei der Anmeldung auf dem Stellplatz und überhaupt, lassen wir uns überreden, am Menu teilzunehmen. 30 EUR pro Person, und es hätten sich bereits 35 Personen angemeldet. Platz wäre für 68 Leute.



heute essen wir mal wieder draußen - Nudelsalat, Reissalat und Spanferkel

Nachmittags, wir sind hier um halb zwei Ortszeit angekommen, sitzen wir draußen und lassen nebenbei die Eier und Nudeln für einen Nudelsalat kochen. Am frühen Abend können wir alle draußen essen, Nudelsalat mit Spanferkel. Rosi hat Reissalat gemacht, von dem auch reichlich gegessen wird. Es wird wieder sehr schnell zu kalt für draußen. Als der Abwasch fertig ist und wir mit unseren dicken Bäuchen auf dem Sofa liegen, kommen uns Zweifel am Silvestermenu. Das viele Essen in den letzten Tagen, der Trubel in der Silvesternacht, den wir gar nicht mögen (Annette nennt ihn immer die apokalyptische Fröhlichkeit), und vor allem die Zeitverschiebung. Wir leben ja nach der mitteleuropäischen Zeit und sind dem Land eine Stunde voraus, was bedeutet, dass nach unserer Zeit erst um 1 Uhr Mitternacht ist. Wollen wir so lange aufbleiben? Wohl eher nicht. Morgen früh will Annette mit dem Betreiber reden und uns wieder abmelden vom Silvestermenu.



Prost



unsere Tagesroute ca. 131km

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