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Samstag, 07. Dezember 2013



wir gehen wieder nach Silves hinein

Beim Blick auf den Wecker vertut sich Annette mal wieder völlig. Für sie sieht die Uhrzeit aus wie kurz vor halb acht. Zeit zum Aufstehen also. Und so geht sie aufs Klo, schaltet das Radio ein, die Heizung, den Laptop, legt sich die Kamera zurecht. Die Wanduhr scheint stehengeblieben zu sein; das tut sie öfters mal. Sie steht auf kurz nach vier. Dann fängt sie an zu schreiben und sieht dabei zufällig die Uhrzeit auf dem Laptop: 4:17 Uhr. WAS? Ist sie zu so nachtschlafender Zeit aufgestanden? Aber jetzt mag sie sich auch nicht wieder hinlegen, ist ja schon voll drin im Schreiben und ist auch erst um 5:45 Uhr fertig damit. Jetzt geht sie wieder zurück ins Bett und es ist noch genauso stockdunkel wie um vier oder auch um halb acht Uhr morgens. Der Wecker hat übrigens Zeiger, keine Zahlen, und das ist ihr schon öfter mal passiert mit dem Vergucken. Jetzt schläft sie bis 9 Uhr. Der Herbert übrigens auch.



heute ist großer Markttag in Silves

Dann stehen wir auf und haben heute früh auch keine Eile. Unsere beiden Nachbarn wollen heute das Castelo besichtigen, ohne uns, denn wir waren ja vor ein paar Jahren schon mal dort. Nach einem späten Frühstück wollen wir aber auch nochmal in die Stadt gehen. Silves hat ja doch seinen ganz eigenen Charme. Und weil es gestern so irre warm war, sind wir heute wieder genauso leicht angezogen. Die Temperaturen sind jetzt um halb elf Ortszeit aber viel niedriger als gestern. Wir kommen dann auch wieder an der Markthalle vorbei und samstags ist wohl immer großer Markt. Überall sind Stände aufgebaut, vor allem draußen vor der Markthalle. Der Oktopus am Fischstand sieht ja wirklich ungeheuerlich aus. Wir wandeln dann weiter durch die Gassen, sollen auch ein Restaurant ausfindig machen, in das wir alle abends gehen wollen.



Feigen werden verkauft



der Oktopus sieht ja schauerlich aus



Obst und Gemüse im Überfluss


 



überall sind Stände aufgebaut



Hähnchen liegen auf dem Grill



wir wandeln durch die Gassen



ein mobiler Kastanienverkaufswagen (das 4000. Foto des Jahres)



auf der Rua Elias Garcia

Wir finden dann auch eines, das sehr gemütlich aussieht. Das Restaurante Tasca do Béné. Als wir auf die Öffnungszeiten schauen, sind wir überrascht, dass es heute am Samstag nur bis 16 Uhr geöffnet ist und sonntags überhaupt nicht. Ein besseres als dieses finden wir dann in ganz Silves nicht. Wir gehen weiter und es ist ganz ungewohnt, nach knapp drei Wochen mal wieder ganz allein für uns zu sein. Auf dem Platz mit dem großen Brunnen, der an die Zeit der Mauren erinnert und entsprechende Schriftzüge in arabisch aufweist, sehen wir Granatäpfel an den Bäumen hängen. Aber nur noch ganz oben; die anderen wurden längst gepflückt. Es ist ein hübscher Anblick, die roten Granatäpfel im frühlingsgrünen Laub der Bäume. Überhaupt haben wir heute das Gefühl, als stünde uns der Frühling vor der Tür. Es gibt noch zwei weitere Brunnen auf dem großzügigen Platz, die auch eingeschaltet sind.



dieses schöne Restaurant machen wir ausfindig



ein Blick ins Tasca do Béné



Figuren sollen an die maurische Vergangenheit der Stadt Silves erinnern



an den Bäumen hängen noch ein paar Granatäpfel



von überall hat man den Blick aufs rötlich schimmernde Castelo



alles ist schon so frühlingshaft

Wir wollen noch schnell zum Lidl gehen und eine Flasche Weinbrand und Portwein kaufen. Diesmal nehmen wir Tawny Port, letztens hatten wir White Port. Dann kommen wir auch am Parkplatz vom Castelo vorbei. Da hatten wir früher ganz allein mit dem Wohnmobil gestanden, aber jetzt stehen da elf Wohnmobile. Schlimm, wie die sich überall immer mehr ausbreiten. Zum Abschluss wollen wir noch in eines der Cafés auf dem Largo Coronel Figueiredo einkehren. Mit Sack und Pack, denn wir haben ja die beiden Schnapsflaschen dabei. Wir entscheiden uns für das Art' aska Lounge Caffé, wo so schöne Musik spielt. Wir sitzen halb unter einem roten Sonnensegel, aber heiß ist es mittlerweile dennoch. Heute Abend um 22:30 Uhr spielt hier Live Musik (zwei Engländer mit Akustikgitarre) und am Mittwoch ist Fado-Abend. Das alles erzählt uns die Besitzerin des hübschen Cafés und wir sehen auch die entsprechenden Plakate. Die Musik, die wir jetzt hören, ist so herrliche Lounge Music, dass Annette mal nachfragt, wer das singt? Es ist ein Album von Laura Fygi; die Cafébesitzerin zeigt Annette sofort alles und schreibt auch den Namen auf. Wir bleiben noch eine ganze Weile sitzen und genießen den schönen Tag. Dann gehen wir heim, wo Rosi und Manfred schon draußen in der Sonne sitzen. Die beiden gehen später nochmal los, und zwar zum Stellplatz, den es hier geben soll. Nach einiger Zeit sind sie zurück und erzählen vom Stellplatz, der etwa 300m von hier entfernt ist, 6 EUR kostet mit Strom, WIFI, eigenem Strom- und Wasseranschluss auf jeder Parzelle. Morgen wollen wir alle nach dort umziehen und nicht mehr wie die Zigeuner hier stehen. Jetzt steht uns erstmal eine kalte Nacht ins Haus.



jetzt stehen die Wohnmobile sogar schon auf dem Parkplatz vom Castelo



rapide fallen die Straßen ab



wir kehren ins Art' aska Lounge Caffé ein



wir sitzen so herrlich in der Sonne



gut, dass Annette ihr neues Hüetli mitgenommen hat



auf der alten romanischen Brücke, die über den Ribeira de Arade geht



die Brücke erstrahlt in schneeweiß



der Rio Arade nimmt sich hier in Silves nur als Flüsschen aus, besonders wenn Ebbe ist

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