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Dienstag, 10. Dezember 2013



die Fahrt geht durchs Land

Weil ja ab morgen und bis Samstag ein Tief kommen und viel Regen bringen soll, überlegen wir, ob wir diese Zeit hier auf dem Algarve Motorhome Park absitzen sollen oder woanders hinfahren sollen. Dem Herbert wird es hier auf dem Stellplatz zu langweilig, und irgendwie hat er ja auch recht. Er möchte gern mal wieder das Meer sehen. Und so überlegen wir, ob wir nach Boca do Rio fahren sollen? Manfred und Rosi können ja hierbleiben, Rosi muss eh auskurieren, aber wir könnten ja vorfahren und uns in ein paar Tagen wiederfinden. Und falls es ihnen da nicht gefällt, haben wir schon ein paar Tage dort verbracht und können weiterziehen. Wir erzählen Manfred unsere Pläne und erklären ihm, wie man nach Boca do Rio kommt. Alles klar. Die beiden werden wohl noch bis Samstag bleiben und dann nachkommen. Gegen 11 Uhr fahren wir los, lassen Rosi noch eine große Portion Hühnersuppe da und Manfred ruft uns hinterher: Genießt die Zeit, die ihr allein seid. -- Machen wir, ha ha.



bei BP in Lagos füllen wir unsere Gasflaschen auf

Wir fahren dann oben herum, über Odelouca und Porto de Lagos, weiter. Nicht auf der Straße, die wir am Freitag gekommen waren. Alles ist ländlich hier, die Straße nicht ganz so gut, aber ruckzuck sind wir dann wieder auf der N125. Wir kommen gut voran, es ist wenig Betrieb auf den Straßen. Aber was für ein Wind geht. Palmen und Bäume biegen sich im Wind. Unser erstes Ziel ist die BP-Tankstelle in Lagos, wo wir Gas tanken und auch den Kanister für den Generator auffüllen. Wo Herbert zwei Zeitungen mitnimmt, die an der Kasse ausliegen: Das Tomorrow Magazine und den Algarve Resident.  Annette freut sich über die neue Zeitungslektüre. Jetzt noch zum Aldi in Lagos und dann kommt für uns die schönste Region der Algarve, weil sie so dünn besiedelt ist und man hier noch die Freiheit spürt, die man mit dem Wohnmobil kaum noch irgendwo hat.



hinter Lagos gefällt uns die Algarve am besten

Der Himmel zieht immer mehr zu, es wird richtig düster und immer stürmischer. Jetzt ist es ja nicht mehr weit, Almádena, Budens und schon sehen wir den Intermarché. Wenige Meter danach biegen wir ab nach Boca do Rio, sind gespannt, was uns da erwartet. Die Straße zieht sich hin und ist von herbstlich gefärbtem Gestrüpp gesäumt. Dann sehen wir die Bucht von Boca do Rio, und auch, dass nur wenige Wohnmobile da sind. Dafür umso mehr Kühe, die auf der Wiese und auf der Straße stehen. Es kümmert sie auch nur wenig, dass wir an ihnen vorbeifahren wollen oder müssen.



diese Stichstraße führt zur Bucht von Boca do Rio



Ankunft in Boca do Rio

Dann kommen wir zum Stehen, steigen aus und  hach, was für ein Gefühl. Die Salzluft drückt mit einer Wucht in unsere Nasen, der Wind ist mittlerweile ein Sturm, die Wellen tosen und brechen gegen den Strand. Es ist eine hübsche Bucht. Aber man hört sein eigenes Wort fast nicht, so tobt der Sturm. Wir essen uns dann erstmal die Hühnersuppe und machen es uns an Bord gemütlich. Blättern durch die Zeitungen, die jetzt in der Dezemberausgabe voll sind von Weihnachtsgrüßen, Weihnacht- und Silvestermenus und so weiter. Dann melden wir uns auch bei Rosi und Manfred und erfahren von ihnen, dass sie noch bis Freitag bezahlt haben und dann mal schauen, ob und wie es weitergeht. Bei uns passiert heute nicht mehr viel; die Fernsehantenne fahren wir natürlich nicht aus, und wir sind tatsächlich schon um halb acht im Bett. Der Wind zerrt und rüttelt die ganze Nacht am Phoenix, aber kalt wird die Nacht nicht. Nach langer Zeit stehen uns mal milde Nachttemperaturen ins Haus. 



so stehen wir hier



immer stürmischer wird es


 



unsere Tagesroute ca. 52km

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