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Montag, 23. Dezember 2013



ein letzter Blick auf Carrapateira, als wir Praia da Amado verlassen

So, heute werden wir die schöne Bucht von Praia da Amado also verlassen. Gegen 10 Uhr Ortszeit sind wir bereit zum Abflug. Aber wenn wir so in den Himmel schauen, mögen wir nicht recht glauben, dass das Wetter ab morgen so schlecht werden soll. Ob es nicht ein Fehler ist, unseren schönen Platz aufzugeben? Vor allem, weil wir ihn so gut wie allein für uns hatten.  jetzt sind wir halt auf der Straße und auf dem Weg nach Portimão. Unser erstes Ziel ist der Lidl in Vila do Bispo, obwohl wir eigentlich nichts brauchen. Aber 25 EUR lassen wir schon wieder da. An der Kasse sagt Annette Boa Natal (frohe Weihnachten) zur Kassiererin, die sich darüber freut.



ein Blick auf Raposeira während unserer Weiterfahrt

Dann sind wir wieder auf der N125 auf dem Weg nach Lagos. Unser Ziel ist die Ponta da Piedade, wohl es die wohl schönsten Felsformationen der Algarveküste zu bewundern gibt. Die wollen wir Rosi und Manfred zeigen, denn für die beiden geht es nach den Feiertagen nur noch ostwärts auf ihrem Weg nach Marokko. Man kann an der Ponta da Piedade gut mit dem Wohnmobil parken, nicht übernachten, und die Fahrt dorthin ist in Lagos gut ausgeschildert. Der Leuchtturm an der Ponta da Piedade ist schon mal ein herrlicher erster Eindruck.



wir lieben die Westalgarve, alles was hinter Lagos liegt



Ankunft an der Ponta da Piedade bei Lagos

Annette hatte die beiden schon vorgewarnt, dass es die Treppen zu den Felsgrotten in sich haben, dass sie am besten ein Flasche Wasser mitnehmen. Das tun sie jetzt, aber dann ist der Abstieg gar nicht so arg. als wir vor zwei Jahren hier waren, steckten uns vielleicht schon die 5km Fußweg vom Stellplatz in Lagos nach hierher in den Knochen. Herbert bleibt heute oben stehen, nur Annette steigt mit hinunter, denn die bizarren Felsformationen sind ja immer wieder sehenswert. Diesmal ist Ebbe, sodass man den untersten Sockel heute mal sehen kann. Bei unserem letzten Besuch war dieser fast ganz überspült von Wasser.



diesmal bleibt Herbert oben an den Klippen



bei Ebbe ist die unterste Plattform über Wasser



es gibt die bizarrsten Felsformationen hier

Wir steigen dann wieder hinauf, wo Herbert schon ungeduldig auf seine Kamera wartet. Er hatte nur die kleine Connie, die Canon Ixus, zur Verfügung. Es ist ein wunderbarer Anblick, als sich die Sonne wieder zeigt, denn sie verschwindet so langsam hinter Wolken. Ein kleines Fischerboot kommt noch angetuckert, was das Gesamtbild zu einem wahren Postkartenmotiv macht. Es ist auch wieder ein Unding, wo die Leute überall herumklettern auf den Felsen. Als wären noch nicht genug von ihnen abgestürzt über die Jahre.


 


 



ein Blick auf den Leuchtturm an der Ponta da Piedade

Nachdem wir uns ausgiebig umgeschaut haben, setzen wir unsere Fahrt fort. Fahren extra mal durch Lagos, damit Rosi und Manfred die Stadt wenigstens mal ein wenig gesehen haben. Vorbei geht es an der schicken und schönen Avenida dos Descobrimentos, der Avenida der Entdeckungen. Eigentlich hätten wir Weihnachten ja auch in Lagos verbringen können, aber Annette findet den Stellplatz von Lagos nicht gut genug für die Feiertage. So neben dem Stadion und der großen hässlichen Brachfläche. Und so soll es eben Portimão sein. Hinter Odiáxere gibt es auch endlich wieder Orangen und Mandarinen am Straßenrand zu kaufen; das hatten wir am 10. Dezember vermisst, als wir hier unterwegs waren. Jetzt kaufen wir ein 5kg Netz Orangen für 3 EUR und eine Kiste Mandarinen für 2,50 EUR. Rosi gibt auch noch 3 EUR aus, und so haben die Einheimischen in zwei Minuten 8,50 EUR eingenommen. Wieder sagt Annette Boa Natal, und eine ältere Frau, wohl die Omi der jungen Verkäuferin, legt ihre Hände auf ihr Herz und freut sich, wünscht Annette auch eine frohe Weihnacht und hat noch ein paar mehr Worte auf portugiesisch für sie.



wir durchfahren Lagos



auf der schicken Avenida dos Descobrimentos in Lagos



endlich können wir wieder am Straßenrand Orangen kaufen



über die schöne Brücke über den Río Arade ging es . . .

So, jetzt noch schnell zur Autowäsche in Ferragudo, damit der Phoenix sich wieder sehen lassen kann über Weihnachten und überhaupt. Dann durch Portimão und schon finden wir uns am Stellplatz von Praia da Rocha wieder. Jetzt ist es natürlich deutlich voller als vor über zwei Wochen, aber wir können zwei Stellplätze finden, die nebeneinander liegen. Dumm nur, dass die Belgier sich auf dem angrenzenden Platz so breit gemacht haben; ihre Siebensachen stehen schon auf unseren beiden Plätzen. Während Manfred noch beim Ver- und Entsorgen ist, sprechen wir die Belgier an und bedeuten ihnen, dass sie sich an die gelben Markierungen halten müssen, dass sie ihre Sachen zu sich auf den Platz stellen müssen. Aber die Frau wird gleich bös` und giftig. Mit ihr ist nicht zu reden, und in welcher Sprache auch, wenn wir kein französisch können. Gehen wir also zum Platzwart, der uns auch bestätigt, dass man sich an die gelben Markierungen zu halten hätte. Manfred hat seinen RMB derweil hinter uns, nicht neben uns gestellt. Der Platzwart kommt und spricht mit der Belgierin, wird von ihr ganz schäbig behandelt, dass man sich schämen muss. Am Ende rücken die Belgier ihr Zeug auf ihrem Platz zusammen, wir rücken auf innerhalb der Markierungen, werden als blöde Deutsche bezeichnet, aber der größte Witz ist, dass Manfred gar nicht mehr aufrückt in die entstandene Lücke. Warum haben wir denn überhaupt so gestritten? Doch, damit wir Tür an Tür stehen können. Für uns allein hätten wir so ein Theater nicht veranstaltet. Na egal jetzt, morgen redet keiner mehr davon. Und vielleicht haben wir ja Glück und der Platz neben uns bleibt über die Feiertage frei? Es steht uns eine milde Nacht ins Haus; es ist kein bisschen kalt draußen.



. . .  und hin zur Autowaschanlage in Ferragudo



drei schöne Brücken führen in Portimão über den Río Arade



Durchfahrt durch Portimão auf dem Weg zum Stellplatz in Praia da Rocha



unsere Tagesroute ca. 58km

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