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Mittwoch, 18. Dezember 2013



der Tag beginnt am Praia da Cordoama

Nach einer unruhigen Nacht gibt das Meer auch jetzt am Morgen keine Ruhe. Die Wellen kommen ununterbrochen herein. Eigentlich hatten wir heute - sogar schon gestern - vor, zur Nachbarbucht namens Praia do Castelejo zu laufen, und zwar am Strand entlang und an den Felsen vorbei. Allerdings geht das nur, wenn Ebbe ist. Einen Tidenkalender haben wir auch, und dort steht, dass die Ebbe am niedrigsten um 8:40 Uhr ist. Wir könnten also am Vormittag loslaufen, und allzu weit ist ja nicht zu laufen. Aber wenn wir uns die Wellen so anschauen, machen sie nicht den Eindruck, irgendwann zahmer zu werden. Herbert geht mal mit dem Fernglas los und schaut von einem der höheren Felsen, wie die Lage ist. Ob man an den Felsen am Strand überhaupt vorbeikommt. Als er mit dem Fernglas zurückkommt, meint er, dass es mit der Wanderung nichts wird. Das Wasser geht nicht weit genug zurück, und wir wollen uns und niemanden irgendeiner Gefahr aussetzen. Wahrscheinlich geht das alles nur im Sommer, wenn das Meer ruhiger ist und nicht so stürmisch wie jetzt im Winter. Außerdem ist ja gerade Vollmond, da sind die Gezeiten eh stärker. 

Es sieht auch gar nicht so aus, als würde es ein schöner Tag werden. Es ziehen schon wieder Wolken auf, und da finden wir es hier am Praia da Cordoama etwas langweilig; man kann nicht viel unternehmen hier. Da wären wir am Praia da Amado besser aufgehoben; dort hat man mehr Auslauf und einen schöneren Blick auf die Bucht. Und so packen wir am späten Vormittag alles zusammen, schnappen uns Rosi und Manfred und auf geht es. Die paar Kilometer sind ja schnell gefahren. Unterwegs ist noch der Akku der Kamera leer; dass sowas auch immer während der Fahrt passieren muss. Dann biegen wir ab zum Praia da Amado und sind gespannt, was uns erwartet.



es geht zurück nach Vila do Bispo und zur Küstenstraße



noch ein kleiner Eindruck von Vila do Bispo - die beiden Mühlen da oben sind übrigens bewohnt



alle Bäume sind Windflüchter, weil hier immer ein Wind geht



Ankunft am Praia da Amado

Wir sind überrascht, dass so wenige Wohnmobile da sind. Vielleicht fünf oder sechs. Wir bekommen sogar noch einen Platz in erster Reihe, ganz außen. Rosi und Manfred suchen sich einen Platz, wo wenig Wind geht, aber da können sie lange suchen. Wind geht hier praktisch immer. Sie stehen dann mit dem Rücken der Lange nach hinter uns. Na, im Windschatten vom Phoenix lässt es sich aushalten. Wir sitzen dann eine Weile draußen; Annette überträgt schnell den gestrigen Tag, weil wir doch in der Früh kein Internet hatten. Dann gehen wir auch mal an den Strand, der uns immer wieder gefällt. Am Praia da Amado waren wir ja schon so oft. Jetzt ist die Amadobar natürlich geschlossen, wie überhaupt alles einen verlassenen Eindruck macht. Den Nachmittag verbringen wir an Bord, aber als wir zu Abend essen wollen, kommt Rosi und fragt uns, ob wir um viertel acht auf eine Flasche Wein zu ihnen kommen wollen. Wann ist viertel acht? Um 19:15 Uhr? Oder ist es viertel nach acht? Deutscher oder portugiesischer Zeit? Rosi sagt: fünfzehn Minuten nach neunzehn Uhr, Ortszeit. Annette amüsiert sich, und dabei hat sie in Ostzeiten auch immer viertel acht (19:15) und dreiviertel acht (19:45 Uhr) usw. gesagt, sich das dann aber irgendwie abgewöhnt, wobei die Bayern auch immer viertel und dreiviertel sagen und nicht viertel nach oder viertel vor. Ist doch ganz leicht, oder? Heute Abend köpfen wir nur eine einzige Flasche Rotwein und werden beim Heimweg von den beiden noch bis vor unsere Haustüre gebracht. Die Nacht ist mild - das Meer ist wild.



wir gehen mal zum Strand hinunter



es ist immer wieder herrlich hier


 



wir stehen ganz am Rand des Parkplatzes



die Sonne verschwindet



unsere Tagesroute ca. 19km

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