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Samstag, 14. Dezember 2013



wir stehen wieder in trauter Gemeinschaft und so nah beieinander, damit der Wind nicht so durchgeht

Morgens schreibt Annette die einzige Weihnachtskarte des Jahres und läuft damit um 9 Uhr Ortszeit zur Post, die aber samstags geschlossen ist. Auf dem Weg zur Post hatte sie einen Zeitungskiosk gesehen, und so fragt sie jetzt dort nach einer Briefmarke. Es gibt welche, und die ältere Frau vom Kiosk spricht richtig gut englisch. Da können sich andere Nationen eine Scheibe abschneiden von den Portugiesen. Dann sitzen wir beim Frühstück und warten anschließend auf das Eintreffen von Rosi und Manfred. Herbert sitzt draußen und Annette liest drinnen. Um halb zwölf kommen sie und es ist eine schöne Wiedersehensfreude. Wir fackeln dann auch nicht lange, sondern machen uns gleich mal auf zu einer ersten Wanderung durch Sagres.



wo die Angler nicht überall stehen

Die beiden Neuankömmlinge wollen zuerst mal die Wellen sehen, denn die sind ganz ordentlich heute, obwohl kaum Wind ist. Also gehen wir zum Praia do Tonel. So, da haben sie ihre Wellen. Es ist ein herrlicher Anblick heute; das Meer so türkis, die Wellen schneeweiß und dann die schroffen Felsen zu beiden Seiten der Bucht. Es sind auch ein paar Surfer da, denn immerhin ist ja Wochenende. Schön, dass es kein bisschen kalt ist. 



es sind auch ein paar Surfer am Strand



am Praia do Tonel in Sagres



von weitem sieht Sagres doch gar nicht übel aus

Dann sind wir an den Klippen und laufen die Steilküste entlang. Wo es am Mittwoch noch so stürmisch war, ist jetzt alles ruhig und zahm. Am Praia da Mareta geht es vorbei und immer weiter die Küste entlang. Den beiden gefällt der Atlantik immer besser, und uns beiden ja sowieso. Rosi macht wieder viele Fotos; sie ist eine tolle Fotografin (ein echte, übrigens) und hat viele gute Ideen fürs Detail. Als sie so krank war, sagt sie, hatte sie richtige Entzugserscheinungen, weil sie doch keine Fotos machen konnte. Jetzt ist sie ja wieder wohlauf und redet auch wieder recht munter und viel. Wir laufen bis zum Fischereihafen und dann auf der Hauptstraße zurück.



heute hat der Atlantik wieder paradiesische Farben



ein Bötchen kommt angetuckert



ein Blick auf die Küste von Sagres

Aber was ist denn da heute los? Es wimmelt überall von Radrennfahrern. Auch sind mehrere kleine Begleitbusse unterwegs, die die Ersatzräder und -teile transportieren. Aber nirgends ist ein Plakat oder so zu sehen. Auch hatten Rosi und Manfred praktisch keine Radfahrer gesehen auf der Fahrt hierher. Wir wollen jetzt auf dem Praça da República in eines der Straßencafés einkehren, aber sie sind alle geschlossen. Nanu, am Samstag? Wir lesen, dass sie nur von 8 bis 13 Uhr geöffnet sind. Gehen wir also ins Café vom Mareta Beach Hotel, aber dort sind mittlerweile auch viele Radfahrer und es ist einige Unruhe. Während es sonst immer so behaglich hier drinnen ist, ist es heute turbulent. Auch wird immer wieder die Türe aufstehen lassen, damit frische Luft hineinkommt. Aber wir sitzen der Tür gegenüber und es ist nicht besonders gemütlich. Na, beim nächstenmal ist wieder alles anders.



der Vorgarten der Villa Velha - der Alten Villa, einem Restaurant - ist schön bepflanzt

Dann sind wir alle daheim und sitzen draußen. Mit Blick auf den Leuchtturm. Später landen die Schnapsflaschen auf dem Tisch und wir ziehen uns peu à peu wärmere Sachen an. Der Abend ist nicht so milde wie die vorangegangenen, aber zumindest bis halb sieben Ortszeit können wir draußen bleiben. Es ist mittlerweile stockdunkel. Jetzt brät Herbert noch die zwei Scheiben Kotelett, die wir im Alisuper gekauft hatten. Lange bleiben wir nicht mehr auf, gehen um neun ins Bett.



um halb sieben ist es wie um Mitternacht

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