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Donnerstag, 13. Dezember 2012



ein Fußweg führt von Santa Luzia nach Tavira

Heute wollen wir aber mal nach Tavira gehen, zumal es ja einen richtigen Fußweg gibt, der auf der gesamten Strecke von Santa Luzia bis nach Tavira führt. Er ist schön gepflastert - wieviel Wochen man damit wohl verbracht hat - und schlängelt sich teilweise an ein paar Blumenbeeten vorbei. Vereinzelt gibt es auch alte Anwesen, und manche von ihnen besitzen Orangenplantagen, die bis zum Horizont gehen. Laranjas / Oranges, lesen wir auf einem Pappschild. Es werden also Orangen verkauft, aber vielleicht soll man die dann selbst pflücken?



die Einfahrt zu einer Quinta

Die Entfernung bis Tavira beträgt ja nur 2,5km und kommt uns nicht sehr lang vor. Dann kommt auch schon ein recht neues Wohngebiet von Tavira, wo schöne Einzelhäuser stehen. Manche sind weihnachtlich geschmückt in den Fenstern oder auf den Terrassen. Immerhin können wir über die Mauern schauen, weil wir ja nicht so klein sind wie die Einheimischen.



bei unserer Ankunft in Tavira sehen wir schon gleich die erste der vielen Kirchen



alles ist parkähnlich angelegt und sehr gepflegt

Dann sind wir auch schon mitten in Tavira, finden uns an einer der vielen Kirchen und freuen uns an der parkähnlich angelegten Fläche vor der Kirche. Und weil die Sonne scheint, leuchten die schneeweißen Fassaden der Häuser noch mehr als sonst. Ach, wir finden, dass Tavira die hübscheste der Städte an der Algarve ist. Wir steuern dann auf den Hauptplatz zu, der sich am Ufer des Rio Gilão befindet. Auch haben wir den Eindruck, dass in Tavira nicht so viele Geschäfte leerstehen.



durch alte Gassen wandeln wir



Tavira gefällt uns immer wieder



wie die Cafés doch gut besucht sind

Es ist ja richtig viel los in den Cafés auf dem Hauptplatz. Wir bummeln ein wenig am Ufer des Flusses entlang, gehen dann aber über die Fußgängerbrücke, die auf die andere Seite der Stadt führt. Wir wollen in unser Lieblingscafé, das seit kurzem einen neuen Betreiber hat. Früher waren es Franzosen, jetzt ist es unter holländischer Führung.



über die Fußgängerbrücke, die über den Rio Gilão geht, laufen wir zur anderen Seite der Stadt



alles ist hier original alt



wir kehren mal wieder in unser Lieblingscafé ein



auch innen ist es behaglich



uns gefallen die kleinen weihnachtlichen Dekore, die in den Fenstern hängen

Hier sitzen wir also, in Pessoa's Café. Der Name bezieht sich wohl auf Fernando Pessoa, den berühmtesten portugiesischen Schriftsteller des 20. Jh. (Denn Pessoa heißt übersetzt auch Person.) Denn als Herbert drinnen die Bestellung aufgibt, kommt er mit einem Blättchen mit einem Gedicht auf englisch und portugiesisch wieder heraus. Hach, und dann sitzen wir, hören tolle Musik und erfreuen uns an den kleinen weihnachtlichen Dingen, die in den Fenstern hängen. Der Blick, den man von hier aus auf den Rio Gilão und die Silhouette von Tavira hat, ist einfach hinreißend. In der Parallelstraße von hier gibt es ja den kleinen Secondhand-Bücherladen, der von einer Amerikanerin betrieben wird. Erst kürzlich hatten wir in der Zeitung gelesen, dass sie einst als Touristin hierher kam, sich auf der Stelle in Tavira verliebt hat und seitdem hier lebt. Das war in 2002. Und uns geht es auch immer so, wenn wir in Tavira sind. Gut, dass wir überhaupt einen freien Tisch für uns gefunden haben. 



gottlob konnten wir noch einen freien Tisch für uns finden



im Tavira Plaza Shopping warten wir, während der Optiker Herberts Brille repariert

Zum Schluss müssen wir noch ins Tavira Plaza gehen, den großen Einkaufskomplex, um bei Multiópticas endlich Herberts Brille reparieren zu lassen. Es würde eine Stunde dauern, sagt man uns. Die wollen wir uns in den Geschäften vertreiben, aber dann werden wir doch schnell fußlahm, und es ist auch so warm drinnen. Nach einer halben Stunde schauen wir mal, ob die Brille fertig ist. Sie ist es. Jetzt schnell heimwärts, denn als wir auf der großen Autobrücke stehen, sehen wir, wie zu einen Seite der Brücke der Himmel noch ganz blau ist, während auf der anderen schon Wolken aufziehen. Kurz vor Santa Luzia wird der Himmel schwarz, es kommt aber kein Regen. Dafür ein Feuerwerk um halb sieben. Ist es ein Feiertag, fragen wir uns? Denn sogar im kleinen Santa Luzia gibt es eine Straße namens Rua 13 de Dezembro. - Wir wissen es nicht.



über die große Autobrücke gehen wir wieder heim - auf dieser Seite der Brücke ist der Himmel noch blau . . .



. . . während auf der anderen Seite schon Wolken aufziehen

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