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Sonntag, 30. Dezember 2012



Blick auf das Cabo de São Vicente in der Ferne

Heute laufen wir mal nirgends hin, sondern bleiben bei uns am Platz, sitzen in der Sonne, schauen auf das Cap und den Leuchtturm und lesen. Mittlerweile ist Annette beim Streisand-Buch auf Seite 100, Barbra ist 18 und versucht sich, weil sie dringend Geld verdienen muss, als Sängerin, obwohl ihr Herz einzig am Theater hängt. Die Barbra (Barbara Joan) stammt aus ganz ärmlichen Verhältnissen in Brooklyn, und die Autorin des Buchs, Anne Edwards, hat einen so tollen Schreibstil, dass der Leser (in diesem Fall die Leserin A.) das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.



bei einem Nachmittagskaffee in der Sonne und in kurzen Hosen

Der Nachmittag trödelt sich so dahin, wir sitzen bei einem Nachmittagskaffe in der Sonne, in kurzen Hosen, obwohl man etwas später warme Socken gut vertragen könnte. Abends, es geht auf 20 Uhr, Annette steckt schon im Pyjama und unter der karierten Wollidecke auf dem Sofa wie jeden Abend, klopft es an die Türe. Es ist der Schwede, der gern wieder mit uns zusammensitzen möchte. (Weil ihm in der ersten Nacht die Brandung zu laut war, hat er sich gestern ans andere, hinterste Ende des Parkplatzes gestellt.) Hat es ihm letztens wohl recht gut gefallen bei uns. Diesmal vergessen wir nicht, ihn zu fragen, was es mit den vielen Schwedenkrimis auf sich hat, die schon seit Jahren den Büchermarkt überschwemmen. Ob Schweden denn wirklich so ein hartes Pflaster sei mit so vielen Morden pro Buch. Er kann sich den Erfolg dieser Krimis auch nicht erklären; er selbst liest solche Bücher nicht, er mag gern Schopenhauer und Spinoza und sowas. Wir reden auch wieder viel vom Reisen, er hat unter anderem auch mal für ein Jahr in Syrien gelebt. Aber auch von Deutschland hat er einiges gesehen, auch vom Osten, von Greifswald bis Görlitz usw., was ihm gut gefallen hat. Ganz spät abends, er ist schon wieder weg, schauen wir uns noch eine uralte Folge vom Ekel-Alfred, Alfred Tetzlaff aus "Ein Herz und eine Seele" an, die wir noch nicht kennen: Der Sittenstrolch. Ach, was hat man früher amüsantes und geistreiches Fernsehen produziert.



ein paar Wohnmobile sind auf den Platz gekommen



bei diesen Ausblicken macht das Lesen Spaß

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