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Montag, 27. Dezember 2010



wir sind bei der Kläranlage in Pozzallo

So, wir ziehen heute weiter. Als wir den motor starten, kommt ein belgischer Nachbar und fragt, ob wir nicht mehr zurückkehren werden. Er wird sich wohl von seinem Platz direkt am Meer auf unseren stellen wollen, damit er nicht mehr das laute Getose vom Meer und die Salzluft am Fahrzeug hat. Unsere Fahrt geht nun zum Klärwerk im Gewerbegebiet von Pozzallo. Zum Entleeren der Tanks benötigt man eigentlich eine Bescheinigung vom Rathaus in Módica, die man dort beantragen muss und anderntags abholen kann. Man muss dafür seinen Ausweis und Fahrzeugschein vorlegen. Der Bürgermeister hat diesen dann zu unterschreiben. Weil der Bürgermeister aber ein vielbeschäftigter Mann ist, kann die Bescheinigung niemals gleichen Tags unterschrieben und ausgehändigt werden, sondern man hat ein zweitesmal nach Módica zu fahren. Nun, um es kurz zu machen: Wir haben auf diese unglaubliche Bürokratie verzichtet und fahren also jetzt einfach zur Kläranlage. Die erste Frage dort lautet "Permesso"? Wir sagen, dass das Rathaus in Módica heute geschlossen hat und wir die Bescheinigung morgen beantragen werden. Nach einigem Hin und Her, fast will man uns gar nicht entsorgen lassen, kommt ein zweiter Mitarbeiter hinzu und man lässt uns schließlich gewähren. Dann nehmen wir die Küstenstraße in Richtung Marina di Ragusa.



Blick auf Cava d'Aliga



in Marina di Ragusa parken wir und bummeln über den Porto Turistico

Wir kommen durch ein paar hübsche Orte und die Küstenstraße ist auch gut zu befahren. Unser erster Eindruck von Marina di Ragusa ist wirklich gut; Herbert biegt kurzerhand zum Porto Turistico ab. So richtig parken kann man da aber nicht; wir stellen uns dann erst einmal auf eine kleine Parkfläche und schauen uns um. Der Porto Turistico ist fast fertiggestellt und wird mal richtig schick. Aber wir finden nicht, dass wir auf diesem Parkplatz übernachten können; es würde viel zu laut. Also setzen wir unsere Fahrt fort.



der Porto Turistico ist noch nicht ganz fertig, wird mal richtig schick



Blick auf die Bucht von Marina di Ragusa



unsere Fahrt geht mitten durch riesige Treibhausfelder

Wir fahren durch endlose Felder, die mit Treibhäusern zugebaut sind. Heute ist ja Schönwetter, aber wie trist das alles wohl bei Regen aussehen mag? Na, wenigstens lässt sich die Küstenstraße weiterhin gut befahren. Irgendwann erreichen wir dann Scoglitti, die Straße geht direkt am Meer entlang. Doch immer wieder sind wir erstaunt, in welch traurigem Zustand die Immobilien hier sind. Für einen solch schönen Blick aufs Meer muss man anderswo in Europa richtig viel Geld hinlegen, und hier sind die Häuser ganz trist, man glaubt, hier wohne seit Jahren niemand mehr. 



Ankunft in Scoglitti



dieses hübsche Plätzchen haben wir für die Nacht

Aber ein hübsches Plätzchen finden wir direkt an den Klippen. Mei, wie das Meer hier tost, ein Geräuschpegel wie an der Autobahn. Kurz nach unserem Eintreffen findet sich noch ein weiteres Wohnmobil ein, das aber kurz darauf wieder wegfährt. Sie stehen wohl allzu sehr in den Scherben der tausend hier abgekippten Bierflaschen. Wir holen die Stühle heraus und können noch eine Zeit in der Sonne sitzen. Abends kühlt es sich dann wieder rapide ab.



es wird Abend in Scoglitti



unsere Tagesroute ca. 47km

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