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Samstag, 25. August 2012

bei Flut weht die rote Fahne für Badeverbot (wegen der Wellen) im Wind

Weil heute Samstag, also Wochenende ist, rechnen wir mit einem ziemlichen Ansturm am Strand. Weil aber die Flut zur besten Tageszeit kommt und die Einheimischen anscheinend einen Tidenkalender haben oder ganz einfach davon wissen, bleibt der Ansturm fast völlig aus. Der Strand ist aufgrund der Flut auf weniger als die Hälfte geschrumpft, sodass wir im tiefen Sand laufen müssten. Denn wir wollen heute eigentlich wieder zu einer Strandwanderung aufbrechen, haben wir uns gestern doch ziemlich den Buckel verbrannt.

wir schreiben einen Kommentar ins ausliegende Gästebuch

Was also tun? Zuerst setzen wir uns mal in die Strandbar, wo eine Art Podest aufgebaut ist, mit einem kleinen Gästebuch (Gästebüchlein) und einem letzten Exemplar, einer Broschüre über Pombal und die Umgebung. Dieses blättern wir mal durch, während am Strand die rote Fahne für Badeverbot flattert. Dann schreiben wir noch einen Kommentar ins Gästebüchlein, das damit voll wird. Und es setzen sich doch tatsächlich fünf Deutsche an unseren Nebentisch, was hier eine absolute Seltenheit ist. Sie wohnen in der Nähe in einem Ferienhaus, das sie von Freunden in Deutschland (die Portugiesen sind) gemietet haben.

am Meer wird jedes Foto eine Pracht

In der Broschüre lesen wir, dass der Strand Osso da Baleia mitten im Nationalwald liegt, und dass er seinen Namen, der sich in Knochen des Walfischs übersetzt, von einem Anfang des 20. Jahrhunderts angeschwemmten Walskelett erhalten hat, so will es jedenfalls die mündliche Überlieferung. Seit 1998 gilt der Strand als Goldener Strand - Praia Dourada, seit 2004 wurde ihm jährlich die Blaue Flagge - Bandeira Azul - verliehen. Die entsprechenden Fahnen der Auszeichnungen - es sind insgesamt 6 Stück - flattern hier täglich im Wind, werden morgens gehisst und abends eingeholt

die Möwen trauen uns nicht und fliegen allesamt davon

So, jetzt wollen wir aber nicht länger faul herumsitzen, sondern wieder am Strand wandern gehen. Wir gehen wieder in nördliche Richtung, vorbei am großen Schwarm Möwen, die aber nicht unbeeindruckt von uns bleiben, sondern allesamt wegfliegen, egal wie groß unser Bogen um sie ist. Ach, es ist herrlich am Strand, auch wenn wir uns so langsam wiederholen damit. Wir laufen und laufen und sehen dann Figueira da Foz in der Ferne, die aber gar nicht mehr so fern ist. Insgesamt sind wir 3 Stunden unterwegs, der Herbert sogar nackig. Als wir zurückkehren, flattert mittlerweile die gelbe Fahne im Wind.

in der Ferne sehen wir Figueira da Foz

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