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Samstag, 25. Mai 2013



heute ist Markt in Loches

Um halb eins, nach mehreren Regenschauern, sind wir bereit für einen Stadtbummel durch Loches. Heute ist allerdings Markt in den Straßen, und das ist nie so gut, wenn die Stände auf jedem Foto im Weg sind und man die Gebäude gar nicht richtig sehen kann. Annette ist auch zu leicht angezogen und friert jetzt ein wenig. Und so kehren wir einfach nochmal um, gehen heim, warten einige Zeit, bis die Marktstände abgebaut sind, schauen das Formel 1 Training in Monaco und gehen um halb vier wieder in die Stadt.



die Marktstände quellen über vor Angebot




am Nachmittag, als der Markt vorbei ist, gehen wir wieder in die Stadt

Mittlerweile lacht auch die Sonne, auch wenn es nicht mehr als 14°C sind. Annette steckt jetzt in zwei Pullovern und einer Jacke. Die Stadt Loches mit ihren vielen Geschäften ist eine beschauliche Kleinstadt, über der ein wuchtiger Burgfried thront. Außerdem ja noch die romanische Stiftskirche Saint-Ours aus dem 11. Jh. und das Logis de Roi, das Wohnhaus des Königs.



Loches ist eine beschauliche Kleinstadt



durch das Porte Picois gehen wir



vorbei am Rathaus von Loches . . .



. . . auf dem Weg zur Cité Médiévale, der mittelalterlichen Stadt in der Stadt



es ist schön, durch die Gassen zu bummeln



Blick auf das Porte Royal, das Königliche Tor zur mittelalterlichen Stadt



diese Plakette von Jeanne D'Arc ist am Königlichen Tor angebracht



Blick über die Dächer von Loches



am Maison Lansyer, oben in der mittelalterlichen Stadt

Vorbei am schönen Hôtel de Ville gehen wir immer weiter bergauf zur Cité Médiévale, der mittelalterlichen Stadt, einer Stadt in der Stadt, umgeben von einem fast 2km langen Schutzwall. Am großen Torbogen sehen wir eine Plakette mit dem Gesicht und Namen von Jeanne D'Arc darauf, den Jahreszahlen 1429  und 1929 und einem französischen Text. Unser Weg führt uns zum Haus Lansyer bzw. Maison Lansyer, dem ehemaligen Wohnhaus des Landschaftsmalers Emmanuel Lansyer (1835-1893), der dieses Haus der Stadt Loches vermacht hat und die das Haus nun als Museum betreibt. Wir schauen uns die Räumlichkeiten mal an, die sehr heimelig sind. An den Wänden hängen unzählige Malereien. Der Gartenbereich des Hauses gefällt uns am besten



das frühere Wohnhaus des Malers Lansyer ist heute ein Museum



Blick auf die Stiftskirche Saint-Ours



das prächtige Eingangsportal der Kirche



die Stiftskirche aus dem 11. Jh. hat enorme Ausmaße

Die Gebäude hier oben sind mittelalterlich und trutzig, aber gut erhalten. Wir laufen auch mal zum Burgfried, der aber so wuchtig ist und sich gar nicht so gut ins Gesamtbild einfügtEr wurde im 11. Jh. erbaut und ist mit seinen 36m Höhe einer der höchsten, die auf die Römische Ära datieren. Wir halten uns noch eine Weile hier oben in der Cité Médiévale auf, schauen von der Terrasse der Kirche auf die Dächer der Stadt und das Umland. Dicke Wolken hängen am Himmel, aber kalt ist es jetzt nicht mehr.



wir sind am Burgfried, dem Grand Donjon



Annette steckt heute in zwei Pullovern und einer Jacke



ein weiterer Blick auf die Stiftskirche



Voilà, das Logis de Roi, das Wohnhaus des Königs

Um 18 Uhr sind wir wieder daheim. Herbert kümmert sich um das Abendessen am offenen Küchenfenster. Da kommen Deutsche vorbei und sagen sich, dass es aber gut riecht. Als sie merken, dass wir Deutsche sind, fragen sie uns, ob wir heute Abend das Fußballspiel sehen würden, und haben dann eine große Bitte an uns. Ob sie - sie sind zu viert - heute Abend bei uns das Champions League Spiel Borussia Dortmund : FC Bayern München sehen könnten? Sie hätten die ganze Stadt abgeklappert, in allen Hotels, Bars und im Sportcafé gefragt, aber nirgends könnten sie das Fußballspiel sehen. Es wird wohl im französischen Fernsehen überhaupt nicht ausgestrahlt, nicht mal auf Canal+, einem Bezahlsender. Sie würden auch alles mitbringen, Wein und so, und sie wären auch ganz liebe Leute, so sagt es die Frau, die für alle vier spricht. - Da können wir gar nicht mehr Nein sagen, und wir wollten uns das Spiel eh selbst anschauen. Also her mit der ganzen Bagage. Sie wollen also abends zu uns kommen.



zu sechst schauen wir uns das Champions League Finale an und sind allesamt für die Borussen

Pünktlich um halb neun sind sie alle da. es sind alles Rheinländer, was uns sehr recht ist. Ein Paar aus Wuppertal - das andere wohnt seit fast 30 Jahren in München. Es sind wirklich patente Leute, und als wir feststellen, dass wir alle für die Borussen sind, ist der Abend perfekt. Perfekt ist auch, dass wir im Phoenix bequem zu sechst sitzen können. Annette macht noch schnell ein Foto, sonst glaubt uns das ja keiner. "Wir sind so viele, wir passen gar nicht alle aufs Foto", sagt sie noch, worüber alle lachen müssen. Am Ende ist das Spiel für die Borussen verloren und der 3-Liter Kanister Sauvignon leer, aber froh sind die Leute trotzdem, dass sie das Spiel überhaupt sehen konnten. Dem Wuppertaler Paar gehört übrigens eine Wohnung oben in der Cité Médiévale, wohin sie jetzt alle gehen. Ein wirklich schöner Abend geht zu Ende.

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