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Donnerstag, 03. August 2017



Abend wird es in Stavrós

Wie kommen wir eigentlich darauf zu glauben, dass heute Samstag ist? Wir haben anscheinend gar kein Zeitgefühl mehr. Der Tag hier an der Mühle von Stavrós wird wieder schön, aber wir gehen nur noch ungern ins Wasser, das jetzt pottwarm ist, und weil wir letztens ja auch so gebissen wurden. Annette beendet heute den Roman "Der Mann, der Hunde liebte", und wir werden dieses Buch auch erstmal nicht hergeben. Dem Autor spukte dieser Roman, der ja hauptsächlich auf Fakten beruht, fünfzehn Jahre im Kopfe herum, und er schrieb dann fünf Jahre lang daran. Diese Geschichte ist wirklich komplex und eher was für fortgeschrittene Leser. Am Ende lebt der Mörder von Trotzki genau so ein Leben im Exil wie Trotzki, kein Land will ihn aufnehmen nach den zwanzig Jahren Gefängnis in Mexiko, keine Chance auf Rückkehr in seine Heimat Spanien bzw. Katalonien. Es ist frappierend, welche Parallelen da bestehen. Als der Nachmittag kommt, sind wir froh um den Fahrzeugschatten, denn die Markise mussten wir schon am späten Vormittag wieder einfahren - zuviel Wind. Abends kochen wir uns wieder dieses Tomaten-Paprika-Gemenge. Wir werden nochmal richtig schlank. Wir sitzen dann noch bis spät in die Nacht draußen unterm Vollmond. Na ja, ganz rund ist er noch nicht, da fehlen noch ein paar Tage.

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