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Freitag, 21. August 2015



die Arbeiten bei Wynen-Gas können beginnen

Wieder fangen die Arbeiten um 8 Uhr an. Bei Wynen ist man professionell und berät uns gut. Unseren Plan, einen Gastank unters Fahrzeug bauen zu lassen, müssen wir verwerfen. Kein Platz. Ein Tank im jetzigen Gasfach würde auch 40 Liter fassen, auch zu wenig. Nehmen wir also betankbare Gasflaschen. Die können wir dann auch rausnehmen, sollten wir das Fahrzeug mal verkaufen wollen. Dann muss noch ein Außenfüllstutzen angebracht werden. Den wollen die Wynen-Leute unten an der Karosserie anbringen, kein Loch ins Blech schneiden. (Einen Fernanzeiger wollen wir nicht, wir wollen immer nur das wesentliche und keinen Schnickschnack. Die Füllstandsanzeige ist an jeder betankbaren Gasflasche eh schon dran, da macht es keine Mühe, immer mal auf diese Anzeige zu schauen als drinnen im Wohnraum eine Anzeige zu haben, die erst grün, dann rot leuchtet, je nach Flasche.) Alles zusammen, die Gasflaschen, die Anschlüsse, die Festinstallation im Gasfach, der Außenfüllstutzen und diverses Kleinmaterial soll 1.050 EUR kosten. Annette fragt zur Vorsicht zweimal, ob dies auch wirklich der Endpreis ist für alles und alle Arbeiten. Ja, das ist er, und die Arbeiten würden so zwei Stunden dauern. Die Wartezeit verbringen wir mit dem Lesen weiterer Wohnmobilzeitschriften, als hätten wir nicht gestern schon alle auswendig gekannt. Nach mehr als zwei Stunden sind die Arbeiten fertig und man sagt uns, dass das alles doch aufwendiger gewesen sei und sich die Rechnung daher auf 1.175 EUR belaufen würde. Woraufhin Annette sagt, dass sie es nicht einsieht, da sie doch extra nachgefragt hätte, ob der Endpreis so sei oder nicht. Dem Herbert sind solche Situationen immer extrem peinlich, und daher einigen wir uns jetzt auf eine Summe von 1.100 EUR. Die Flaschen werden auch noch betankt, dann schalten wir die Flammen am Herd ein, damit das Gas durchströmt und nicht gleich auf Fehlermeldung geht, würden wir jetzt direkt den Kühlschrank auf Gas laufen lassen. Dann fahren wir los, und zwar zurück nach Goch, denn irgendwas stimmt mit dem Solar nicht.



bei einem Kaffee sitzen wir und lesen Wohnmobilmagazine



so, unsere zwei neuen betankbaren Gasflaschen



in Viersen-Süchern ist heute Markt



wir tun noch ein paar Schritte durch Viersen-Süchtern

Als wir dort ankommen und der Chef zu uns ans Fahrzeug kommt, sagt er, dass wir froh sein können, dass er uns nicht vom Hof jagt, so wie wir uns gestern aufgeführt hätten. Wie bitte? Dafür, dass von unseren drei Bankkarten die Kreditkarte nicht akzeptiert wurde, die österr. EC-Karte nicht akzeptiert wurde und die Deutsche-Bank Karte nur 3.000 EUR gemacht hat und wir daraufhin in die Stadt fahren mussten (eine der Töchter hat uns in ihrem Auto in die Stadt gefahren; wir hätten ja abhauen können) und Bargeld holen mussten. Beim ersten Geldautomaten nur 250 EUR mit der Ösikarte bekommen hatten, mit der Deutsche-Bank Karte natürlich nichts mehr und Annette glücklicherweise die PIN-Nummer der Kreditkarte auswendig konnte, ob wohl wir diese Nummer beim Bezahlen nie brauchen. Während Annette in der Bank war, hatte Herbert der Tochter gesagt, dass es ein Armutszeugnis für die Firma sei, dass wir jetzt wegen 250 EUR so einen Aufwand betreiben müssen. Zumal wir ja für den nächsten Tag bei ihnen einen Termin wegen der Fernsehantenne hätten. Wir geben bei der Firma WCS 3.600 EUR aus und müssen jetzt froh sein, nicht vom Hof gejagt zu werden?? Die Firma kann froh sein, dass Annette den Text von gestern noch viel zu wohlmeinend geschrieben hat. (Herbert fand den Text von gestern jedenfalls zu freundlich geschrieben für alles, was so vorgefallen war.) Aber egal jetzt, mit dem Solar scheint wohl doch alles in Ordnung zu sein. Hätten sie uns die Anlage gestern mal vorgeführt, dann hätten wir uns jetzt damit ausgekannt. Aber man war ja mit so vielen anderen Dingen beschäftigt. "Soll ich mal eine Leiter holen, damit Sie aufs Dach schauen können, die Solarpanele anschauen?" - "Oh ja, gern." - Dann kam der gute Mann (der Chef) aber nicht mehr mit der Leiter, sondern war wieder mit seinem Vorführfahrzeug für die Messe Düsseldorf beschäftigt. So lief das gestern.



es geht über den Rhein und rüber nach Holland

Herbert fragt dann im Büro noch jemanden nach der Adresse von Obelink in Holland, wo wir jetzt hinfahren wollen. Jedenfalls sitzen wir schon wieder hinterm Lenkrad und wollen gerade losfahren, als ein Kunde zu uns ans Fahrzeug läuft. Er kommt zu Annette auf die Seite und bedeutet ihr, das Fenster herunterzulassen. "Erkennen Sie mich noch wieder?", fragt er sie. "Sie sind derjenige von Sizilien" sagt Annette, die den Mann an der Stimme und am Dialekt wiedererkennt. (Vom Gesicht her würde Annette niemanden wiedererkennen.) Der Mann sagt uns jetzt, dass er den Herbert sofort erkannt hätte. "Ich kenne diesen Mann, aber der hat einen Phoenix, keinen La Strada." Jemand vom Büro hätte ihm dann gesagt, dass wir den La Strada ganz neu hätten, woraufhin er aus dem Büro und auf uns zu gestürmt ist. Jetzt reden wir noch ein paar Worte. Er sei zwei Jahre später (also in 2012) nochmal an gleicher Stelle auf Sizilien gewesen, aber so ganz allein dort zu stehen hätte er sich dann nicht getraut. Dann wird er ins Büro gerufen und wir verabschieden uns von ihm. Wir machen uns auf den Weg nach Winterswijk zu Obelink, dem großen Campingausstatter. Auf den ersten Blick finden wir die Verkaufshalle nicht gerade toll, aber das Sortiment erschlägt einen fast. Die haben ja wirklich alles hier, und die Preise sind total niedrig. Dagegen nehmen sie beim Freistaat in Sulzemoos Apothekerpreise für alles. Für die Klobürste mit Halterung zahlen wir hier 3,50 EUR statt 9,95 EUR beim Freistaat oder 16,95 EUR in Frankreich. Am Ende kaufen wir ein paar nützliche Dinge für 27 EUR, messen dann die kleine Garage aus und kaufen zwei Campingstühle mit Fußteil und kleinem Beistelltisch für 165 EUR. Dann noch ein paar Fritjes, bis wir uns gegen halb acht endlich auf die Suche für die Nacht begeben. Beim Obelink übernachten kann man nicht, und so fahren wir nach Bocholt, wo wir uns auf einen Platz gegenüber dem Gymnasium stellen. Wir sind wieder total kaputt, wissen aber mittlerweile, wo die Lichtschalter für die indirekte Beleuchtung sind und wieviel Staufächer wir an Bord haben. Das können wir morgen ja mal zeigen und sagen.


 



Ankunft beim Obelink Vrijetijdsmarkt (Freizeitmarkt) in Winterswijk



nach dem Einkaufen fahren wir zurück nach Deutschland



mit dem Phoenix wären wir auf dieser schmalen Straße (12km Strecke) schon wieder schlecht dran gewesen



unsere Tagesroute ca. 148km

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