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Sonntag, 10. August 2014



wir verlassen Dôle

Es liegt wieder ein heißer Tag vor uns. Am späten Vormittag ziehen wir weiter und es ist erstaunlich, was heute für ein Wind geht. Er drückt während der Fahrt gegen uns. Wir sind uns noch unschlüssig, ob wir nach Seurre, nach Chalon-sur-Saône oder nach Givry fahren sollen? Erstmal geht es an verblühten Sonnenblumenfeldern vorbei, verlassen wir die Région de Franche-Comté und kommen in die Région de Bourgogne. Burgund. Außerdem ins Département de la Côte d'Or. Dann kommt die Abzweigung nach Seurre, wo es einen Stellplatz am Hafen geben soll. Den wollen wir uns jetzt zumindest mal anschauen.



Ankunft und Durchfahrt durch Seurre



wir fahren direkt an der Saône entlang und hin zum Stellplatz

Es geht ein Stück durch Seurre durch und dann direkt an der Saône entlang. Boote liegen im Hafen und überhaupt sieht alles wirklich nett aus. Blumen überall. Der Stellplatz ist dann etwas abseits, nicht direkt an den Hafen angrenzend. Herbert mag nicht unbedingt bleiben; Annette wäre es egal gewesen, was den Stellplatz angeht. Wir drehen und fahren weiter, halten beim Intermarché am Ortsanfang und kaufen ein. Zwei Putenoberkeulen und einen Salaltkopf für heute. Sonntags ist das Angebot im Supermarkt ja nicht so üppig. Dann findet Herbert, dass wir doch wieder umkehren und zum Stellplatz zurückkehren sollten. Das ist eine gute Idee, findet Annette. Und kaum, dass wir dort parken, verlässt das einzige andere Wohnmobil den Platz, sodass wir aufrücken können und nun einen Außenplatz haben, von wo aus wir den Hafen doch noch sehen können. Jetzt ist alles perfekt.



hier am Fluss ist es richtig nett



der Stellplatz "Rives de Saône" liegt etwas weiter weg vom Hafen



noch ein Foto, bevor wir Seurre wieder verlassen


 



jetzt sind wir doch zurückgekehrt und haben einen Außenplatz

Wir gehen dann auch gleich mal in den Ort. Was sind wir froh, dass heute so ein starker Wind geht. Ansonsten wäre es kaum auszuhalten, obwohl der Himmel nicht mal strahlend blau ist. In Seurre scheint es heute noch eine Veranstaltung zu geben; sie bauen eine Musikanlage und ein Podest auf. Es fahren auch einige Radler im bunten Fahrraddress durch die Straßen. Es ist sehr hübsch, so am Ufer der Saône zu wandeln; sie haben alles toll angelegt mit Wegen und allem. Auf einer Tafel in französisch und englisch lesen wir, dass die Saône früher sehr stark befahren wurde, bevor im 19. Jh. die Eisenbahn kam und im 20. Jh. alles auf der Straße transportiert wurde. Es hat sogar mal zwei Werften in Seurre gegeben. Fischerboote und eine Fähre waren mal die einzige Möglichkeit, den Fluss zu überqueren, als es die Brücke noch nicht gab. In den 1930er Jahren hatte man sogar einen Strand angelegt, und die Leute kamen zum Baden, zum Frösche oder Krebse oder Fisch essen. Heute schaut die Saône auf Freizeitkapitäne, ist Seurre wieder ein Hafen mit Seitenkanal und Anlegestelle für Boote. -- Manche Boote sehen aus, als wären sie jahrelang nicht bewegt worden. Wir biegen jetzt ab zur Innenstadt von Seurre.



so einen dicken Pott hätten wir nicht erwartet auf der Saône - er fährt rasant schnell



für die Boote gibt es mehrere Anlegestellen


 



so dörflich oder klein ist Seuure dann gar nicht

Auf den ersten Blick würde man ja denken, Seurre wäre nur ein Dorf, aber so winzig klein ist Seurre dann gar nicht. Es gibt einige Geschäfte und Cafés. Immer mehr bunt gekleidete Radler kommen durch die Straßen gefahren. Es wird wohl ein Radrennen geben. In den Straßen von Seurre ist es uns entschieden zu heiß, denn hier geht ja kein Wind. wir kehren zurück zum Ufer. Mittlerweile haben sich die Radler an einer Startlinie aufgestellt und warten auf den Startschuss. Dann beginnt das Rennen, das sich wohl über etliche Runden hinziehen wird. Wir schauen eine Weile zu und gehen dann an der Capitainerie vorbei und zurück zum Stellplatz. Wir sitzen den ganzen Nachmittag voll im Wind, der eine Wohltat ist. Der Himmel wird schon wieder so dunkel und bedrohlich, und in der Ferne hören wir schon wieder erstes Donnergrollen. Spät abends kommt jemand an unsere Tür und fragt, ob wir Annette und Herbert seien? Er sagt, dass er unsere Webseite seit vielen Jahren kennen würde und dass er begeistert davon sei. Er ist Holländer, der jetzt 5 Monate unterwegs sein will. Er sagt, dass, wenn wir mal jemanden in Spanien oder Portugal sehen werden, der 2m groß ist und mit Schuhgröße 46, das wäre dann er - Johnny, der fliegende Holländer. Dass es schön wäre, wenn wir uns noch einmal über den Weg liefen. Jetzt hätte er nur wenig Zeit und ist auch schon wieder weg. Wenig später kommt der Regen, aber wir sind immer froh, wenn der Regen die Temperaturen abkühlt und wir aufatmen können. Und übrigens haben wir heute die Putenkeulen gar nicht zubereitet, weil wir in der Hitze nicht dazu aufgelegt waren.



dieses Denkmal erinnert an den Ersten Weltkrieg



auf der Geschäftsstraße von Seurre - hier fahren auch die Radfahrer durch



gleich beginnt das Rennen



Allez - Allez - Allez



von überall macht Seurre einen hübschen Eindruck



wie schön sie hier alles angelegt haben



auf dem Heimweg nehmen wir den Pfad, der direkt am Fluss entlangführt



unsere Tagesroute ca. 37km

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