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Donnerstag, 21. August 2014

Es scheint ein Tag ohne besondere Vorkommnisse zu werden. Aber dann erreicht uns eine Nachricht, die uns richtig erschüttert: Im Betreff steht "Kündigung der Wohnung" und als Absender ein weiblicher Vorname mit dem Nachnamen unseres Mieters. Im ersten Moment denken wir, er hat vielleicht geheiratet und sie suchen jetzt eine größere Wohnung. Aber dann lesen wir, dass es sich um seine Tochter handelt, die uns schreibt, dass ihr Vater (unser Mieter) verstorben ist und sie die Wohnung per 30. September kündigen will. Wir sind richtig mitgenommen von dieser Nachricht. Vor allem, weil unser Mieter nur 47 Jahre alt geworden ist. Annette geht es immer sehr an die Nieren, wenn Leute aus ihrer Generation so früh wegsterben. Und es gibt mittlerweile einige, die nur wenig älter waren als sie selbst. Zum Beispiel ihr eigener Bruder mit 43 Jahren, in 2007. Oder ein guter Freund aus Bayern, der einfach umgekippt ist und tot war, mit 50 Jahren, in 2010. Die heutige Nachricht müssen wir jetzt erstmal verdauen. Und dann stellt sich natürlich die Frage, was jetzt mit der Wohnung wird. Herbert findet, dass wir jetzt nicht zurückfahren sollen (die Wohnung ist in Zwickau), denn es käme auf das gleiche heraus, was wir jetzt an Sprit verfahren und das, was wir an Mietausfällen haben. Uns fällt ein Nachbar aus dem Zwickauer Haus ein, der damals sehr engagiert war. Dieser Nachbar hatte uns auch unseren Mieter vermittelt. Er sagte damals dass, hätte er gewusst, wie niedrig unsere Mietforderung war, er die Wohnung auch gern für sich selbst oder seinen Vater genommen hätte. Vielleicht kann er uns auch diesmal helfen oder auch die Wohnungsschlüssel an sich nehmen oder bei der Wohnungsübergabe Ende September zugegen sein. Annette weiß noch seinen Namen und wir haben ihn auch noch in unserem Telefon gespeichert. Abends ruft Herbert mal an, kann ihn aber nicht erreichen. Weder auf Festnetz noch auf Mobil. Aber zumindest heißt es nicht, dass die Nummern nicht mehr existieren. Vielleicht ist er ja im Urlaub. Ansonsten machen wir uns jetzt wegen der Wohnung nicht verrückt. Bezahlt ist sie längst; wir hatten sie damals günstig ersteigert. Und doch ist eine leerstehende Wohnung nicht gut. -- Ansonsten passiert heute nicht viel; Annette geht für eine Stunde ins Wasser.    

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