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Montag, 04. August 2014



Blick auf die Abtei von Birnau am frühen Morgen

Um 6:45 Uhr sitzen wir schon wieder auf dem Bock. Aber dass es so neblig sein würde, hätten wir nicht gedacht. Und als wir den Bodenseekreis verlassen, wird der Nebel sogar noch dichter und die Sicht noch schlechter. Die Landschaft sieht ganz unwirklich aus, jedenfalls das bisschen, was wir sehen können. Unser heutiges Ziel ist das 109km entfernte Waldshut-Tiengen, das einen tollen Stellplatz haben soll, von dem jemand in Bad Aibling geschwärmt hatte. Wir haben also eine ziemliche Strecke vor uns. Als wir Waldshut dann erreichen, gefällt uns der Stellplatz nicht so gut, als dass wir bleiben würden. Es ist Platz für vielleicht 30 Wohnmobile auf dem parzellierten Parkplatz, Aber die Lage sagt uns nicht zu. Fahren wir also weiter. Unser nächstes Ziel ist Laufenburg in 15km Entfernung.



alles ist noch in Nebel getaucht



hinter Waldshut geht es direkt am Rhein entlang



Ankunft am Stellplatz von Laufenburg

Laufenburg hat auch einen Stellplatz. Für 6 Fahrzeuge. Das sagt uns schon viel mehr zu, wenn nicht immer überall die Massen sind. Die Lage des Stellplatzes (5 EUR pro Nacht) ist direkt am Rhein, und es wartet ein Platz ganz außen auf uns. Mit Blick auf den Rhein, der heute (oder immer?) eine extreme Strömung hat. Wie hübsch es hier ist. Und wie gut, wenn man vormittags ankommt, wenn die Vorgänger abreisen (Annette nennt diese Tageszeit immer Bettenwechsel). Es ist erst halb elf, als wir hier ankommen und frühstücken. Dann machen wir uns auf in die Stadt. Wir gehen direkt am Rhein entlang, wo ein schöner Fußweg angelegt ist. Irgendwann stoßen wir auf eine Brücke, die über den Rhein führt und auf die Schweizer Seite der Stadt. Von der Brücke aus haben wir einen tollen Panoramablick auf Laufenburg, egal ob auf Schweizer oder auf deutscher Seite.



den Rheinuferweg haben sie richtig schön angelegt



es gibt mehrere Terrassen am Rheinuferweg - Blick auf das Schweizerische Laufenburg



die Laufenbrücke verbindet die Brückenstadt Laufenburg



der Brückenheilige ist der Heilige Nepomuk

Schwupp, über die Brücke und schon sind wir in der Schweiz. Es gibt gar keine Passkontrolle. Jetzt überlegen wir, ob wir das Savelligässli hinaufsteigen oder doch erstmal auf der Laufengasse bleiben sollen. Wir bleiben auf der Laufengasse. Die Stadt wirkt so mittelalterlich mit ihren Gassen und Treppen und Winkeln, Türmen und Brunnen. Und überall hängt die Schweizer Fahne. Nach ein paar Schritten stoßen wir schon wieder auf den Rhein. (Das alles erinnert uns an Alcoutim in Portugal, wo wir mit einem Elektroboot über den Río Guadiana getuckert sind nach Sanlúcar auf spanischer Seite. Am 8. Januar dieses Jahres.) Wir halten uns eine ganze Zeit auf der Schweizer Seite von Laufenburg auf, kraxeln diese und jene Treppe hinauf und hinunter und kehren dann zurück nach Deutschland. In der Touristinformation auf der Hauptstraße lassen wir uns einen Stadtplan geben und das Laufenburg-Magazin. Dann gehen wir heim, setzen uns auf unsere kleine Terrasse - weil wir einen Außenstellplatz haben, haben wir ja unsere eigene kleine Rheinterrasse - und lesen, was es so zu lesen gibt über Laufenburg.



Blick auf den deutschen Teil von Laufenburg



wir beide . . .



sie haben schöne elegante Aushänger wie diesen Pfau



was für ein niedlicher kleiner Balkon



wir kraxeln treppauf, treppab durch das schweizerische Laufenburg



diesen Blick haben wir von hoch oben



wir wandeln noch ein wenig auf Schweizer Gebiet



noch so ein schöner Aushänger



und überall hängt die Schweizer Fahne



wieder geht es über die Laufenbrücke - und Deutschland hat uns wieder



die deutsche Seite von Laufenburg ist ebenso heimelig und schön



auf der Hauptstraße



es gibt manch schöne Details zu sehen



ein Blick von einer der Rheinterrassen



und dies ist das Rathaus vom deutschen Laufenburg (auf Schweizer Seite gibt es natürlich auch eines)

Laufenburg - zwei Länder - eine Stadt. Mit diesem Slogan betitelt man die Stadt. Wir lesen, dass das rechtsrheinische Laufenburg, also die deutsche Seite der Stadt, neben Rheinfelden, Bad Säckingen und Waldshut eine der vier Waldstädte am Hochrhein ist. Dass es die Laufenbrücke ist, über die wir vorhin gegangen sind, und dass sie seit 2004 Fußgängerbrücke ist. - Das linksrheinische Laufenburg, auf Schweizer Seite, gehörte bis 1801 zu Vorderösterreich. In 1803 wurde die Stadt dem neugegründeten Kanton Aargau zugeordnet. Die weitgehend intakte Altstadt mit dem geschützten und gepflegten Ortsbild wurde in 1985 mit dem begehrten Wakkerpreis des Schweizerischen Heimatschutzes ausgezeichnet. - Man wünscht uns einen schönen Aufenthalt in der Doppelstadt am Rhein. Man nennt sie auch Brückenstadt.



auf unserer eigenen kleinen Sonnenterrasse sitzen wir bei einem Kaffee und lesen im Magazin

Uns gefällt Laufenburg so gut, dass wir nach dem Kaffee noch einmal losgehen in die Stadt. Dann fällt uns ein, dass wir gar keine Zwiebeln mehr an Bord haben für den Wurstsalat, den Herbert abends zubereiten will. Gehen wir also noch zum Laufenpark, einem großen Einkaufsareal der ehemaligen Textilfabriken der Stadt. Wieder nehmen wir den Rheinuferweg, nur eben in entgegengesetzter Richtung. Dabei kommen wir am Freibad, dem Gartenstrandbad, vorbei. Hier könnten wir morgen schwimmen gehen. Als wir den Laufenpark erreichen, staunen wir, wieviel Schweizer hier einkaufen. Auch auf der neuen Hochrheinbrücke (die die Laufenbrücke zur Fußgängerzone gemacht hat) hatten sich die Autos schon gestaut. Alles Schweizer, die jetzt hinüberkommen auf die deutsche Seite. An der Kasse sehen wir, dass sich die Schweizer die deutsche Mehrwertsteuer ausbezahlen lassen. Sie haben ein spezielles Formular dafür. Als wir heimgehen wollen, kommt ein kräftiger Regenguss herunter, den wir erstmal abwarten müssen. Wir können dann auch draußen essen auf unserer kleinen Terrasse. Ach, uns gefällt Laufenburg, sowohl die Stadt als auch der Stellplatz. Wir werden wohl morgen noch hierbleiben. Wir haben ja alle Zeit der Welt.



unsere Tagesroute ca. 121km

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