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Mittwoch, 06. August 2014



wir verlassen Laufenburg

Heute fahren wir ein paar Kilometer weiter. Nach Bad Säckingen in 9,7km Entfernung. Als wir Laufenburg verlassen, sehen wir noch diesen und jenen schönen Aussichtspunkt von oben auf die Stadt. Schade, dass wir da gestern nicht zu Fuß mal hingegangen waren. Jetzt sind wir natürlich wieder früh unterwegs und kommen schon um halb neun in Bad Säckingen an. Der Stellplatz liegt am Festplatz, ist ausgeschildert und kostet 10 EUR pro Nacht mit Strom. So früh am Tag sind die Vorgänger noch gar nicht abgereist, aber wir finden dennoch einen Platz für uns. Der Platzwart gibt uns ein paar Broschüren von Bad Säckingen in die Hand, und überhaupt hatte sich alles so gut angehört, was wir von Bad Säckingen gelesen hatten. Wir sind gespannt auf die Stadt.



der Weg zur Altstadt von Bad Säckingen ist ganz kurz

Die Altstadt liegt in nur 300m Entfernung zum Stellplatz. Zuerst kommen wir an den Schlosspark, der recht prächtig und blumenreich ist. Jetzt sehen wir auch schon den Trompeter an der Außentreppe des Schlosses Schönau. Diese Statue war öfters erwähnt worden, aber wer hätte gedacht, dass sie so klein sein würde? vom Schlosspark gelangen wir zur Holzbrücke, die über den Rhein geht und Deutschland mit der Schweiz verbindet. Es ist die längste (203,7m) gedeckte Holzbrücke Europas, und sie wurde mehrmals umgebaut und renoviert, zuletzt in 1990. Das Holz riecht so schön alt, als wir über die Brücke laufen. Eine weiße Linie markiert den Übergang zur Schweiz. Die Brücke hat sogar zwei Schutzpatrone.



Blick auf die Holzbrücke, die die beiden Länder verbindet



wir wandeln durch den Schlosspark - Blick aufs Schloss Schönau



die kleine Trompeter-Statue wurde 1876 geschaffen



im Schlosspark von Bad Säckingen



es ist die längste überdachte Holzbrücke Europas



mit einem Bein in Deutschland - mit dem anderen in der Schweiz



ein Blick auf den Diebsturm von der Brücke aus



Bad Säckingen und das Fridolinsmünster - von der Schweiz aus gesehen

Dann laufen wir in die Altstadt. Im ersten Moment sieht alles schnuckelig aus, aber dann sind wir doch fast ein wenig enttäuscht. Hatte es doch geheißen, dass die romantische Altstadt von Bad Säckingen zu den schönsten ihrer Art in Süddeutschland zählt. Also da haben wir schon schönere Altstädte gesehen, zum Beispiel in Freiburg. Wir kommen zum Fridolinsmünster auf dem Münsterplatz und werfen natürlich auch mal einen Blick hinein. Es ist ungewöhnlich hell im Innern. Dann tun wir noch ein paar Schritte durch die Gassen, kommen auch am Narrenbrunnen vorbei und wollen nun zum Schlosspark zurückkehren, wo wir vorhin das Teehäuschen, einen kleinen Pavillon, der als Café betrieben wird, gesehen hatten. 



eine Flohmarktkiste mit Büchern



Blick auf das Fridolinsmünster auf dem Münsterplatz



es ist recht hell im Innern des Münsters



auf dem Münsterplatz



wir wandeln durch die Rheinbrückstraße



zum Schluss kehren wir ins Schlossparkcafé - das ehemalige Teehäuschen - ein

Ein nettes Tischchen unterm Sonnenschirm wartet auf uns. Aber kaum, dass der Kaffee gebracht ist, fängt ein Schweizer am Nebentisch an zu paffen. Und zwar eine dicke Zigarre. Dicker Rauch steigt auf. Herbert, der direkt daneben sitzt und immer sehr allergisch auf Raucher reagiert (er hat vor 30 Jahren mal selbst stark geraucht) hält es nicht länger aus. Wir schnappen unsere Kaffeetassen und setzen und an einen entfernteren Tisch. Die Betreiberin des Cafés, die gerade draußen ist, fragt uns, ob es am Rauchen liegt? Ja, sagen wir ihr. Sie sagt, dass sie demnächst die Terrasse auch rauchfrei halten wird. Kurz darauf betritt ihr Mann die Terrasse: Bah, was rauchen Sie denn?, fragt er in gespieltem Entsetzen. Das stinkt ja wie verbrannter Besen. Das Schweizer Paar findet das alles recht lustig und fängt an, mit ihm zu plaudern. Sie merken gar nicht, wie der Qualm die anderen Gäste stört. Als Annette später zum Bezahlen geht, redet sie noch ein wenig mit der Betreiberin. Diese sagt ihr, dass sie froh sei, dass man seit einigen Jahren zumindest nicht mehr drinnen im Pavillon rauchen dürfe. Und dass die Schweizer durchaus nicht immer so höflich und rücksichtsvoll sind, wie man sie sich immer vorstellt. Als wir das Café verlassen, stinkt es auf der Rückseite sogar noch schlimmer; hier ist der Qualm erst recht hingezogen. Dann sind wir wieder daheim bei uns, essen zu Mittag und gehen anschließend zum Edeka, wo wir eine Packung Ostfriesentee für den Winter kaufen. Den Rest des Tages verbringen wir unter der Markise und hören Musik über den Bose SoundLink. Schöne Sachen wir Crosby, Stills, Nash & Young.



man sitzt sehr lauschig auf der Terrasse



so idyllisch hier, bis der Schweizer in Herberts Rücken anfängt zu paffen



unsere Tagesroute ca. 10km

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