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Dienstag, 27. August 2013


Morgens kann man nie abschätzen, wie das Wetter wird. Der Himmel ist dann immer ganz zugezogen, es ist kalt und das Gras total nass. Wir richten uns jeden Morgen auf einen Tag an Bord ein, auf einen Tag, den wir irgendwie aussitzen müssen. So auch heute wieder. Das mit deiner Wäsche wird heute nichts, sagt Herbert zu Annette. Die wird ja nie trocken. Dennoch kaufen wir schon mal die Münze für die Waschmaschine. Laut Wetterkarte soll es am Nachmittag sonniger werden. Und so fangen wir um 11 Uhr doch mit der Wäsche an. Gut so, denn der Himmel reißt am frühen Nachmittag tatsächlich auf, als die Wäsche auf der Leine hängt. So ist eigentlich jeder Tag, anfangs so lala, dann sonnig. So muss es sein für uns, denn allzu früh wollen wir auf keinen Fall in den Süden zum Überwintern aufbrechen. Die Winter sind immer lang genug, wie sie sind. Am Nachmittag sitzen wir  - draußen und sind von der Wäsche umgeben, sodass wir unsere neuen Nachbarn - Holländer - kaum sehen können. Ja, wir bekommen ständig neue Nachbarn, aber keiner von ihnen ist bisher lange geblieben. Nur jeweils ein oder zwei Nächte; vielleicht haben sie sich immer vom morgendlichen Wetter täuschen lassen.




als alles auf der Leine hängt . . .

Am späteren Nachmittag bekommen wir Antwort von der Hausverwaltung unserer Zwickauer Wohnung. Die Stadtverwaltung Zwickau, Umweltbüro, hatte uns eine schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld geschickt zu folgender Sache: Uns wird als Eigentümer des Grundstückes blabla vorgeworfen, den Gehweg an unserem Grundstück nicht satzungsgemäß einmal wöchentlich gereinigt zu haben. Die Kontrollen einer Mitarbeiterin des Umweltbüros am 11.07. und 25.07. hätten ergeben, dass Grünwuchs, Schnittgerinne und Schmutz nicht ordnungsgemäß beseitigt, aufgenommen und entsorgt wurde. Die versäumte Reinigung stelle einen Verstoß gegen irgendwelche Paragraphen der Satzung über die Straßenreinigung dar und kann laut irgendwelchen anderen Paragraphen mit einer Geldbuße bis zu 500 EUR geahndet werden. Als Beweismittel geben sie Akte Umweltbüro mit Fotos an. Das Schreiben geht dann ähnlich streng weiter, und wegen der bezeichneten Ordnungswidrigkeit werden wir unter Erhebung eines Verwarnungsgeldes in Höhe von 10 EUR verwarnt. Diverse Paragraphen werden auch hier wieder angeführt. Wir sind beide Eigentümer der Wohnung, also gingen zwei solcher Schreiben an uns. Aber mal ehrlich. sind im Juli die Straßen überhaupt von Grünwuchs, Schnittgerinne und Schmutz betroffen? Wenn es trocken und heiß ist. Wenn kein Laub fällt usw. Das ist doch nur eine neue Masche, um die Stadtkassen aufzubessern. Im übrigen zahlen wir für Straßenreinigung und Hauswart jahrein jahraus. Sie könnten jetzt jede Woche kommen und Strafgelder erheben. Jedenfalls hatten wir die Sache unserer Hausverwaltung übermittelt und diese schreibt uns jetzt, dass alle anderen Eigentümer das gleiche Schreiben erhalten hätten und die Verwaltung im Namen aller Widerspruch eingelegt hätte. Außerdem hat die Verwaltung um Zusendung der Beweisfotos gebeten. Sind wir doch mal gespannt, was das für ein Korks wird.    



. . . beginnt bei uns die gemütliche Zeit

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