d07.jpgd10.jpgd02.jpgd19.jpgd13.jpgd01.jpgd11.jpgd18.jpgd14.jpgd21.jpgd04.jpgd06.jpgd08.jpg

Montag, 19. August 2013



an Weinfeldern geht es vorbei

Gestern Abend - es war schon spät und dunkel, nicht kalt, unsere Tür stand noch auf - kam eine Frau auf uns zu und fragte: Sind Sie Motorhome-Travels? Als wir bejahten, wollte sie gern wissen, wie der Gerichtsprozess denn nun ausgegangen sei und ob wir unser Geld nun endlich bekommen hätten. Wir erzählten ihr alles. Sie selbst ist mit ihrem Mann, Englischlehrer wie sie selbst, seit 5 Monaten unterwegs und jetzt langsam auf dem Heimweg. Sie ist sehr redselig, wie die Leute aus NRW, in ihrem Fall aus Herne, eben sind. Zwischendurch ging sie mal kurz weg und brachte uns ein Buch, das sie ausgelesen hatte. Mal wieder ein Schwedenkrimi. Na egal. Bis 23 Uhr erzählten wir dann noch dies und das. Sie scheint unsere Webseite auswendig zu kennen und weiß genau, in welchem Jahr wir wo waren. Da sieht man mal wieder, dass Lehrer viel zu viel Freizeit haben, ha ha ha. Sie ist aber schon pensioniert.



morgens ist alles noch verträumt

Nun ist es 7 Uhr und wir sind auf der Piste. Wenn wir jetzt schon gewusst hätten, was für eine lange Fahrt heute vor uns liegt, dann . . . dann wären wir am besten gar nicht erst losgefahren. Aber der Reihe nach. Wir sind südöstlicher Richtung unterwegs, schauen die ganze Zeit in die Morgensonne wie die Sonnenblumen, von denen wir also nur die Rückseiten sehen. Die Ortschaften liegen zu dieser frühen Stunde verträumt da, als wir auf der Route du Vignoble, der Weinstraße, unterwegs sind.



die Sonnenblumen schauen in die Morgensonne



Durchfahrt durch Montpon-Ménestérol

Über Mirambeau und  Montguyon geht es in Richtung Montpon-Ménestérol immer auf der D730 entlang. In Montpon halten wir mal am Supermarkt, wo es von Engländern wimmelt. Dies muss also eine hübsche Region sein, denn da, wo es schön ist, sind auch immer die Engländer. Sie sind also ein guter Indikator. Dann durchfahren wir Klein-Paris. Ja, das Dorf heißt tatsächlich Le Petit Paris, besteht aber nur aus ein paar Häusern. Da macht Berlinchen in der Ostprignitz als kleines Künstlerdorf eine bessere Figur. Wir erreichen dann das Département de Dordogne und den Périgord, eine unserer liebsten Regionen von Frankreich.



Klein-Paris hat aber wirklich nicht viel hergegeben



das Département de Dordogne hat ganz besonderen Charme



es geht über die Dordogne



Ankunft und Durchfahrt durch Vileille, wo sich das FKK-Camp Les Manoques befindet

Die Landschaft wird immer hügeliger und ist mit kleinen Türmchen und hübschen Häusern verziert. In Sainte-Foy biegen wir ab in Richtung Bergerac und Villeneuve-sur-Lot, damit es doch schneller vorangeht. Unser Ziel ist das FKK-Camp Les Manoques in Vileilles. Wie immer geht es auf den letzten Kilometern über Stock und Stein, und immer höher den Berg hinauf. Der allererste Eindruck vom Camp ist auch gar nicht schlecht, das Schild und das Tor. Die Rezeption ist dann 800m vom Schlagbaum entfernt, und wir fahren praktisch durch Wald; sehen schon die Stellplätze unter Bäumen. Alles ist eng und vor allem düster. Der Himmel ist ja zugezogen. Von Stellplätzen mitten im Wald war nie die Rede. Es ist gerade 13 Uhr, und die Rezeption macht erst um 16 Uhr wieder auf. Herbert will auf keinen Fall im Wald stellen, da kann der Pool noch so hübsch aussehen und eine tolle Lage haben. Und er hat recht. Was sollen wir im Wald, wo der Boden nie trocken wird und wo wir im düstern hocken? Also verlassen wir Les Manoques, ohne mit irgendjemandem gesprochen zu haben.



das Camp liegt dann mitten im Wald



die Poolanlage von Les Manoques ist wunderbar gelegen



Blick auf die Boote von Agen, die auf der Garonne dümpeln

Über abgelegene Landstraßen erreichen wir irgendwann die Stadt Agen, fahren ein Stück an der Garonne entlang. Unser nächstes Ziel ist das FKK-Camp L'Eglantière, wo wir heute aber nicht mehr ankommen wollen. Stattdessen fahren wir nur bis Fleurance, wo wir uns auf den Stellplatz direkt am Gers, dem Fluss stellen wollen. Wir sind nun im Département du Gers. Puh, sind wir froh, als wir endlich zum Stehen kommen. Herbert mag jetzt keinen Schritt mehr tun, nicht mal ein Foto von der Brücke aus machen. Also steigt Annette zur Brücke hinauf. In die Küche muss Herbert sich dann aber doch noch stellen und das herrliche Porterhouse-Steak braten, das wir uns unterwegs gekauft hatten. Wir sitzen dann noch lange draußen und hören dem rauschenden Wasser zu, das am Stellplatz vorbeitost. Hoffentlich geht morgen alles gut, denn wir mögen gern mal für längere Zeit nicht fahren, sondern das FKK-Leben, die letzten Tage und Wochen des Sommers genießen.



ein Stück fahren wir an der Garonne entlang



immer südlicher geht es



Durchfahrt durch Lectoure



Ankunft am Stellplatz von Fleurance



unsere Tagesroute ca. 306km

back       |      next