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Montag, 05. August 2013



überall Marktstände, als wir Commercy verlassen

Heute wollen wir mal weiterziehen, und sei es nur ins 40km entfernte Bar-le-Duc. Als wir Commercy durchfahren, sehen wir, dass Markt ist, dass alle Plätze und freien Flächen von Marktständen und Leuten überquellen. Wir kommen nur langsam durch die Stadt, haben aber auf der Schnellstraße wieder freie Fahrt. Bar-le-Duc gehört auch zu den 100 schönsten Umwegen Frankreichs, hat einen Stellplatz, der direkt am Rhein-Marne-Kanal - Canal de la Marne au Rhin - liegt, auf den wir erstmal fahren. Der Platz ist allerdings auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bahngleisen.



auf der Schnellstraße kommen wir gut voran



wir erreichen Bar-le-Duc; am Canal de la Marne au Rhin geht es entlang



der Stellplatz von Bar-le-Duc liegt direkt am Kanal

Es ist eine unsägliche Hitze, als wir losgehen in die Stadt. Über den Kanal geht es und zuerst zur Touristinformation. Die vielen aufgestellten Blumenkübel in rot und grün sind sehr schön, auch der Straßenzug auf der Rue Bar la Ville. Aber ob wir bei dieser Hitze durch die Stadt laufen wollen? Wohl eher nicht. Wir kommen am Denkmal der Brüder Michaux vorbei, das in 1894 geschaffen wurde und an Pierre und Ernest Michaux, Bürger von Bar-le-Duc erinnern soll, die das Velocipede a Pedale (Hochrad mit Pedalen) erfunden und bekannt gemacht haben.



Blick auf die Kirche Notre Dame



überall stehen rote und grüne Blumenkübel


 



wir laufen über die Brücke Notre Dame



die Brücke Notre Dame führt über den Ornain



am Denkmal der Brüder Michaux

Wir wandeln dann noch ein wenig weiter auf der empfohlenen Stadtroute. Wenn wir da entlangliefen, hätten wir alles gesehen, so hatte man es uns gesagt. Bar-le-Duc mag wohl im 16. Jahrhundert ihre Blütezeit gehabt haben - sie gilt auch heute als Ville d'Art et d'Histoire, als Stadt der Kunst und der Geschichte - aber es gibt auch reichlich verfallene Straßenzüge. Außerdem bringt uns die Hitze um, sodass wir die Stadtroute massiv abkürzen und uns auf den Heimweg machen. Das Fahrerhaus kocht, als wir weiterfahren. Unser Ziel ist der Lac du Der, der einst größte künstliche Stausee Europas. (Heute hat ihm der Alqueva-Stausee in Portugal sicherlich den Rang abgelaufen.)



Blick auf die Präfektur von Bar-le-Duc



wir laufen zum Stellplatz zurück



jetzt ist es nicht mehr weit zum Lac du Der, dem großen Stausee



hier entlang zur Station Nautique, wo sich der Stellplatz befindet

Wir sind nun in der Champagne, genauer in der Champagne-Ardenne. Die Fahrt gestaltet sich recht leicht, und etwa 25km vorher wird der See schon mit etlichen Schildern - Lac du Der - ausgeschildert. Das klappt also ganz gut. Dann kommen auch Schilder für die Station Nautique, wo sich ein großer Stellplatz (für 50 Wohnmobile) befinden soll. Hoffentlich kommen wir überhaupt unter, denken wir uns, denn es geht schon auf 15 Uhr zu. Unsere Angst ist dann unbegründet, als wir den Stellplatz sehen, auf dem nur vier Wohnmobile stehen. Nanu, ist es hier zu teuer? Annette schaut dann mal vor dem Schlagbaum, was es kostet. Man muss nur für die Zeit von 20:00 bis 8:00 Uhr bezahlen, und zwar 7 EUR. Fahren wir doch erstmal drauf. Man muss dann wirklich studiert haben, um das Ticket zu ziehen und den darauf befindlichen neunstelligen Code an anderer Stelle einzutippen. Bezahlung nur mittels Bankkarte. Hoffentlich nicht nur CB - Carte Bleu. Die einzelnen Plätze sind dann gut, haben aber keinen Schatten.



wir gehen mal zum See

Hitze hin oder her, wir wollen uns jetzt doch mal umschauen. Der See scheint riesig zu sein. Nach ein paar Schritten sehen wir einen Parkplatz, auf dem etliche Wohnmobile stehen. Teils neben meterhohen Hecken. Und hier kostet es nix. Ein Platz an so einer Hecke ist gerade noch frei, und so gehen wir kurzerhand zurück, verlassen den Stellplatz und bringen den Phoenix hierher. Auf diese Weise haben wir jetzt zu beiden Seiten Schatten, einmal von der Hecke her und den Schatten, den der Phoenix wirft. Jetzt gehen wir los zum See. Die Station Nautique ist hübsch angelegt; etliche Boote liegen im Wasser. An der Touristinformation bitten wir um einen Plan vom See. Jetzt sehen wir, dass man an mehreren Stellen auch baden kann. Das werden wir morgen machen. Wir lesen, dass der See inmitten einer 4.800 Hektar großen grünen Landschaft liegt mit 77km Seeufer. Ein richtiges Binnenmeer also. Wir schleppen uns dann wieder heim und warten, dass es Abend wird und die Temperaturen nachlassen. Gegen 21 Uhr kommen erste Blitze und Gewitter, wenig später setzt jeweils für ein paar Minuten Starkregen ein. Huh, der Himmel wird ganz violett. Als wir zu Bett gehen, regnet es schon ausdauernder, hört aber irgendwann auf. Das Donnern bleibt uns länger erhalten



alles ist hier flott angelegt



an der Station Nautique liegen die Boote an



abends wird der Himmel ganz violett, als Regen und Gewitter kommen



unsere Tagesroute ca. 86km

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