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Donnerstag, 08. August 2013



es geht durch die Champagne in südwestlicher Richtung

Wir wollen heute weiterfahren, denn die Temperaturen haben sich merklich abgekühlt und einen Badetag stellen wir uns anders vor. Und so sind wir um halb zwölf auf der Piste, nachdem wir noch die Tanks geleert haben. Unsere Fahrt soll jetzt peu à peu immer weiter südwestlich gehen, der Sonne im Süden entgegen. Über Montier-en-Der, Brienne-le-château, Piney geht es durch die Champagne, aber allzu sehenswert ist die Region nicht. Die Sonnenblumenfelder sind schön.

Herbert merkt aber auch, dass irgendetwas mit dem Gaspedal nicht stimmt. Seit wir von Commercy weggefahren sind, ist das Standgas viel zu hoch. Wenn er den Fuß vom Gaspedal nimmt, geht das Pedal nicht wieder richtig auf die Normalstellung zurück. Tritt er auf die Bremse, läuft das Gas weiter und kommt zum Konflikt mit der Bremse, was zu einem Stottern führt. Wir wollen das Symptom beheben lassen, fahren in Troyes auf ein Outletcenter, wo wir online gehen und schauen, wo es die nächste MAN-Werkstatt gibt. Die gibt es gleich schon in Troyes oder vielmehr in Creney-près-Troyes, in zwei Kilometern Luftlinie von uns. Also nix wie hin.



vor verschlossenen Toren stehen wir bei MAN in Troyes

Dort angekommen, in einem größeren Industriegebiet nämlich, sehen wir die MAN-Werkstatt vor verschlossenen Toren. Auch sind alle Rolltore an der Werkhalle unten, und LKWs stehen auch keine auf dem Gelände. Die haben doch wohl keine Betriebsferien jetzt? - so fragen wir uns. Annette steigt aus und will mal schauen, ob es einen entsprechenden Aushang gibt. Alles ganz normal; sie haben von 12 bis 14 Uhr Mittagspause. Es ist 13 Uhr. Also stellen wir uns neben das Tor und warten. Um halb zwei kommt jemand mit dem Auto, der das Tor öffnet. Also fahren auch wir jetzt hinein. Dieser Jemand fragt uns, was er für uns tun kann. Problème d'Accelerateur, sagen wir. Was man eben so sagt, wenn man kein französisch kann. Er schaut sich das Gaspedal an, das ja irgendwie locker ist und Spiel hat. Er fragt, ob man das Fahrerhaus nach vorn kippen kann. Nee, kann man nicht. Und - oh Gott - das hatten wir doch gerade erst vor sechs Wochen bei MAN in Rosenheim. Wir bedeuten ihm, dass man von innen an alles herankommt, und dass wir schon mal anfangen würden, die große Platte abzubauen. Was wir dann auch tun.



in der Werkstatt macht man sich zu schaffen

Um punkt 14 Uhr bittet man uns in die Werkhalle. Ein Mechaniker macht sich zu schaffen, baut eine etwa 15cm lange Stahlfeder aus und geht damit weg. (Hat die Feder Herberts Bleifuß wohl nicht mehr standgehalten?) Kommt einige Zeit später wieder mit der Feder, die er wohl etwas gekürzt hat. Baut sie ein, und Herbert soll mal Gas geben. Das Gaspedal ist nun recht stramm, und die Umdrehungen gehen nur auf 1.200 oder so. Viel zu wenig; der Motor heult gar nicht richtig auf. Also Feder wieder raus und alles anders machen. Am Ende jedenfalls ist alles gut. Es ist 14:50 Uhr, als der Mechaniker fertig ist. Dreißig Euros sollen wir zahlen; Herbert gibt vierzig. Froh sind wir, dass alles wieder gut läuft



man kann ja nur von innen an die Technik kommen



weiter geht die Fahrt

Mittlerweile zeigt sich die Sonne auch wieder; es ist entsprechend heiß. Unser nächstes Ziel ist eigentlich Joigny, und wir sind auch in dieser Richtung unterwegs. Aber dann kommen wir vom Weg ab, fahren die abgelegensten Dorfstraßen und kommen kaum voran. Da überlegen wir uns, doch einfach nach St. Florentin zu fahren und uns neben den kleinen Freizeithafen zu stellen. Da waren wir schon mal, da hatte es uns gut gefallen. Also ändern wir unsere Route und kommen wenig später dort an. Niemand anders ist dort außer ein paar einheimischen Anglern. Sehr schön. Wir sitzen dann draußen, während einige Boote in den Hafen kommen. Der Tag war nicht besonders schön und bestand nur aus Warten, aber wenigstens sind wir glimpflich davongekommen. Am Abend wird das Wasser im Hafen spiegelglatt; alles so friedlich und beschaulich hier. Morgen soll unsere Reise weitergehen.



durch abgelegene Dörfer kommen wir



die Engländerin, als wir ihr zuwinken, stellt sich extra in Pose fürs Foto



unser Plätzchen am Hafen von St. Florentin



unsere Tagesroute ca. 114km

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