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Montag, 30. September 2013



es geht zur Hauptstraße zurück - auf der kurzen Strecke gibt es zwei Stellplätze für Wohnmobile

Wir wollen weiterziehen, schon weil immer so ein chemischer Gestank in der Luft liegt; der kommt wohl von den Treibhäusern ringsum, ein Düngemittel oder so. Jedenfalls wollen wir das nicht länger haben, und die tausend Fliegen ja noch weniger. Dann trödeln wir am Vormittag aber doch noch so lange hin, schauen uns im Fernsehen noch eine Sendung auf Phoenix an, sodass es schon halb eins ist, als wir endlich loskommen. Auf der Fahrt zur Hauptstraße zurück geht es auch wieder an Treibhäusern vorbei, auch an zwei Stellplätzen, die jetzt leer sind. Aber wer würde sich auch da hinstellen wollen? Wir nicht.



auf der RM332 geht es durch die Berge - Spanien ist ja so gebirgig



wir erreichen Águilas

Dann geht es auf der RM332 mal wieder durch die Berge. Man glaubt ja nicht, wie gebirgig das Land ist. Es ist eine nette Fahrt, kein Gegenverkehr. Irgendwann erreichen wir Águilas, wo wir wieder etwas Obst kaufen. Es sind 31°C in der Stadt, unglaublich, die Hitze. Wir sind nun in Richtung Vera unterwegs, sehen aber nach wenigen Kilometern eine Strandbucht und einen Sandweg, der zur Bucht führt. Das sieht alles richtig gut aus, also biegen wir ab. Es stehen dann auch ein paar Wohnmobile und Autos da, noch genug Platz für jeden.



hinter Águilas sehen wir diese Strandbucht und biegen ab auf die Sandstraße



wir finden uns am Playa La Higuerica wieder (da hinten links unterm grünen Sonnenschirm liegen wir)

Es ist eine kleine Strandbucht, eingerahmt von Felsen. Und vor allem ist der Strand ganz feinsandig, eine Seltenheit am Mittelmeer. Wir schnappen uns die Badesachen und schwupp, sind wir im Wasser. Was für eine Wohltat; das Wasser ist so warm, wir könnten den ganzen Nachmittag darin bleiben. Wir haben natürlich längst entschieden, heute nicht mehr weiterzufahren, denn hier stehen wir mit dem Phoenix doch richtig gut. (Es steht allerdings überall No Camping geschrieben.) Wir holen uns dann die Badetücher, den Sonnenschirm und alles und legen uns noch für eine Zeit an den Strand. Spät abends lässt die Hitze endlich nach.



es ist eine tolle Strandbucht



wir könnten den ganzen Nachmittag im Wasser bleiben



der Sand hier ist ganz fein



und so stehen wir hier



unsere Tagesroute ca. 39km

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Sonntag, 29. September 2013



Ankunft im Nachbardorf Puntas de Calnegre

Am Morgen ist der Himmel auch wieder feuerrot, obwohl doch heute ein tief im Anmarsch sein soll. Wie passt das zusammen? Eigentlich ja gar nicht, und das erwartete Tief kommt dann auch nicht. Es wird ein schöner Tag; Wolken sind zwar am Himmel, aber weder stören die, noch kühlen die die Temperaturen ab. Es ist heiß und windig wie in den vergangenen Tagen auch. Wir wollen heute mal am Strand entlanglaufen, in westlicher Richtung, aber nach wenigen Metern ist der Strand wieder so grob und steinig wie Bauschutt, sodass wir besser auf der Landstraße entlanggehen, die nach Puntas de Calnegre, dem Nachbarort führt. Nur 1,5km von uns entfernt.



ein Blick auf den Strand von Puntas de Calnegre



wir laufen einmal ganz durch den Ort

Dort angekommen, handelt es sich um ein ganz einfaches ursprüngliches Fischerdorf, ganz spartanisch alles. Zwei oder drei kleine Häuschen kann man mieten, aber hier möchte man eigentlich nicht seine Ferien oder den Winter verbringen. Es gibt dann auch mehrere Restaurants und Cafés, zum Beispiel die Bar Mercedes, in die wir später einkehren. Aber erstmal laufen wir ganz durch den Ort. Laut Beschilderung soll es hier auch eine Jugendherberge geben. Von da kamen heute früh wohl die vielen Wanderer mit großen Rucksäcken, die direkt an uns vorbeigekommen sind. Denn warum sollte man sonst an den Treibhäusern vorbeiwandern wollen? Es gibt doch sicherlich hübschere Küstenabschnitte. Zum Schluss setzen wir uns also in die Bar Mercedes, und die Angestellten kämpfen mit den Sonnenschirmen, an denen der Wind zerrt und rüttelt. Der Wind wird immer stärker, aber als wir wieder daheim sind, hindert der die Fliegen nicht, sich auf uns zu stürzen. Sie hocken sich auf unsere Arme und Beine und lassen sich einfach nicht abschütteln, sodass wir nach zwei oder drei Versuchen, draußen zu sitzen, doch an Bord gehen und da den Rest des Tages verbringen. Morgen wollen wir auch weiterziehen.



welch nettes Plätzchen zum Angeln



wir sitzen in der Bar Mercedes



Tische und Stühle stehen direkt am Strand



die Angestellten kämpfen gegen den Wind an, der die Sonnenschirme umpustet



noch ein letzter Blick auf den Playa de Puntas de Calnegre



Isabelita hat jetzt Winterpause



wir sind auf dem Rückweg



heute ist die Sicht gut



Ankunft an unserem Strandabschnitt

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Freitag, 27. September 2013



ein letzter Blick auf unseren Platz in La Azohía

Als Annette morgens aufsteht, ist ihr so schwindelig, dass sie fast torkelt, als sie durch die Wohnung läuft. Was ist denn das? Als wäre sie auf einem Schiff. Später staunt sie, dass sie beim Schreiben überhaupt irgendwas zustande gebracht hat. Wenn sie nach links oder rechts schaut, dreht sich alles. Heute sollen die Temperaturen ja nicht ganz so brachial werden, genau das richtige, hatten wir uns gedacht, um weiterzuziehen, denn hier am kleinen Hafen von La Azohía können wir uns ja doch nicht so richtig ausbreiten, die Markise ausfahren, Tisch und Stühle herausstellen und so weiter. Ein Platz mit mehr Auslauf wäre uns da doch lieber. Aber wenn es Annette so schwummerig ist, müssen wir wohl noch etwas warten mit der Abfahrt. Und so kommen wir erst gegen halb elf los. 



Mazarrón liegt vor uns



die Kreisverkehre in Mazarrón haben seefahrerische Motive

Wir fahren über Mazarrón, wo wir wieder einen größeren Einkauf tätigen, damit wir für mehrere Tage autark sein können. Man weiß ja nie, wohin es einen verschlägt, nicht wahr? Die Fahrt durch Mazarrón ist gar nicht so schlecht; viele Kreisverkehre haben seefahrerische Motive. Wären wir doch besser noch zum Puerto de Mazarrón, dem Hafen von Mazarrón abgebogen. Aber wir fahren weiter, und zwar wollen wir zur Ziegenwiese, der berühmt-berüchtigten, von der man in allen Wohnmobilforen und spanischen Reiseberichten so viel hört und liest. Wenn auch die meisten Kommentare so lauten: Wie kann man da nur hinfahren, so hässlich, da will man nicht den Winter verbringen. Aber alle scheinen die Ziegenwiese zu kennen und schon mal da gewesen zu sein. Sie soll in der Nähe des Dorfes Cañada del Gallego sein. Grob gesehen zwischen Mazarron und Águilas



jetzt geht es an Treibhäusern vorbei

Von der N332 biegen wir also ab nach Cañada del Gallegokurven an den Plantagen und Treibhäusern vorbei in Richtung Meer, aber von der Ziegenwiese bzw. von den vielen Wohnmobilen, die man angeblich schon von weitem sehen würde, ist keine Spur. Dafür gehen die hässlichen zusammengeschusterten Folienhäuser bis zum Horizont; die Gegend ist hier besonders öde. (Aber man will ja auch das ganze Jahr über Tomaten, Erdbeeren usw. haben.) In Cañada del Gallego geht eine Straße ab zum Dorf Calnegre, das direkt am Meer liegt; jedenfalls sieht es auf der Karte so aus. Lassen wir die Ziegenwiese also sausen - das wäre eh nichts für uns gewesen, wir stehen ja immer lieber für uns allein - und fahren in Richtung Calnegre. Weiter kurvt die Straße an Treibhäusern vorbei, aber irgendwann fahren wir direkt parallel zum Meer.



die Gegend sieht übel aus mit den Treibhäusern



von ganz weitem sehen die Foliendächer aus wie das Meer



wir sind in Richtung Calnegre unterwegs

Kurz vor dem Dorf Los Cloques sehen wir drei Wohnmobile direkt am Strand stehen. Alles Spanier. Stellen wir uns doch einfach dazu, sagen wir uns. Es gibt auch noch eine schöne Lücke für uns. Einer der Spanier hilft Herbert beim Rangieren, und überhaupt sind es alles freundliche Nachbarn, die wir hier haben. Der Blick aufs Meer ist natürlich toll; der Wind geht, die Wellen rauschen, wir lassen unsere Gedanken treiben. Ach ja, der Platz am Hafen von La Azohía war zwar wirklich hübsch, aber hier haben wir mehr Platz und alles ist abenteuerlicher. Der Strandabschnitt ist zu beiden Seiten von Felsen eingerahmt. Herrlich, der Blick. Abends wird es ganz dunkel in der Ferne, ein paar Blitze zucken und der Wind nimmt zu. Morgen soll es ja sogar mal regnen. Hätten wir nichts dagegen, wenn der das Salz von unserem Phoenix abwäscht.



beim Dorf Los Cloques haben wir ein schönes Plätzchen direkt am Strand gefunden



ein toller Platz, wo wir uns auch etwas ausbreiten können



unsere Tagesroute ca. 38,5km

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Samstag, 28. September 2013



Sonnenaufgang am Strand von Los Cloques

Wenn man so nah am Meer übernachtet, ist es immer irre laut, als stünde man an der Autobahn. Und die einzelnen Wellen machen Krach wie vorbeifahrende Autos. Tagsüber merkt man das gar nicht so, aber nachts schon. Das Wetter ist heute nur so lala, immer wieder kommen ein paar Regentropfen vom Himmel; Regen kann man das eigentlich nicht nennen. Und windig ist es, puh. Trotzdem können wir am Nachmittag für eine Weile draußen sitzen. Es ist ein Tag wie am Atlantik. Abends wird in der Tagesschau eine Wetterkarte gezeigt, wie wir sie lange nicht mehr gesehen haben: Ein dickes fettes Tief wabert über ganz Europa; da wird niemand verschont. Aber wer uns kennt, der weiß, dass wir solche Tage auch mal lieben, wenn sie nur kein Dauerzustand sind.



nachmittags können wir wieder draußen sitzen



hier wohnt Robinson Crusoe



feuerrot geht die Sonne unter, obwohl morgen kein Schönwetter droht

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Donnerstag, 26. September 2013



wir laufen um die Bucht herum

So richtig was unternehmen kann man ja eigentlich nur ganz früh morgens, denn tags bringt einen die Hitze ja um. Und so kommt es, dass wir heute um halb neun, noch vor dem Frühstück losziehen und die Promenade entlanglaufen. Die ist ja doch recht schön angelegt worden mit diesen Holzpflöcken und den Seilen, und dann sind da ja noch die vielen Palmen, die den Weg säumen. Der Blick auf die Bucht ist auch richtig klasse. Nur der Strand selbst ist ein Witz; er besteht hauptsächlich aus groben Steinen wie im Steinbruch. Annette sagt immer, die Strände am Mittelmeer sind wie abgeladener Bauschutt. Es gibt dann auch ein paar Restaurants entlang der Promenade, aber die meisten haben die Saison bereits beendet. Einen kleinen Laden gibt es auch, wo wir Brot und etwas Obst kaufen.



die Promenade von La Azohía ist hübsch angelegt


 



im kleinen Spar-Laden kaufen wir Brot und Obst



der Strand ist hier sehr steinig

Um 10:15 Uhr sind wir zurück und die Hitze bringt uns schon wieder um. Dazu kommen, trotz Wind, die vielen Fliegen, die uns ständig umschwirren. Mit ihnen haben wir schon die ganze Zeit zu tun, seit wir in Spanien sind. Wenig später kommen auch wieder die Tauchleute. Ansonsten machen wir heute nicht mehr viel; am späten Nachmittag wollten wir eigentlich nochmal losziehen und unmittelbare Umgebung erkunden, aber die Hitze hält uns davon ab. Man hat gar keine Unternehmungslust in der Affenhitze. Das allein ist schon ein Grund, warum Annette kein Haus im Süden und überhaupt im Ausland haben will. Man wartet immer nur darauf, dass der Tag vorbei ist und die Hitze endlich nachlässt. Aber morgen sollen die Temperaturen ja arg abfallen, der Himmel bewölkt sein. Das wäre mal eine gute Abwechslung.



die Tauchleute sind wieder in Aktion



Sind die Sauerstoffflaschen voll?



los geht die Fahrt



auch hier will man zum Tauchen aufbrechen

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