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Donnerstag, 31. Oktober 2013



der Hausputz macht sich ja doch nicht von selbst

Die Tage auf dem Camp ähneln sich natürlich immer sehr. Man tut jeden Tag immer wieder das gleiche. Aber jetzt Ende Oktober noch so nackig draußen sein zu können, das gefällt uns schon sehr. Am Vormittag ist Annette wieder im Hallenbad, wo heute mal ein Paar im Wasser ist. Mit Schwimmbrille, Nasenklammer und allem. Sieht ziemlich professionell aus, wie die beiden ihre Bahnen ziehen und bei jedem Zug den Kopf unter Wasser tauchen. Aber diese Technik bringt nicht viel; die beiden brauchen jeweils sieben Züge, und als Annette dann auf der äußersten Bahn mitschwimmt, braucht sie nur vier und ist immer noch schneller als die beiden. Früher ist sie auch so geschwommen, aber man ist viel langsamer damit und es atmet sich so schwer mit der Nasenklammer. Ach, es ist schön im Hallenbad und man sieht von hier aus immer den Stier an der Hauptstraße auf dem Felsen stehen.



wie immer sind wir am Pool

Dann ist Annette wieder zurück beim Herbert, der ihr jetzt endlich die Haare schneiden muss. Ist ja schon über sechs Wochen her. Wir sitzen in der Sonne bzw. unter der Markise und gehen später auch wieder zum Pool, den Annette für sich allein hat, denn den Leuten ist das Wasser entschieden zu kalt. Ist es im ersten Moment auch, aber nach ein zwei Bahnen hat man sich an die Kälte gewöhnt. Als wir später beim nachmittäglichen Kaffee sitzen, bringt Herbert vom Waschhäuschen zwei Ausgaben des Daily Express mit, vom letzten Freitag und Samstag. Na ja, zum Lesen und Üben sind solche Zeitungen allemal gut, denn Zeitungsenglisch ist doch ganz anders als dasjenige in Büchern, vor allem die Überschriften. Was Annette in der Zeitung liest, ist, dass es seit einer Woche ein neues Buch von Donna Tartt gibt: The Goldfinch (Goldfink). Das will sie auf jeden Fall lesen, denn die beiden vorherigen Romane von Donna Tartt (The Secret History; The Little Friend) hatten ihr auch schon sehr gefallen.



im Wasser erkennt man Annette nicht wieder

Als wir am frühen Abend draußen zu Abend essen, ist es ziemlich unruhig auf dem Camp. Ein Gebabbel überall wie auf einem Bahnhof. Sogar unsere spanischen Nachbarn sind da, die sonst immer nur übers Wochenende kommen. Und dann dämmert es uns, dass ja morgen Allerheiligen und somit Feiertag ist. Und so fallen die Leute eben schon heute Abend hier ein. Es wird voll auf dem Camp wie in der Hochsaison. Und wo kommen all die vielen Kinder her? Gottlob feiert man hier kein Halloween, aber auf Radio Très (RNE 3) werden ab 19 Uhr so skurrile Musikstücke gespielt, in denen Monster auftreten und Uaha rufen; oder Titel wie Hey Hey, Frankenstein; oder Shut up and get back to your tomb (sei still und geh zurück in deine Gruft); oder "I want to bite your hand" von Gene Moss (gibt's auf youtube), während im Hintergrund der Originaltitel von den Beatles spielt. Total ulkig. Das Geplapper bleibt uns bis spät in die Nacht erhalten, denn es ist eine laue Nacht und die Leute stehen draußen auf den Wegen.



Annette liest den Daily Express



meist können wir noch draußen zu Abend essen

so gemütlich haben es die Leute in der Halloween-Nacht

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Mittwoch, 30. Oktober 2013



wir sind am El Ingenio Einkaufskomplex

Heute früh und auch am Vormittag ist die Luft ziemlich kalt und ganz ungewohnt. Da kommt es uns in den Sinn, nun doch endlich weiterzuziehen, am besten morgen. Erstmal geht Annette für eine Stunde schwimmen, aber dann fahren wir zum El Ingenio Einkaufskomplex, um dort bei Vodafone neues Guthaben fürs Internet zu kaufen. Wir schauen uns auch mal die obere Etage an, wo sich die Restaurantmeile befindet. Wie hübsch hier oben alles ist. Dann noch zum Lidl für Mineralwasser, damit wir morgen nicht mit dem dicken Phoenix durch die ganze Stadt müssen, sondern gleich vom Camp aus auf die Küstenstraße Richtung Málaga abbiegen können. Als wir gegen 13 Uhr zurück sind, ist es wieder so schön warm bzw. heiß, dass wir an eine Weiterfahrt doch nicht mehr denken wollen. Herbert muss sogar die Markise ausfahren. Dann sitzen wir an der Nebenkostenabrechnung einer unserer vermieteten Wohnungen, und das dauert alles so lange oder vielmehr dauert es, die auszudruckenden Anhänge per Email zur Almanat-Rezeption zu senden, weil ständig Fehlermeldungen kommen wegen falscher Dateiformate oder so. Am Ende schieben wir alles auf einen PDF-Stick und damit geht Annette zur Rezeption. Dort haben sie die Email längst erhalten, obwohl sie bei uns immer als Mailer Daemon zurückkam. Na egal, Hauptsache jetzt funktioniert alles. Jedenfalls ist es mittlerweile halb drei, zu spät für den Swimmingpool, weil doch das Wasser da immer so kalt ist. Und so gehen wir halt nochmal ins Hallenbad, wo Annette eine weitere Stunde schwimmt. In den kommenden Tagen soll das Wetter ja richtig schön werden, und so wissen wir noch nicht, wann wir nun endlich abreisen werden.



in der oberen Etage befindet sich die Restaurantmeile



alles ist gemütlich hier


 



die bemalte Decke sieht wie ein richtiger Himmel aus


 



bei Schlechtwetter kann man sich hier tummeln

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Montag, 28. Oktober 2013



auf der Fahrt nach Osten, nach Nerja und Frigiliana

So, heute wollen wir den Ausflug machen, von dem uns am Freitag das Wetter abgehalten hat. Also nach Nerja und Frigiliana, einem der weißen Dörfer Andalusiens. Auf dem Rückweg vielleicht mal in Torrox anhalten. Kurz vor elf fahren wir los. Und was für eine Qual ist es jedesmal, durch Agarrobo und Mezquitilla zu fahren wegen der vielen Erhöhungen - Paso elevado, die alle hundert Meter in die Straße eingebaut sind und wegen derer man andauernd abbremsen muss. (Auf dem Rückweg zählen wir mal diese Huckel und es sind 21 Stück in diesen beiden Ortschaften allein.)



es geht immer an der Küste entlang

Dann durchfahren wir Torrox und merken, dass die Yamaha immerzu so wummert und unrund läuft. Es geht ein leichter Ruck durch die Yamaha, besonders wenn wir langsamer fahren. Haben wir einen Platten? Annette steigt ab. Nee, haben wir nicht. Wir fahren ein Stück weiter, aber das Wummern bleibt. Jetzt steigen wir beide ab, bocken die Yamaha auf und Herbert lässt das Hinterrad mal durchlaufen. Da sieht er, dass eine große Ausbeulung im Hinterrad ist. Wie ein Ei sieht das aus. So ein Mist, den Reifen haben wir uns bestimmt bei den vielen Erhöhungen kaputtgefahren. Jetzt suchen wir eine Motorradwerkstatt, finden als erstes aber nur einen Laden mit Motorradbekleidung, Helmen und so weiter. Sie sagen uns, wo wir in Torrox eine Werkstatt finden.



in Torrox müssen wir in die Motorradwerkstatt Motos Extremera

Dort angekommen, hat man den entsprechenden Reifen nicht vorrätig. Man sagt uns, dass wir um fünf wiederkommen sollen, dann wäre die Yamaha fertig, die wir jetzt dalassen sollen. Jetzt ist es halb zwölf. Wir fragen, ob wir so mit dem alten Reifen noch nach Nerja fahren könnten? Der Mechaniker meint, dass das zu gefährlich sein könnte. Puh, da kann uns das Warten ja lang werden, aber wenigstens sind wir in einem Ort gelandet, der nicht ganz so langweilig ist.



wir müssen die Yamaha in der Werkstatt lassen



auf der Promenade von Torrox

Wir laufen dann die Promenade auf und ab, hin und her und her und hin. Torrox hat einen ziemlich deutschen Einschlag, was man an den vielen deutschsprachigen Speisekarten, Werbetafeln usw. sehen kann. Außerdem gibt es Kohlrouladen, Bratwurst, Kartoffelpuffer und solche Sachen. Erstmal gehen wir zum Leuchtturm am Ende der Promenade, die sich auf 1,5km hinzieht. So lang ist auch der Playa Ferrara, einer der Stadtstrände. Der Sand ist hier feinsandiger, aber auch wieder so dunkel. Dem Strand wurde die Blaue Flagge für gute Wasserqualität verliehen.



da hinten am Ende der Promenade steht der Leuchtturm von Torrox



vom Leuchtturm aus haben wir einen tollen Blick auf die Promenade



man hat diese schicke Plattform gebaut



von der Plattform ist der Blick auf den Leuchtturm besonders schön



richtig futuristisch, das ganze



bei jedem Schritt schwankt der Boden wie auf einem Schiff



hoffentlich bricht jetzt nicht gleich alles zusammen



auf und ab laufen wir die Promenade, wenn nur die Zeit dabei vergeht



wir kehren auf Kaffee und Kuchen und später auf eine Pizza ein

Irgendwann setzen wir uns in eines der unzähligen Cafés auf der Promenade, um uns die Wartezeit etwas zu vertreiben. Dann laufen wir weiter, schauen uns auch mal die Immobilienangebote in den Schaufenstern an. Die Preise sind hoch, obwohl hier ein solches Überangebot an Immobilien ist. Torrox hat angeblich das beste Klima Europas - Mejor clima de Europa - so hatte es bei der Ortseinfahrt geheißen. Es ist dann drei Uhr, als wir auf der Promenade ins Rústica einkehren und uns dort eine Pizza essen. Um halb fünf sind wir zurück in der Werkstatt. Die Yamaha ist fertig und die ganze Sache kostet uns 53,14 EUR. 41,14 EUR für den Reifen und 12 EUR für die Montage. Nicht teuer, finden wir. Besonders die Montage.



um halb fünf ist die Yamaha fertig



diese Beule ist innen und außen im Reifen

Unsere heutige Tagesplanung ist natürlich total durcheinander geraten, aber wir wollen jetzt noch schnell nach Nerja in den Bücherladen. Nerja ist ja nur 8km von Torrox entfernt. Wegen der Zeitumstellung will die Sonne jetzt schon untergehen und taucht alles in goldenes Licht. Im Bücherladen werden wir dann nicht so richtig fündig, aber zumindest ist es auf der Rückfahrt nicht kalt, nachdem die Sonne weg ist. Immer noch 23°C. Daheim melden wir uns bei Ulrich und seiner Frau zurück. Die beiden kommen dann später zu uns auf den Platz, aber der Abend wird nicht allzu lang, denn die Frau brütet eine Krankheit aus. Spät nachts wird es sehr stürmisch hier, aber es ist kein Vergleich zu dem Orkan, der über Deutschland und andere Teile Europas fegt und so zerstörerisch ist.



jetzt noch nach Nerja



die Sonne geht schon bald unter



wir erreichen Nerja



durch schmale Straßen geht es


 



Ankunft am Nerja Book Centre



durch schöne Gassen geht es durch Nerja auf dem Weg heimwärts



die Fliegenden Pferds auf der Heimfahrt



Abend wird es

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Dienstag, 29. Oktober 2013

Nachts um 2 Uhr hat Herbert noch die Markise eingerollt und jetzt am Morgen liegt überall Laub auf unserem Teppich. Es geht ein ganz warmer Wind. Am Vormittag geht Annette wieder für eine Stunde ins Hallenbad und danach quackelt sie zwanzig Minuten lang mit ihrer Freundin am Telefon, die ja heute Geburtstag hat. Das Wetter ist heute schön, nur eben sehr windig. Nachmittags legen wir uns an den Pool, schwimmen auch und fahren anschließend noch zu Mercadona, um Eis und dies und das zu kaufen. Als wir dann draußen sitzen, wird der Wind langsam scheußlich, weil er nämlich den staubtrockenen Boden so aufwirbelt und uns den Sand immerzu ins Gesicht weht. Herbert geht dann lieber an Bord und Annette, wie könnte es anders sein, geht nochmal ins Hallenbad. Die Palmwedel der umstehenden Palmen dort werden so vom Wind gebeutelt und werfen so komische Schatten aufs Dach vom Hallenbad, das ja durchsichtig ist, dass man immerzu den Eindruck hat, das Dach würde sich bewegen oder abheben. Abends müssen wir heute drinnen essen.


 



das Licht ist hier immer so schön


 



da hinten neben den Miethäuschen stehen wir



zurück vom Einkauf bei Mercadona

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Sonntag, 27. Oktober 2013



wir sind endlich mal wieder am Pool

Durch die Zeitumstellung haben wir heute ja eine Stunde mehr. Erstmal müssen alle Uhren an Bord umgestellt werden. Dann ist auch die Sonne da, und wir richten uns auf einen Tag am Pool ein. Vorher schaut Herbert aber erstmal die Formel 1, die heute ja schon um halb elf anfängt. In dieser Zeit geht Annette ins Hallenbad, wo es aber so voll ist, dass sie gleich wieder umkehrt und stattdessen in den Außenpool geht. Gott, wie kalt das Wasser da ist nach den vielen Tagen ohne Sonne. Sie hat keine Uhr dabei, schwimmt also nach Gefühl und bleibt immerhin 50 Minuten im Wasser.



jetzt aber schnell ins kalte Wasser

Am frühen Nachmittag sind wir also am Pool, wo es immer voller wird. Nach einigen Malen im Wasser gehen wir auch mal wieder zum Strand und müssen immer wieder staunen, wieviel Leute den Stand dem Pool vorziehen. Obwohl der Sand doch so schwarz und grob ist. Am späteren Nachmittag sind wir wieder bei uns am Platz. Um halb sieben - eigentlich ja um halb acht - kommt Ulrich mit seiner Frau zurück aus Málaga, wo sie heute mit dem Bus hinfuhren. Sie wollten uns sogar mitgenommen haben, aber wir hatten keine Lust auf Großstadtgetriebe. Jedenfalls sind sie jetzt total platt, sodass der gemeinsame Abend ausfällt, sie aber noch einen weiteren Tag hier auf Almanat bleiben und alles auf morgen Abend verschieben wollen. Na, uns soll es recht sein; wir reisen eh noch nicht ab. Laut Uhrzeit gehen wir früh zu Bett; die leidige Zeitumstellung ist nicht unser Fall.


 


 


 

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